Rechte, die Kinder haben, wenn sie Straftäter geworden sind (Artikel 37)Diesen Artikel haben fast alle Staaten der Welt unterschrieben. Damit haben die Staaten gesagt, dass alle Kinder auch dann Rechte haben, wenn sie gegen ein Gesetz verstoßen haben.
Die Situation weltweit Weltweit sitzen über eine Million Jugendliche im Gefängnis. Das hat ein Experte herausgefunden, der im Auftrag des Kinderhilfswerks UNICEF und der UNO Informationen darüber zusammengetragen hat, wie Kinder behandelt werden, wenn sie eine Straftat begangen haben. Die meisten sitzen wegen kleiner Straftaten hinter Gittern: Sie haben gebettelt, kleinere Diebstähle begangen oder andere geringfügige Straftaten. Viele wurden auch eingesperrt, weil sie von zu Hause weggelaufen waren. In vielen Ländern werden Jugendliche noch immer mit Erwachsenen zusammen eingesperrt. Sie leben unter menschenunwürdigen Verhältnissen im Gefängnis und sind dort nicht sicher, bekommen nicht genug zu essen oder werden misshandelt. Sogar Todesurteile werden gegen Kinder gefällt und vollstreckt. Das tun nur wenige Staaten, allen voran der Iran. Dieser Statistik kannst du entnehmen, wie viele Jugendliche zwischen dem Jahr 2000 und März 2007 hingerichtet wurden (man kann aber nicht sicher sein, ob nicht noch mehr Jugendliche zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden). ![]()
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Quelle: amnesty international In vielen Ländern ist noch nicht einmal geregelt, ab welchem Alter Kinder strafmündig sind, das heißt, ab wann sie vor Gericht für ihre Taten verantwortlich gemacht werden können. ![]()
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Du fragst dich, was dieses schreckliche Foto mit der schönen Nazanin zu tun hat?
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Die Situation in Deutschland In Deutschland werden Kinder mit 14 Jahren strafmündig. Das bedeutet: Ab diesem Alter müssen sie sich vor Gericht verantworten, wenn sie eine Straftat begangen haben, also zum Beispiel gestohlen, jemanden verprügelt oder Graffiti gesprüht haben. Wer jünger als 14 Jahre alt ist und bei einer Straftat erwischt wird, wird zum Jugendamt gebracht. Dort wird eine Akte über ihn angelegt. Auch wenn zunächst keine Strafe folgt, spielt diese Akte eine Rolle, sobald das Kind strafmündig wird. Wer dann vor dem Richter landet und schon eine dicke Akte hat, wird härter bestraft als jemand, der zum ersten Mal auffällig wird. Die Richter haben nämlich einen gewissen Spielraum, wie sie mit jugendlichen Straftätern umgehen. Die wenigsten landen sofort im Gefängnis. Normalerweise versucht man, Jugendliche zu erziehen, nicht zu bestrafen. Eine Richterin kann einen Jugendlichen zum Beispiel zu einem Kurs schicken, wo er ein Anti- Ein Richter kann auch beschließen, einen Straftäter zu ermahnen, zu verwarnen oder ihn dazu verurteilen, den Schaden wiedergutzumachen. Das kann von einer Entschuldigung beim Opfer bis zu einer Geldzahlung gehen. Wenn der Jugendliche bereits häufiger vor Gericht stand und die leichteren Strafen nicht gewirkt haben, kann der Richter den Straftäter in den Jugendarrest schicken. Dann kann der Verurteilte zum Beispiel zur Schule gehen, darf aber danach nicht nach Hause, sondern muss im Gefängnis wohnen. Oder er muss für einige Tage oder auch länger ins Gefängnis zum Arrest. Ins Gefängnis kommen Jugendliche nur, wenn sie eine besonders schwere Tat begangen haben und ihnen klar war, was sie taten. Jugendliche kommen in Jugendstrafanstalten, erwachsene Täter sitzen dort nicht ein. ![]()
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Natalie, Ulrika, Tatjana, David, Johann, Majuran und Lennart aus einer 5. Klasse konnten einen Jugendknast besuchen. Was sie bei ihrem Besuch erfahren haben, haben sie in einem Zeitungsartikel beschrieben, den du hier lesen kannst. ![]()
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Während sich nicht straffällig gewordene Jugendliche zwischen 14 und 23 Jahren in Discos und Sportvereinen vergnügen können, sitzen jugendliche Straftäter in ihren zwei Mal fünf Meter großen Zellen, deren Türen von innen keine Klinken haben. Von den 280 einsitzenden Jugendlichen sind 200 Gefangene in Einzelzellen untergebracht. Es gibt jedoch auch Zellen (30 qm groß), in denen drei bis vier junge Männer ihre Strafe absitzen. ![]()
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Einmal in zwei Wochen dürfen die jungen Straftäter für eine Stunde Besuch empfangen. Wenn einer Lust auf Schokolade oder andere Sachen hat, müssen sie dies von ihrem Lohn bezahlen. Sie können einmal in der Woche etwas bestellen. Alkohol ist natürlich nicht erlaubt. ![]()
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Uns hat der Bericht von dem Lehrer Herrn Knott über das Leben im Jugendknast sehr beeindruckt. Es ist wohl besser, wenn man keinen solchen Mist baut, dass man dafür in den Jugendknast wandert. Das Leben außerhalb des Gefängnisses ist dafür viel zu schön. Quelle: ZEUS – Zeitung in Unterricht und Schule Wortlaut von Artikel 37 Die Vertragsstaaten stellen sicher,
Was dieses Recht bedeutet Kein Mensch darf gefoltert, grausam bestraft oder erniedrigend behandelt werden – egal, was er getan hat. Was für Erwachsene gilt, trifft auf Kinder natürlich auch zu. Keiner darf sie zum Beispiel durch Folter, Schläge oder Drohungen zwingen, eine Schuld anzuerkennen oder andere zu verraten. Darüberhinaus darf kein Kind zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt oder gar mit dem Tode bestraft werden. Ohne hinreichenden Verdacht darf auch kein Kind ins Gefängnis gesteckt werden. Und wenn ein Kind im Gefängnis gelandet ist, muss es dort anständig und wie ein Kind behandelt werden, nicht wie ein erwachsener Straftäter. Außerdem muss ihm ein Rechtsanwalt oder eine andere Vertrauensperson an die Seite gestellt werden, der sich für ihn einsetzen kann. Links "Knastkinder" heißt ein Theaterstück, das bei einem Wettbewerb entstanden ist. Darin geht es um einen 13- Time4Teen Hier kannst du dir angucken, welche Folgen eine Prügelei auf dem Schulhof haben kann. Die Foto- www.berlin.de Auf dieser Seite informiert die Berliner Jugendstrafanstalt über das Leben hinter ihren Mauern. Dort erfährst du, welche Ausbildungsmöglichkeiten Jugendliche im Knast haben, wie viel sie verdienen und wie ihr Tagesablauf geregelt ist. |