... das ist eine spannende Geschichte. Darum heißt es jetzt: Vorhang auf für frühe Entdeckungen und Apparate.
Das Daumenkino zum HerunterladenDass du keine Einzelbilder im Film siehst, sondern Bewegung, hat damit zu tun, wie das Auge funktioniert und wie dein Gehirn die Bilder verarbeitet. Einer, der das entdeckt hat, war der englische Arzt Peter Marc Roget. Er sah eines Tages zufällig durch einen dunklen Zaun auf einen sonnigen Weg. Auf dem Weg fuhr gerade eine Kutsche vorüber. Die Bewegung ihrer Räder wirkte beim Blick durch die Lücke im Zaun merkwürdig verzerrt und abgehackt. Das gab Roget zu denken. Mit Hilfe einer Reihe von Experimenten rechnete er schließlich aus, dass es von der Geschwindigkeit abhängt, ob du Bewegung siehst oder einzelne Bilder. Ab etwa zwölf einzelnen Bildern in einer Sekunde hast du den Eindruck, dass sich etwas bewegt. Sind es weniger als zwölf Bilder, siehst du sie einzeln – wie Fotografien.
Du kannst das prima mit dem Daumenkino, das du hier findest und basteln kannst, ausprobieren. Blätterst du die Seiten langsam um, dann siehst du jede Zeichnung einzeln. Blätterst du sie aber mit dem Daumen ganz schnell durch, denkst du, dass sich das Bild bewegt. Das ist der Daumenkino-
Effekt.
Wundertrommel und LebensräderNach den Berechnungen von Peter Roget entwickelten Techniker und Tüftler neue Spielzeuge und aufregende Jahrmarktattraktionen. Die Leute kannten noch keine bewegten Bilder und staunten, wie das möglich ist. Sie kauften sich optische Zauberscheiben (sie werden auch Lebensrad genannt) für die
Familie oder sahen sich Wundertrommeln und andere Geräte auf dem Jahrmarkt an. Sie funktionierten alle nach dem gleichen Prinzip: Mit Hilfe von Kurbeln, Spiegeln und Sehschlitzen wurden einzelne Bilder vor den Augen bewegt.
Die Zauberscheibe
Auf einer Zauberscheibe sind die Bilder in einem Kreis angeordnet. Jedes Bild sieht dabei etwas anders als das folgende aus. Zwischen den Bildern befinden sich Schlitze, durch die man gucken kann. Mit einem
Lebensrad stellt man sich vor den Spiegel, dreht die Scheibe und sieht durch die Schlitze. Im Spiegel sieht man dann den Bewegungsablauf.Wusstest du schon, ...
... dass es zum Beispiel in Frankfurt, München, Düsseldorf, Potsdam oder Berlin tolle Filmmuseen gibt? Dort kannst du dir viele der alten Apparate und viele brandaktuelle Tricktechniken ansehen.