Ein gutes Drehbuch ist der halbe FilmUm einen Spielfilm zu drehen, braucht man zuerst eine Geschichte, die später in Bilder und Töne umgesetzt wird. Profis schreiben deshalb ein Drehbuch, damit sie den Herstellungsprozess eines Films genau planen können. Bevor du drehst, musst du also schreiben: Wann sich der Teil der Geschichte abspielt (die Tageszeit), wo er stattfindet (der Drehort), was passiert (die Handlung), was die Schauspieler sagen (die Dialoge) und welche Stimmung sie spielen sollen (ob sie in ihrer Rolle fröhlich, nachdenklich, traurig, sauer sind und so weiter).
So ein Drehbuch will gut überlegt sein. Ganz am Anfang wissen auch Profis nicht, wie der fertige Film aussehen wird. Zuerst gibt es immer eine Idee, worum es überhaupt gehen soll. Diese Idee fassen Profis in einem Plot zusammen und verfeinern dann diesen Plot so lange, bis der genaue Handlungsablauf feststeht. Erst dann kann das Drehbuchschreiben beginnen.
Hundert Seiten FilmverlaufDrehbücher für lange Kinofilme sind ziemlich dick. Denn jede Geschichte eines Films besteht aus vielen kleineren Geschichten. Zum Beispiel aus der kleinen Geschichte, wie jemand auf dem Weg zur Arbeit auf einer Bananenschale ausrutscht. In der Film-
Fachsprache heißen diese Teilgeschichten Episode oder Sequenz. Jede Sequenz enthält eine Reihe von Szenen, die inhaltlich zusammengehören: Beispielsweise, wie der Hase seine Wohnung verlässt, wie jemand die Bananenschale wegwirft, wie der Hase um die Ecke biegt, wie jemand oben aus dem Fenster ruft und der Hase nach oben sieht, so dass er auf der Schale ausrutscht. Schau dir mal an, wie das Drehbuch dazu aussieht.
Szene sagt man zu einer Situation, die am gleichen Ort zur gleichen Zeit spielt.
Aufnahme nennt man die zusammenhängenden Bilder, die eine Kamera ohne Unterbrechung filmt. Ein anderes Wort dafür ist Einstellung.