Diesen Artikel haben fast alle
Staaten der Welt unterschrieben. Damit ist festgeschrieben, dass alle Kinder der Welt das Recht haben, sich eine eigene Meinung zu bilden – auch du! Wer sich aber eine Meinung bilden will, selbstständig überlegen will, was richtig oder falsch ist, muss sich auch informieren können.
Die Situation weltweit Nicht für alle Kinder auf der Welt ist es einfach, an Informationen zu kommen. Während in den reichen Ländern Kinder oft sogar einen eigenen Fernseher besitzen und Internetzugang haben, gibt es Millionen von Kindern, die in Hütten oder Häusern leben, in denen es nicht einmal regelmäßig Strom gibt. Ihre Familien sind so
arm, dass sie sich keinen Fernseher und schon gar keinen Computer anschaffen können.
Schon seit langem wird versucht, solchen Kindern und ihren Familien zu helfen. Denn nur wer erfährt, was in seinem Land und in der Welt los ist, wer sich also informieren kann, kann seine Situation verbessern. Das fängt bei Öffnungszeiten von Gesundheitsstationen an und hört beim Weltklima noch lange nicht auf.
Eine wichtige Rolle spielen Radiosender, die über Ereignisse aus der näheren Umgebung informieren. In Gegenden ohne Strom werden deshalb Radios verteilt, die man mit einer Kurbel "aufziehen" kann, um so die Batterie neu zu laden. Oder die Radios funktionieren mit
Sonnenenergie.
Auch Computer für Kinder in armen Ländern wurden entwickelt. Sie sind ziemlich einfach und robust und funktionieren mit Solar-
Batterien. Obwohl die Laptops ziemlich preiswert sind, können Familien in der
Dritten Welt sie nicht bezahlen. Deshalb sollen die Laptops jetzt zu einem geringen Preis in den
USA in den Handel kommen. Wer einen Laptop kaufen will, muss gleich zwei kaufen -
einen kann man mit nach Hause nehmen, der andere geht als Spende an ein Kind in einem armen Land.
Nicht überall bekommen Kinder genügend Informationen über das, was sie interessiert. Deshalb hat sich die Hilfsorganisation "plan international" ein besonderes Programm ausgedacht. Sie unterstützt Kinder in verschiedenen Ländern dabei, selbst für Gleichaltrige Filme zu produzieren.
Gedreht wird auf Schulhöfen oder überall dort, wo es etwas Interessantes zu berichten gibt. Manchmal dauert ein Beitrag nur wenige Minuten, manchmal wird eine längere Sendung draus.
Die Kinder, die bei dem Projekt mitmachen, lernen alle Jobs kennen, die vor und hinter der Kamera nötig sind, um eine Sendung herzustellen. Vor allem aber lernen sie, dass ihr Leben und ihre Erfahrungen andere interessieren.
Wenn du hier klickst, kannst du dir einen Ausschnitt aus einem von Kindern gedrehten Film ansehen. Er heißt "Chuna Bhatti", so wie ein Stadtteil in
Mumbai.
Dort besucht ein Mädchen aus dem Filmteam Bewohner und befragt sie über ihr Leben.
Die Situation in DeutschlandIn Deutschland haben Kinder viele Möglichkeiten, sich zu informieren: Die Hörfunkanstalten produzieren Kinderhörspiele und bieten Kindern täglich Sendungen, in denen Gleichaltrige zu Wort kommen. Es gibt Radiosender nur für Kinder, Verlage, die gute Bücher und Zeitschriften für Kinder herausgeben. Das wird auch gefördert durch den Deutschen Jugendliteraturpreis und viele andere Kinderbuchpreise.
Im Fernsehen kann man jeden Tag den Kinderkanal sehen. Dort gibt es
Nachrichten aus aller Welt. Mittlerweile hat jede Sendung für Kinder auch ihren Internetauftritt. Im Internet finden Kinder außerdem viele interessante Angebote, die ihnen weder im Fernsehen noch im Radio geboten werden. Sie können hier eigene Kommentare abgeben, mit anderen Kindern chatten, man kann auch über eigene Probleme schreiben und Fragen zu stellen.
Um Kinder zu schützen, gibt es in Deutschland das "Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften". Der Verkauf besonders brutaler Bücher zum Beispiel kann nach diesem Gesetz verboten werden. Filme und Computerspiele haben eine Alterskennzeichnung. Sie soll verhindern, dass Kinder etwas sehen, was sie noch nicht verstehen und nicht verarbeiten können. Vor allem geht es dabei um zu viel Gewalt.
Immer mehr Kinder nutzen das Internet um sich zu informieren. Aber es ist nicht ganz einfach, sich im Internet zurecht zu finden. Außerdem gibt es dort viele Seiten, die für Kinder und Jugendliche gar nicht geeignet sind (und für Erwachsene eigentlich auch nicht!). Allerdings darf auch im Internet nicht alles gezeigt werden. Auch für das Internet gelten
Gesetze, an die sich die Anbieter halten müssen.
Wer auf eine Seite stößt, die
gewalttätig oder Ekel erregend ist, kann die Seite melden.
Inzwischen gibt es ein Portal, das über gute, für Kinder geeignete Seiten informiert, das ist www.fragFinn.de. Hier findet man alles: von Links zu Nachrichtenseiten über Spiele bis hin zu Chats.
Und dass du jetzt hier auf www.hanisauLand.de bist, zeigt, dass du dich ja auch schon ganz schön auskennst in Hinsicht auf gute Seiten!
Die Reinhardswald-
Grundschule liegt im Berliner Bezirk Kreuzberg. Das ist ein Stadtteil von
Berlin, in dem Menschen vieler Nationalitäten zusammen leben. Tom, Muhammed, Melda, Khan, Sören, Jan, Nina, Lucas und Marie sind neun von 800 Kindern, die an der Reinhardswald-
Grundschule von der 1. bis zur 6. Klasse unterrichtet werden. Sie machen deutlich, wie unterschiedlich die Herkunft der Schulkameraden ist: 40 Prozent der Kinder kommen aus nichtdeutschen Familien, haben Eltern, die im Libanon, in der
Türkei, in
Brasilien oder Afghanistan aufgewachsen sind.
Die Kinder haben früh gelernt, dass es viele unterschiedliche Muttersprachen gibt. Es ist für sie nichts Ungewöhnliches, dass die einen
Weihnachten feiern und die anderen zum Beispiel das Zuckerfest, sie kennen den
Advent genau so wie den
Ramadan. Sie alle sind in Deutschland geboren und wachsen hier auf.
Wir haben sie gefragt, was für sie wichtig ist, wenn sie an die
Kinderrechte denken. Hört selbst:
So weit, so gut. Und wie informieren sich die Kinder?
Ein eigenes Kapitel sind die Nachrichten. Denn Kinder wollen auch über
Politik Bescheid wissen.
Nachrichten, die auch Kinder verstehen können, gibt es beispielsweise bei Logo oder auch im Internet bei www.sowieso.de, www.news4kids.de oder www.bearenblatt.de. gemacht, so dass sie auch verständlich. Jeden Samstag läuft das Nachrichtenmagazin "neuneinhalb". Neuneinhalb Minuten lang wird dort über ein aktuelles Thema berichtet. Im Archiv von "neuneinhalb" kannst du dir die alten Sendungen angucken:
Check EinsÜber Politik insgesamt findest du hier bei uns in Hanisauland ganz viele interessante Infos – vor allem im Lexikon, aber auch im Comic und bei euren Kommentaren und Fragen.
Wortlaut von Artikel 17Die Vertragsstaaten erkennen die wichtige Rolle der
Massenmedien an und stellen sicher, dass das Kind Zugang hat zu Informationen und Material aus einer Vielfalt nationaler und internationaler Quellen, insbesondere derjenigen, welche die Förderung seines sozialen, seelischen und sittlichen Wohlergehens sowie seiner körperlichen und geistigen
Gesundheit zum Ziel haben.
Zu diesem Zweck werden die Vertragsstaaten
- die Massenmedien ermutigen, Informationen und Material zu verbreiten, die für das Kind von sozialem und kulturellem Nutzen sind und dem Geist des Artikels 29 (Bildungsziele) entsprechen;
- die internationale Zusammenarbeit bei der Herstellung, beim Austausch und bei der Verbreitung dieser Informationen und dieses Materials aus einer Vielfalt nationaler und internationaler kultureller Quellen fördern;
- die Herstellung und Verbreitung von Kinderbüchern fördern;
- die Massenmedien ermutigen, den sprachlichen Bedürfnissen eines Kindes, das einer Minderheit angehört oder Ureinwohner ist, besonders Rechnung zu tragen;
- die Erarbeitung geeigneter Richtlinien zum Schutz des Kindes vor Informationen und Material, die sein Wohlergehen beeinträchtigen, fördern, wobei die Artikel 13 (Meinungs-und Informationsfreiheit) und 18 (Verantwortung für das Kindeswohl) zu berücksichtigen sind.
Was der Artikel bedeutet:Zeitungen und Zeitschriften, der Hörfunk, das Fernsehen und die Angebote im Internet haben einen starken Einfluss darauf, welche Meinung sich Kinder (und natürlich auch Erwachsene!) über das bilden, was in der Welt passiert. Damit Kinder lesen, hören und sehen können, was für sie wichtig und interessant ist, müssen Verlage Bücher herstellen und Rundfunkanstalten Sendungen produzieren, die für Kinder verständlich und gut sind. So sollen zum Beispiel Kinder in Deutschland erfahren, wie es Kindern in Afrika oder Amerika geht. Und Kinder in Asien sollen wissen, wie deutsche Kinder leben.
Aber auch Kinder anderer Nationalität, die in Deutschland leben, sollen Bücher lesen können, die in ihrer
Muttersprache geschrieben sind. Und sie sollen auch Rundfunksendungen in ihrer Muttersprache hören können.
Es gibt aber auch Bücher, Zeitschriften, Filme, die für Kinder nicht geeignet sind, die ihnen sogar schaden können. Die Staaten müssen sich darum kümmern, dass Kinder vor solchen Medienangeboten geschützt werden.
LinksNachrichten für die Kinder in
Großbritannien – dank des Internets kannst auch du dich dort informieren und deine Englischkenntnisse testen. Unter
BBC findest du Nachrichten aus Politik, Sport und Unterhaltung. Außerdem gibt es einen Chat und viele Aktionen.
Wenn du neugierig bist, wie Kindernachrichtenseiten zum Beispiel in den Niederlanden aussehen, kannst du dich hier informieren: Unter
http://jeugdjournaal.nl/ findest du eine täglich aktuelle Seite voor kinderen von 9 tot en met 12 jaar. Alles klar?
Informationen und Spiele zu
Europa und zur
Europäischen Union findest du hier:
www.europa.eu/. Natürlich gibt es die Seite in vielen europäischen Sprachen – also spiel doch mal auf
französisch oder
spanisch!
Es muss nicht immer Internet sein? Richtig. Es gibt viele gute Bücher, in denen Politik erklärt wird. Einige findet ihr bei uns in HanisauLand in
"Bärbels Bücherkiste". Das Lexikon von HanisauLand gibt es auch als Buch. Es heißt: Das junge Politik-
Lexikon. Da könnt ihr euch bestens informieren.
Und auf dieser Internet-
Seite haben wir noch weitere Tipps in "Bärbels Bücherkiste" und bei den
Links auf andere Seiten.