Nicht nur das
Wetter, auch das Klima ändert sich. Aber während uns das Wetter heute strahlenden Sonnenschein und morgen graue Regenwolken bescheren kann, geht eine Veränderung beim Klima sehr langsam voran.
100 Millionen Jahre alte Fußspuren von Dinosauriern aus der Kreidezeit in einer Höhle in Chongqing in der chinesischen Region Qijiang.
© picture-alliance / dpa
Als die Dinosaurier die Erde bevölkerten, war es zum Beispiel wärmer als heute. In weiten Teilen
Europas und auch in Amerika wuchsen damals Pflanzen, die es heute nur noch in den Tropen gibt. Dann sanken die Temperaturen, von den
Polen her schoben sich gewaltige Eismassen übers Land und machten ein Leben dort unmöglich. Die jüngste Eiszeit endete vor 12.000 Jahren. Das ist in der Klimarechnung ein Klacks!
Anders als heute hatte die Abkühlung oder Erwärmung des Klimas früher immer natürliche Ursachen. Zum Beispiel beeinflusste es das Klima, als sich vor Jahrtausenden die Kontinente voneinander trennten und in ihre jetzige Lage schoben.
Bei jedem heftigen
Vulkanausbruch werden Gase und Asche weit hinauf in die Atmosphäre geschleudert und setzen dort chemische Prozesse in Gang, die sich auf das Klima auswirken.
Auch die Sonne, die mal mehr und mal weniger intensiv strahlt und deren Bahn sich verändert, kann das Klima unserer Welt beeinflussen. Dieser Einfluss ist allerdings gering. Seit der Entstehung der Erde vor etwa 4,6 Milliarden Jahren hat sich die Leuchtkraft der Sonne um 30 % erhöht.
Auch die Meere spielen eine große Rolle. Die Weltmeere sind miteinander durch Strömungen verbunden. Wenn sich in einem Teil der Welt etwas ereignet, was das Klima beeinflusst. Das hat dann Auswirkungen auf andere Weltgegenden.
KontinentaldriftDie Kontinente (Erdteile), wie wir sie kennen, lagen nicht immer dort, wo sie heute zu finden sind. Große Teile davon hingen als ein Urkontinent zusammen, darunter das heutige Südamerika, Afrika und
Australien. Diese Landmassen trennten sich später. Wissenschaftler/innen nennen diesen Vorgang „Kontinentaldrift“. Auch heute bewegen sich die Kontinente noch und verändern ihre Position.
Die Erde vor und nach der Verschiebung der Landmassen. Diese Illustration von der Entstehung des Atlantischen Ozeans wurde im Jahr 1858 von Antonio Snider-Pellegrini. Sie ist die erste bekannt Illustration dieser Art.
Was hat das mit Klimaveränderungen zu tun? Die Antwort lautet: viel. Dazu muss man wissen, dass die Strahlen der Sonne unterschiedlich reflektiert werden, je nachdem, ob sie auf Land treffen oder auf Wasser. Land reflektiert die Strahlen stärker als Wasser, das bedeutet, dass Land weniger Wärme aufnimmt als Wasser. Wo Land ist, entsteht deshalb leichter Eis als über Wasser.
Hier kann man anschaulich sehen, wie sich die Landmassen getrennt haben.
Beobachten kann man das an den Polen: Am Südpol bedecken die Eisberge festes Land, am Nordpol bedecken sie Wasser. Die Eisberge am Südpol sind deshalb sehr viel gewaltiger als die Eisberge am Nordpol.
Wenn sich nun die Kontinente weiter verschieben, könnte es eines Tages unter dem Nordpol festes Land geben. Dann würde sich dort viel mehr Eis auftürmen als heute – und im Norden Europas würde es sehr viel kälter werden.
VulkanausbrücheGroße Vulkanausbrüche beeinflussen das Klima. Bei solchen Explosionen werden gigantische Mengen von Material kilometerweit in die Luft geschleudert. Der Rauchpilz, der dann über dem Vulkan hängt, besteht aus Gasen (u.a. Wasserdampf, Kohlendioxid und Schwefeldioxid) und feinen Staubteilchen. So geraten Millionen Tonnen Gas in die höheren Luftschichten (= Stratosphäre).
Große Vulkanausbrüche beeinflussen das Klima - hier ein Vulkanausbruch in Alaska im Januar 2006
© picture-alliance / dpa
Aus dem Schwefeldioxid entstehen kleine feste Teilchen, sogenannte Aerosole. Sie schweben in der Atmosphäre. Ein Teil des Sonnenlichts wird von ihnen geschluckt, ein anderer Teil reflektiert. So oder so: Es gelangen weniger Sonnenstrahlen auf die Erde, und es wird kälter.
MeeresströmungenDie Weltmeere sind durch Strömungen in der Tiefe miteinander verbunden. So findet ein ständiger Wasseraustausch zwischen den Meeren statt. Dafür sind die unterschiedlichen Temperaturen des Wassers und ihr unterschiedlicher Salzgehalt verantwortlich: Je kälter und je salziger Wasser ist, desto mehr sinkt es nach unten. Dadurch entstehen Strömungen. Kalte Strömungen aus dem Nordmeer ziehen in der Tiefe vom
Atlantik bis zum Pazifik, werden dort erwärmt und kommen als warme Ströme an der Oberfläche zurück.
Wenn sich irgendwo in diesem Kreislauf etwas ändert, hat das Auswirkungen auf das Klima der ganzen Welt. Schmelzen zum Beispiel in der Arktis die Eisberge, gelangt viel Süßwasser ins Meer. Der Salzgehalt wird schwächer, die Strömung in der Tiefe verändert sich.
Wenn du mehr über Vulkane wissen willst, wirst du hier fündig:
www.medienwerkstatt-online.de
Hier siehst du die heutigen Kontinente im Umriss. Kennst du alle?
www.medienwerkstatt-online.de
Hier kommt die Auflösung:
www.medienwerkstatt-online.de
Hier kannst du alles über Meeresströmungen nachlesen:
www.awi.de
Hier findest du Informationen zur Entstehung der Erdteile und zur Kontinentaldrift:
www.medienwerkstatt-online.de