Wenn die Erde Fieber hatGanz klar: Die Erde hat Fieber! In den vergangenen hundert Jahren ist die durchschnittliche Temperatur auf der Welt um 0,7 °
Celsius angestiegen. Das klingt nicht besonders dramatisch, aber es hat Folgen, die man bereits sehen kann. Und dazu muss man keine Wissenschaftlerin und kein Wissenschaftler sein!
Die Pole schmelzenIn den letzten 30 Jahren ist die Eisfläche der Arktis schon um fast eine Million Quadratkilometer kleiner geworden – das entspricht etwa der Fläche von
Frankreich und
Spanien. Ab 2040, so hat ein
amerikanisches Forscherteam errechnet, wird man mit dem Schiff zum Nordpol fahren können, wenn alles so weiter geht wie bisher.
Eisberg in der Arktis
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Eisbärmutter unterwegs mit ihren Jungen
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Dort, wo bisher eine dicke Eisdecke liegt, könnte dann offenes Meer sein. Das kann niemanden freuen, nicht einmal die Besitzer von Kreuzfahrtschiffen. Warum nicht?
Die Gletscher schmelzenAuch die Eismassen in den Gebirgen, die Gletscher, schmelzen bereits. Ob in den Alpen, den Anden, im
Himalaya oder im afrikanischen Ruwenzori-
Gebirge – überall ist zu beobachten, wie die Jahrtausende alten Eisflächen von Jahr zu Jahr kleiner werden. Ist das denn schlimm?
Die Temperaturen steigenEs wird immer wärmer. Das wissen Klimaforscher, weil es seit 1850 Aufzeichnungen gibt. Daraus kann man ablesen: Nur ein Jahr in den vergangenen zwölf Jahren war durchschnittlich warm, die elf anderen Jahre gehörten zu den wärmsten, die es seit Beginn der Aufzeichnungen gab. Das ist doch schön, oder?
Auch in Deutschland kämpft man immer wieder gegen die Trockenheit. Mit künstlicher Bewässerung versucht hier ein Landwirt zu verhindern, dass der Winterweizen vertrocknet.
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Ausgedörrtes Reisfeld auf Java, Indonesien, auf dessen Boden sich wegen der anhaltenden Trockenheit tiefe Risse gebildet haben.
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Der amerikanische
Politiker Al Gore, der sich sehr für den Klimaschutz einsetzt und dafür auch den
Friedensnobelpreis erhalten hat, hat den Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" über den Klimawandelt gedreht. Darin hat er eine sehr große Menge von Informationen zusammengetragen, welche Klimaveränderungen man bereits sehen kann. Vielleicht hast du die Gelegenheit, seinen Film im Kino oder auf DVD zu sehen.
Hier findest du den Trailer dazu.
Pole schmelzenWenn die Eisberge an den
Polen schmelzen, fließt das Tauwasser ins Meer. Dadurch steigt der Wasserspiegel. Sehr flache Inseln wie die Malediven im
Indischen Ozean oder die Nordsee-
Insel Sylt könnten dann komplett versinken. Länder wie Bangladesh oder die
Niederlande würden zu weiten Teilen überschwemmt. Schon im vergangenen Jahrhundert ist der Meeresspiegel um etwa 17 Zentimeter gestiegen, sagen Wissenschaftler/innen.
Wenn das Polareis ganz schmilzt, hat das auch Folgen für viele Tiere. Der Lebensraum der Eisbären wäre bedroht und damit natürlich auch die Tiere selbst. Fische im Nordmeer müssten sich an wärmeres und weniger salziges Wasser anpassen. Denn der Salzgehalt der Meere würde sinken, weil die Eisberge aus Süßwasser bestehen und beim Schmelzen das Salzwasser verdünnen.
Hier kannst du einen Bericht aus der Tagesschau dazu sehen.
Gletscher schmelzenGletscher sind Wasserspeicher: Auf ihrer gefrorenen Oberfläche bleibt besonders viel Schnee liegen, der im
Frühling und Sommer langsam abtaut und die Flüsse speist. Wo es keine Gletscher mehr gibt, versiegen diese Lebensadern.
Wenn die Gletscher noch schneller als bisher schmelzen, kommt es zunächst zu Überschwemmungen. Denn die Wassermassen müssen ablaufen. Die bestehenden Flussbetten reichen dafür nicht aus. Also werden die Flüsse über die Ufer treten.
Auf lange Sicht müssen wir allerdings mit Wasserknappheit rechnen. Denn die Niederschläge des Winters werden nirgends mehr gespeichert.
Mindestens eine Milliarde Menschen mehr als heute werden bei einer weiteren Erderwärmung unter Wassermangel leiden, sagen die Klimaexperten.
Außerdem wächst die Gefahr, dass Felsen abrutschen und es zu Steinlawinen kommt. Denn die Felsen unter den Gletschern sind eine Anhäufung von losem Gestein. Wenn die Eishülle, die sie zusammenpresst, verschwindet, stürzt das Geröll ins Tal.
Temperaturen steigen Immer häufiger sind auch bei uns die Tage sehr heiß, nachts kühlt es nicht mehr wie früher ab. Hitzewellen treten immer wieder auf. Niederschläge werden seltener. Wenn es dann aber regnet, regnet es unmäßig. So kam es schon in den vergangenen Jahren in
Europa mehrmals zu Hochwassern.
Der Temperaturanstieg macht es immer schwieriger, wie gewohnt Landwirtschaft zu betreiben. Wo bisher genug Regen fiel, entstehen große Gebiete, die nicht mehr genutzt werden können, weil sie zu trocken sind. In Spanien zum Beispiel drohen regelmäßige Dürren.
Wenn die Erderwärmung so schnell wie bisher weitergeht, werden weltweit bis zu 200 Millionen Menschen mehr als heute unter
Hunger leiden müssen.
Auch die Ozeane haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark erwärmt, bis in eine Tiefe von 3000 Metern. Die Meere haben als Puffer gedient und mehr als dreiviertel der vom Menschen verursachten zusätzlichen Wärme aufgenommen. Die Folge davon sind häufiger auftretende Wirbelstürme. Sie entstehen nämlich über 26 Grad warmem Meerwasser.
Wie Eisberge entstehen erfährst du hier.
www.medienwerkstatt-online.de
Auf dieser Seite findest du viele Fotos von Gletschern früher und heute.
www.gletscherarchiv.de
Eine Diaserie zeigt, wie sich der Vernagt-
Gletscher in Österreich in den vergangenen hundert Jahren verändert hat.
www.lrz-muenchen.de
Wie Gletscher entstanden sind, kannst du hier nachlesen.
www.kindernetz.de