Ist das
Klima noch zu retten? Ja! Aber allzu viel Zeit dürfen wir uns nicht mehr lassen. Und: Alle müssen mitmachen.
Mit Sonnenkollektoren wird die Sonnenenergie zur Stromerzeugung genutzt.
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Mit Windkrafträdern nutzt man zur Energiegewinnung die natürliche Kraft des Windes-
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Zwar lässt sich nicht mehr verhindern, dass es auf der Erde wärmer wird und dass sich das Klima ändert. Aber wir haben es in der Hand, wie schnell es wie warm auf der Erde wird. Die Wissenschaftler/innen sind sich ziemlich einig, dass bei einer Erwärmung von ein bis höchstens zwei Grad die Situation nicht außer Kontrolle geraten würde. Die Klimaveränderungen ließen sich mit geeigneten Maßnahmen auffangen. Zum Beispiel müssten in von Hochwasser gefährdeten Gebieten höhere Deiche gebaut werden.
Demonstration für den Klimaschutz
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Erwärmt sich aber die Erde in den nächsten Jahren um vier Grad oder mehr, hätte das schlimme Folgen und wäre nicht mehr beherrschbar.
Deshalb verhandeln die
Politiker der Welt schon seit Jahren über geeignete Maßnahmen, um den Klimawandel aufzuhalten. Dies ist eine Aufgabe, die nur gemeinsam gelingen kann. Denn das Klima macht nicht an irgendeiner Landesgrenze Halt.
Der Anfang wurde 1997 in der
japanischen Stadt Kyoto gemacht. Dort wurde ein internationales
Abkommen vereinbart, das sogenannte Kyoto-
Protokoll. Darin wurde verbindlich festgelegt, welche Menge an Treibhausgasen die
Industriestaaten in die Atmosphäre entlassen dürfen. Industriestaaten, die diesem Abkommen beitreten, erklären sich bereit, den Ausstoß von Treibhausgasen in ihren Ländern bis 2012 um fünf Prozent zu senken gegenüber dem Ausstoß aus dem Jahr 1990.
Entwicklungsländer und
Schwellenländer, bei denen die Industrieproduktion gerade erst beginnt, müssen sich zu nichts verpflichten.
Bis zum Sommer 2007 haben 174 Länder diesem Abkommen grundsätzlich zugestimmt. Das klingt zwar gut, bedeutet aber noch nicht allzu viel. Denn ein solches Abkommen muss in jedem Land vom
Parlament anerkannt werden (=
ratifiziert werden). Erst dann hat sich das Land nicht nur bereit erklärt, sondern auch dazu verpflichtet, die Abmachungen einzuhalten. Das haben bisher deutlich weniger Länder geschafft.
Einige Länder sind dem Abkommen gar nicht beigetreten. Oder sie haben ihre Unterschrift unter das Kyoto-
Protokoll zurückgezogen, wie die
USA. Dieses große Industrieland setzt mehr als ein Fünftel der gesamten CO2-
Menge in der Atmosphäre frei. Die USA sind der Meinung, dass ein anderer Beschluss für den Klimaschutz wichtiger ist: Auf einer Klimakonferenz im September 2007 haben 191
Staaten, darunter auch die USA, beschlossen, den Ausstoß von Fluorkohlenwasserstoffen (FCKW) 10 Jahre früher als bisher vereinbart zu beenden, nämlich bis zum Jahr 2020. FSKW kommen hauptsächlich in Kühlschränken vor. Sie gelten als Hauptgrund für die Schädigung der
Ozonschicht.
Hier siehst du, welche zehn Länder am meisten CO2 in die Atmosphäre pusten. Die Zahl gibt an, wie viel Prozent des gesamten CO2 Ausstoßes sie jeweils zu verantworten haben:
- USA 21,82%
- China 17,94%
- Russland 5,75%
- Japan 4,57%
- Indien 4,15%
- Deutschland 3,19%
- Kanada 2,07%
- Großbritannien 2,02%
- Italien 1,74%
- Südkorea 1,74%
Die Vertreter der Staaten der Welt treffen sich regelmäßig zu weiteren Gesprächen über das Klima und seinen Schutz. Im Mittelpunkt stehen immer zwei Aufgaben:
- das Absenken des Energieverbrauchs und vor allem
- die Abkehr von Kohle, Gas und Erdöl hin zu erneuerbaren Energiequellen wie Sonne, Wind, Erdwärme etc.
Es wird bei diesen Treffen über die Wirkung unterschiedlicher Maßnahmen diskutiert. Die Politiker/innen werden dabei von Wissenschaftler/inne/n und Umweltschützer/inne/n beraten. Wenn du die Symbole anklickst, erfährst du, worüber diskutiert wird.
Einfach ist es nicht, all das durchzusetzen, was das Klima retten kann. Denn jedes Land hat auch eigene Interessen, die es nicht aufgeben möchte. Da geht es um Arbeitsplätze, die verloren gehen könnten, wenn man die Produktion verringert. Länder, die
wirtschaftlich gerade stark wachsen, wollen sich nicht von anderen vorschreiben lassen, dass sie mehr an den Klimaschutz als an das eigene Wohlergehen denken sollen.
Denn eine Politik zur Rettung des Klimas kommt bei vielen Menschen zwar gut an. Trotzdem sind sie nicht ohne weiteres bereit, selbst auf Verdienstmöglichkeiten oder Bequemlichkeit zu verzichten.
MenschJeder einzelne Mensch verbraucht
Energie: In den USA gehören beispielsweise Klimaanlagen und spritfressende Autos zum Alltag. Deshalb ist jeder US-
Bürger für etwa 20 Tonnen CO2 im Jahr verantwortlich. Dagegen "produziert" ein Bewohner Indiens im Durchschnitt nur eine Tonne CO2 pro Jahr. Deutschland liegt mit etwa zehn Tonnen pro Kopf im Mittelfeld. Würden wir nur soviel CO2 in die Luft blasen, wie die Erde verträgt, so stünden jedem Menschen nur etwa zwei Tonnen zu. Das bedeutet besonders in Industriestaaten: Jeder Einzelne muss Energie sparen, wo es nur geht.
BaumIn Südamerika, Afrika und Asien werden täglich viele Quadratkilometer Regenwald gerodet -
oft um Möbel oder Papier aus den Bäumen herzustellen. Die riesigen Regenwaldflächen sind aber notwendig, um schädliches CO2 in Sauerstoff umzuwandeln. Die Mengen, um die es dabei geht, sind wichtig für die gesamte Erde. Unter anderem deshalb muss der Regenwald geschützt werden.
FlugzeugNur etwa fünf Prozent der Menschen sind schon einmal geflogen. Diese
Minderheit wohnt hauptsächlich in Industrieländern. Der Schaden, den Flugzeugabgase dem Klima zufügen, wirkt aber weltweit und in der Höhe sind diese Abgase noch schädlicher als am Boden. Wenn es um Klimaschutz geht, müsste Fliegen verboten werden. Oder zumindest müsste Fliegen so teuer sein, dass die Menschen lieber mit der Bahn fahren.
KuhMethan ist eines der stärksten Treibhausgase und entsteht zum Beispiel in Rindermägen. Kühe fressen Heu – und produzieren beim Verdauen Methan. Rinderzucht verschärft damit den
Treibhauseffekt; auch die Haltung der Tiere und der Transport des Fleisches verbrauchen viel Energie, was wiederum die Atmosphäre belastet. Verringert werden können diese Belastungen nur, wenn die Menschen weniger Fleisch essen -
und wenn sie nicht auf Fleisch verzichten wollen, sollten sie nur solches essen, das nicht um die halbe Welt transportiert wurde.
AutoWer mit einem Sportwagen über die Autobahn braust, stößt etwa doppelt soviel CO2 aus wie der Fahrer eines Kleinwagens. Aber welcher Autofan träumt schon von einem kleinen Auto? Politik und Wirtschaft kämpfen verbissen darum, wie Klimaschutz und Autofahren zusammenpassen können: niedrigere
Steuern für Autos, die weniger Treibstoff verbrauchen; Benzin teurer machen, damit sich die Leute eher aufs Fahrrad, die Bahn oder die eigenen Füße besinnen; die Autoindustrie per
Gesetz zwingen, nur noch umweltfreundliche Autos zu bauen.
SonneÖl, Kohle und Gas sind die Energien, mit denen wir unser Leben täglich, stündlich und minütlich am Laufen halten. Sie sind erstens begrenzt, also irgendwann aufgebraucht und zweitens bei ihrer Verbrennung schädlich für das Klima -
zumindest in den Mengen, in denen wir Menschen sie verbrauchen. Deshalb appellieren viele Fachleute immer wieder, auf
erneuerbare Energien umzusteigen: Sonne, Wind, Wasserkraft und Erdwärme.