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Spezial

Politik spielt immer eine Rolle

Japan, Tokio. Zu sehen ist der Stadtteil Shinjuku. Die Aufnahme zeigt die Ostseite des Shinkuku Bahnhofs, das Einkaufs- und Vergnügungsviertel an der Shinjuku Subnade Straße und Leuchtreklame.

Einkaufsmeile in Tokio

Bei den Olympischen Spielen geht es, wie bei vielen großen Sportereignissen, immer auch um Politik. Bereits die Wahl der Olympiastadt hat mit Politik zu tun: Welches Land und welche Stadt erhält die Chance, sich mit Olympischen Spielen zu schmücken? Städte aus der ganzen Welt bewerben sich darum, Gastgeber der Olympischen Spiele zu sein.

Die Städte werden bekannter

Bei großen Sportwettbewerben können die Städte, in denen die Spiele stattfinden, viel Ruhm ernten. Die internationalen Medien stellen sie ins Rampenlicht und berichten viel. Die Städte und das ganze Land hoffen, einen Gewinn von dieser Aufmerksamkeit zu haben. Es kommen mehr Reisende, vielleicht finden später Veranstaltungen und Kongresse statt. Dann verdienen die Menschen, die dort leben und arbeiten, mehr Geld. Weil die Städte mit einem solchen großen Sportereignis viel Aufmerksamkeit erlangen können, werden die Bewerbungen mit großem Aufwand vorbereitet. Die Städte wollen zeigen, dass sie über gute Voraussetzungen verfügen, um große Wettbewerbe abzuhalten.

Infrastruktur

Bei großen Sportveranstaltungen muss die Politik dafür sorgen, dass die Städte gut vorbereitet sind, damit sich viele Menschen dort sicher aufhalten können. Es braucht ausreichende Übernachtungsmöglichkeiten, die Gäste müssen sich in der Stadt zurechtfinden und mit Bussen und Bahnen zum Stadion reisen können. Die Stadien und Sporthallen müssen in einem guten Zustand sein, damit die Menschen dort gefahrlos die Spiele verfolgen können. Viele Gastgeberländer und Gastgeberstädte geben viel Geld für den Ausbau der Infrastruktur aus. Allerdings gibt es auch immer wieder Kritik, wenn viele neu gebaute Sportstätten nach den Olympischen Spielen nicht mehr genutzt werden, manchmal sogar verfallen. Deswegen will das Internationale Olympische Komitee in Zukunft stärker als bisher auf Nachhaltigkeit bei den Bauten achten.

Engagement der Bürgerinnen und Bürger
Menschen in Tokio protestieren wegen der Corona-Pandemie gegen die Austragung der Olympischen Spiele.

Menschen in Tokio protestieren wegen der Corona-Pandemie gegen die Austragung der Olympischen Spiele.

Damit die Olympischen Spiele ein freudiges Sportfest werden, ist es wichtig, dass auch die Einwohner/-innen der Austragungsorte sich auf die Spiele freuen und die Teilnehmenden willkommen heißen. Doch das ist nicht immer so. Bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften gibt es oft Demonstrationen, bei denen Bürgerinnen und Bürger der Austragungsorten gegen die Veranstaltung protestieren. Sie beklagen die hohen Kosten der Veranstaltung und fordern, dass das Geld für andere Zwecke ausgegeben werden soll. Demonstrierende nutzen die weltweite Aufmerksamkeit auch, um auf Missstände im eigenen Land aufmerksam zu machen.

Auch in Japan gibt es Kritik aus der Bevölkerung. Viele Menschen fürchten eine Zunahme der Corona-Erkrankungen und fordern deshalb die Absage der Spiele. Kritik wird auch wegen der hohen Kosten der Spiele geäußert, die durch die Verschiebung der Spiele noch weiter gestiegen sind. Doch die politisch Verantwortlichen wollen die Spiele durchführen. Wegen der Corona-Situation in Tokio werden die Spiele allerdings ohne Zuschauer/-innen stattfinden.

Sport braucht Politik

Nicht nur bei sportlichen Höhepunkten wie den Olympischen Spielen gilt: Sport braucht die Politik! Damit viele Menschen Sport treiben können, sorgt der Staat dafür, dass es Sportplätze und Sporthallen gibt. Der Staat kümmert sich darum, dass in den Schulen Sportunterricht stattfindet. Und wenn die Corona-Pandemie es erlaubt, soll das auch bald wieder überall so sein. Der Staat unterstützt auch die Arbeit der Sportvereine und fördert den Leistungssport.

Sportunterricht in einer Schule. Kinder machen eine Rolle vorwärts beim Bodenturnen

Sportunterricht in einer Schule

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