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Sonntag, 23. Februar 2020
Bürgerschaftswahl in Hamburg am 23. Februar 2020

von und
Luftaufnahme vom Hamburger Rathaus und der Innenstadt

Rathaus und Innenstadt von Hamburg

Heute wird in Hamburg die Hamburgische Bürgerschaft gewählt. Das ist das Landesparlament von Hamburg. Hamburg ist ein sogenannter „Stadtstaat“. Das bedeutet, dass Hamburg sowohl eine Stadt als auch ein Bundesland ist.

Wer darf in Hamburg wählen?

Rund 1,3 Millionen Hamburgerinnen und Hamburger sind wahlberechtigt. Heute darf jede Person wählen, die

  • wer 16 Jahre alt ist,
  • die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt,
  • seit mindestens drei Monaten in Hamburg wohnt.


27.000 Wahlberechtige sind 16 und 17 Jahre alt. Das entspricht etwa 2% aller Wahlberechtigen. Dagegen sind über 17 Prozent der Wähler/innen über 70 Jahre alt.

Die Hamburger Bürgerschaft

Die Hamburger Bürgerschaft wird für fünf Jahre gewählt. Sie besteht aus mindestens 121 Abgeordneten. Diese Abgeordneten wählen die Erste Bürgermeisterin oder den Ersten Bürgermeister der Stadt. Sie oder er ist dann auch Ministerpräsident/in von Hamburg und vertritt den Stadtstaat im Bundesrat.

Die Wahl: bis zu 10 Stimmen abgeben

Jede Wählerin und jeder Wähler erhält zwei Stimmzettel. Mit dem einen Stimmzettel wählt man den Kandidaten seines Wahlkreises, mit dem anderen eine Partei. Auf jedem Stimmzettel darf er/sie bis zu fünf Stimmen abgeben.

Vorher schlau machen

Es stehen 15 Parteien oder Wahlvereinigungen zur Wahl. In den Parteiprogrammen steht, welche Pläne die Parteien für Hamburg haben. Die Wählerinnen und Wähler können dort lesen, was die Parteien zum Beispiel in der Schulpolitik planen oder auch welche Pläne es für die Polizei oder die Feuerwehr gibt. Dadurch weiß man, welche Partei am ehesten die eigenen Interessen vertritt.

Polizist auf einem Motorrad bei einer Übung vor den Messehallen in Hamburg

Auszählung der Stimmzettel

In einem Wahllokal können die Wählerinnen und Wähler am Sonntag von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr ihre Stimme abgeben. Danach werden die Wahllokale geschlossen und die Auszählung der Stimmen beginnt. Im Fernsehen und im Radio werden schon kurz nach 18.00 Uhr sogenannte Hochrechnungen vorgestellt. Das sind Voraussagen, wie die Wahl wohl ausgegangen ist. Sicher kann man sich aber erst sein, wenn der Landeswahlleiter das amtliche Endergebnis mitteilt.

Wahlen gehören zur Demokratie

Das Wahlrecht gehört untrennbar zur Demokratie. Die Menschen sollen selbst darüber entscheiden, wer die Regeln und Gesetze macht, die dann für alle gelten. Wenn die Menschen mit der Politik, die gemacht wird, nicht zufrieden sind, können sie beim nächsten Mal eine andere Wahl treffen.

Jede Stimme zählt!

Auch an diesem Sonntag ist das Wichtigste: Wählen gehen! Denn jede Stimme zählt – und wer nicht wählen geht, überlässt die Entscheidung darüber, wer in den nächsten Jahren in Hamburg regiert, anderen.

Illustration: Bundesländer

Illustration: Bundesländer

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