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Dienstag, 9. Juni 2020
Beerdigung von George Floyd und die Protestbewegung „Black Lives Matter“

von und
Auf einer Straße in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. wurde in großen gelben Buchstaben "Black Lives Matter" geschrieben.

Auf einer Straße in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. wurde in großen gelben Buchstaben "Black Lives Matter" geschrieben.

Am 9. Juni 2020 wurde George Floyd in Houston (USA) beerdigt. Am 25. Mai starb der Afro-Amerikaner Floyd während seiner Verhaftung in Minnesota, weil ein Polizist ihn gewaltsam erstickt hatte. In den folgenden Tagen gab es weitreichende Demonstrationen in verschiedenen Städten der USA und anderswo. Viele hunderttausend Menschen protestierten gegen die Gewalt durch Polizisten und gegen Rassismus. Sie forderten, dass Menschen nicht mehr wegen ihrer Hautfarbe Angst haben müssen vor Gewalt durch Polizisten, dass sie im Alltag nicht mehr gedemütigt und benachteiligt werden.

Black Lives Matter

Die Protestbewegung „Black Lives Matter“ hat viele Demonstrationen mit in Gang gesetzt. Auf Deutsch heißt dieser Name „Schwarze Leben zählen“ oder „Schwarze Leben sind wichtig“. Seit 2013 setzt sich diese Bewegung gegen Gewalt gegen schwarze Menschen und andere nicht-weiße Menschen (People of Color) ein.

6. Juni 2020: Demonstranten bei einer Protestkundgebung gegen Rassismus in Hamburg

6. Juni 2020: Demonstranten bei einer Protestkundgebung gegen Rassismus in Hamburg

Proteste zeigen Wirkung

Viele Menschen jeder Hautfarbe haben sich auf der ganzen Welt mit den Afro-Amerikanern solidarisiert. Sie wollen nicht weiter hinnehmen, dass die nicht-weißen Menschen in Amerika und anderswo ausgegrenzt und oft auch bedroht werden. Und ihre Proteste zeigen Erfolg. In Minneapolis wird die gesamte Polizeibehörde aufgelöst und neu aufgebaut. Und auch in New York wird es bei der Polizei weitreichende Veränderungen geben. In anderen Städten gibt es Pläne, Geld, das eigentlich für die Polizei vorgesehen war, an Organisationen zu geben, die sich um die Verbesserung der Lebensbedingungen von nicht-weißen Menschen kümmern.

Friedliche Kämpfer/innen gegen Rassismus

Der Kampf gegen Rassismus, Ausgrenzung und Benachteiligung von nicht-weißen Menschen dauert in den USA schon viele Jahre an. Besonders bekannt wurde Martin Luther King, der vor etwa 65 Jahren zu gewaltfreiem Widerstand gegen Rassismus aufrief. Berühmt ist auch Rosa Parks, eine schwarze Näherin, die sich 1955 weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen. Dazu wäre sie damals gesetzlich verpflichtet gewesen. Die damaligen Proteste gegen Unterdrückung und Diskriminierung führten dazu, dass Gesetze, die schwarze Menschen benachteiligten, abgeschafft wurden.

August 1965: Bürgerrechtler Rosa Parks und Martin Luther King (beide links) übergeben einen Preis an andere Freiheitskämper/innen.

August 1965: Bürgerrechtler Rosa Parks und Martin Luther King (beide links) übergeben einen Preis an andere Freiheitskämper/innen.

Hoffen auf eine gleichberechtigte Zukunft

Auch jetzt hoffen viele Menschen auf der ganzen Welt, dass Diskriminierung und Rassismus in der Gesellschaft verschwinden und die Polizeigewalt gegen nicht-weiße Menschen in Zukunft wie ein Verbrechen behandelt wird und die Täter bestraft werden. Nicht-weiße Menschen hoffen, dass sie in Zukunft nicht mehr wegen ihrer Hautfarbe benachteiligt werden. Denn vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich, egal welche Hautfarbe sie haben. Das gilt in den USA und auch bei uns in Deutschland.

Teilnehmer der Anti-Rassismus-Demonstration von Black Lives Matter in Köln am 6. Juni 2020. Auf dem Plakat steht geschrieben: "Wir sind alle gleich"

Teilnehmer der Anti-Rassismus-Demonstration von Black Lives Matter in Köln am 6. Juni 2020. Auf dem Plakat steht geschrieben: "Wir sind alle gleich"

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