Direkt zum Inhalt

Kalender

Kalender

Dienstag, 3. März 2020
Super Tuesday in den USA, 2020

von und
Hinweisschild für ein Wahllokal bei den Vorwahlen in South Carolina, USA

Hinweisschild für ein Wahllokal bei den Vorwahlen in South Carolina, USA

Wahljahr in den USA

Alle vier Jahre wird in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) ein neuer Präsident gewählt. Am 3. November 2020 ist es wieder soweit. Welche Kandidaten gegeneinander antreten werden, steht noch nicht fest. Darüber entscheiden die Wählerinnen und Wähler in jedem der 50 Bundesstaaten bei den sogenannten „Vorwahlen“.

Super Tuesday - Was ist so super an diesem Dienstag?
Heute, am 3. März 2020, finden wichtige Vorwahlen statt. Deswegen wird der heutige Dienstag auch „Super Tuesday“, also „super Dienstag“ genannt. Denn in 14 Bundesstaaten stimmen die Menschen darüber ab, welcher Kandidat oder welche Kandidatin als Präsidentschaftskandidat aufgestellt werden soll.
Wie funktionieren die US-Vorwahlen?
Vorwahlen gehören zum amerikanischen Wahlsystem. Sie finden in jedem Bundesstaat einige Monate vor der Präsidentschaftswahl statt.
Die Vorwahlen funktionieren je nach Bundesstaaten und Partei unterschiedlich:
Wer hat Chancen auf die Präsidentschaft?

Bisher wurde das Rennen um die Präsidentschaft immer zwischen den Kandidaten der beiden großen US-amerikanischen Parteien „Republikaner“ und „Demokraten“ entschieden. Für die „Republikaner“ wird wohl Amtsinhaber Donald Trump antreten. Es gibt aber auch in seiner Partei Gegenkandidaten, die bei den Vorwahlen gewählt werden können.
Wer Kandidat oder Kandidatin der „Demokraten“ sein wird, hängt vom Ergebnis der Vorwahlen ab. Diese Personen der „Demokraten“ haben die besten Aussichten, Kandidat/in ihrer Partei zum 46. Präsidenten der USA zu werden:

  • Joe Biden, ehemaliger Vizepräsident der USA unter Barack Obama
  • Michael Bloomberg, ehemaliger Bürgermeister der Stadt New York
  • Bernie Sanders, Senator des Bundesstaats Vermont
  • Elizabeth Warren, Senatorin des Bundesstaats Massachusetts


Außerdem gibt es einige unabhängige Kandidaten. Aber diese haben keine echte Chance, am 3. November 2020 von der Mehrheit der US-Amerikaner gewählt zu werden.

Fernsehduell am 19. Februar 2020: Bei der Fernsehübertragung werden Bilder der Kandidat/innen der Demokratischen Partei gezeigt.

Fernsehübertragung der Kandidat/innen der Demokratischen Partei beim Fernsehduell am 19. Februar 2020 für die Vorwahlen.

So geht’s nach den Vorwahlen weiter
Bei den Vorwahlen in jedem der 50 Bundesstaaten werden sogenannte Delegierte (also Abgesandte oder Vertreter) bestimmt. Die Delegierten wählen im Juli und August 2020 bei den großen Parteitagen der „Demokraten“ und der „Republikaner“ den endgültigen Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei.

Die Präsidentschaftswahl am 3. November 2020

Erst wählt das Volk…

Am Wahltag dürfen nur die Wahlberechtigen wählen gehen, die sich bereits in die Wählerliste eingetragen haben. Es dürfen also nur „registrierte“ Wähler darüber abstimmen, wer ins "Weiße Haus" einziehen soll. Wenn die Wahllokale geschlossen sind, werden in jedem Bundesstaat die Wählerstimmen ausgezählt. Dann steht fest, welcher Kandidat in dem Bundesstaat die Mehrheit bekommen hat.

...und dann sind die Delegierten an der Reihe

Die Delegierten müssen im Dezember so wählen, wie es die Mehrheit ihres Bundesstaates entschieden hat. Hier gilt – mit Ausnahme von zwei Staaten -, dass der Kandidat, der die meisten Wählerstimmen für seine Partei gewinnt, alle Wahlmännerstimmen dieses Staates bekommt. Wenn zum Beispiel in Florida 52% für Donald Trump und 48% für den Kandidaten der Demokraten gewählt haben, gehen alle Stimmen aus Florida an Trump.
Entscheidend ist also immer die Mehrheit in den Bundesstaaten und nicht die Mehrheit aller Stimmen in den gesamten USA. Deshalb leuchten auch im amerikanischen Fernsehen bei der Stimmenauszählung auf den großen Bildschirmen die Bundesstaaten auf. Wenn ein Bundesstaat blau aufleuchtet, heißt es, dass hier die Demokraten gewonnen haben, Rot zeigt eine Mehrheit für die Republikaner an.

Ein sehr altes Wahlystem
Das amerikanische Wahlsystem ist sehr alt. Es stammt aus dem Jahre 1789. Seit 1968 gab es immer wieder Versuche, das Wahlsystem zu erneuern, bisher allerdings ohne Erfolg. Es gibt vieles, was an diesem Wahlsystem kritisiert wird.

Noch mehr Infos auf HanisauLand

Spezial

USA

Mehr über die USA erfährst du im Länder-Spezial.

Lexikon

Mehrheitswahlrecht

Im Lexikon erklärt: Mehrheitswahlrecht