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Das Coronavirus und die Globalisierung

Die amerikanische Johns Hopkins Universität hat eine Karte erstellt, bei der täglich aktuelle Zahlen zu finden sind darüber, wie viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert sind und daran verstorben sind.

Die amerikanische Johns Hopkins Universität hat eine Karte erstellt, bei der täglich aktuelle Zahlen zu finden sind darüber, wie viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert sind und daran verstorben sind.

Viele Menschen fragen sich, ob die Globalisierung zur Ausbreitung der Corona-Pandemie beigetragen hat und welche Auswirkungen die Pandemie auf die weitere Globalisierung haben wird.

Ein Virus reist um die Welt

Sicher ist, dass die Globalisierung die schnelle Verbreitung des Virus gefördert hat. Waren werden um die halbe Welt verschickt, Geschäftsleute fliegen von Stadt zu Stadt, immer mehr Touristen reisen in weit entfernte Länder. Das alles hat zur schnellen Ausbreitung der Pandemie beigetragen. Im Mittelalter dauerte es viele Jahre, bis die Pest nach ihrem ersten Ausbruch in Asien Europa erreichte. Nur wenige Menschen machten sich zu dieser Zeit auf eine Reise, die monate- oder sogar jahrelang dauerte. Dagegen brauchte das Coronavirus nur wenige Wochen, um sich über den ganzen Globus zu verbreiten.

Die Länder der Welt sind miteinander verbunden, weil die Menschen reisen können.

Die Länder der Welt sind miteinander verbunden, weil die Menschen reisen können.

Bessere Möglichkeiten im Kampf gegen Corona

Die Globalisierung verbessert aber auch die Chancen zur Bekämpfung der Pandemie. Die Wissenschaft hat nur ein paar Wochen gebraucht, um das Virus zu erkennen und seine Wirkungsweise zu verstehen. Weltweit konnten Politiker/innen gewarnt und Maßnahmen zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung durchgeführt werden. Ein großer Vorteil der Globalisierung ist auch, dass Pandemien heute weniger Opfer fordern, weil die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler international zusammenarbeiten. Ergebnisse der Forschungen werden ausgetauscht und aktuelle Zahlen und Informationen innerhalb weniger Stunden im Internet veröffentlicht.

Die Zukunft der Globalisierung

Die Corona-Krise hat aber auch die Probleme der globalen Aufteilung der Arbeit sichtbar gemacht. Jetzt, da viele Ländergrenzen geschlossen sind und Waren aus fernen Ländern nicht mehr problemlos ihr Ziel erreichen, wird deutlich, wie abhängig moderne Staaten vom weltweiten Handel sind. In Deutschland selbst werden nicht so viele Produkte zur Bekämpfung des Virus produziert, wie wir tatsächlich brauchen. Wichtige Medikamente und medizinische Hilfsmittel wie Atemschutzmasken werden vor allem im Ausland hergestellt. Auch Teile von hochwertigen Wirtschaftsgütern wie Autos, die aus Kostengründen nicht in Deutschland hergestellt werden, fehlen für die Produktion. Es ist deshalb gut möglich, dass in der Zeit nach der Pandemie über manche Folgen der Globalisierung neu nachgedacht wird.

Über den Seehandel ist die Welt miteinander eng verbunden.

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