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Spezial

Die Paralympics 2021

Deutschland gegen Kasachstan im Sitzvolleyball. Beide Teams kämpfen um die Qualifikation für die Paralympics 2021

Deutschland gegen Kasachstan im Sitzvolleyball. Beide Teams kämpfen um die Qualifikation für die Paralympics 2021

Es geht sportlich weiter...

Nach den Olympischen Sommerspielen finden vom 24. August bis zum 5. September die 16. Paralympics oder auch "Paralympische Sommerspiele" statt. Die Paralympics sind die Olympischen Spiele für Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung. Auch die Paralympics werden in Tokio ausgetragen und starten wegen der Coronavirus-Pandemie ein Jahr verspätet.

Paralympischer Sport
Rollstuhlfechten bei den Paralympics 2012

Rollstuhlfechten bei den Paralympics 2012

Bei den Paralympics 2021 treten mehr als 4500 Athletinnen und Athleten aus 160 verschiedenen Ländern im Wettkampf gegeneinander an. So viele Sportler/innen haben noch nie zuvor an den Paralympics teilgenommen.
Auch die Sportarten sind vielfältiger geworden. In 540 Wettkämpfen und 23 Sportarten geben die Sportler/-innen ihr Bestes, um Medaillen, Rekorde und Ruhm zu erlangen. Die beiden Disziplinen Para-Badminton und Para-Taekwondo gehören in Tokio zum ersten Mal zum Wettkampfprogramm. Weitere paralympische Sportarten sind:
Boccia, Bogenschießen, 5er- und 7er-Fußball, Goalball, Judo, Gewichtheben, Leichtathletik, Parakanu, Radsport, Reiten, Rollstuhlbasketball, Rollstuhlfechten, Rollstuhlrugby, Rollstuhltennis, Rudern, Schießen, Schwimmen, Segeln, Sitzvolleyball sowie Tischtennis und Triathlon.

So funktioniert’s
Rollstuhl-Basketball bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro

Rollstuhl-Basketball bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro. Hier spielt das japanische gegen das kanadische Team.

Damit auch bei den Paralympischen Spielen alle Sportlerinnen und Sportler eine faire Chance auf den Sieg haben, werden sie in fünf Gruppen unterteilt. Es gibt folgende Gruppen: Blinde und Sehbehinderte, Spastisch Gelähmte, Rollstuhlfahrer und Querschnittsgelähmte, Amputierte und die Gruppe der anders körperlich Behinderten. Einige Sportarten werden nur für Behinderte aus einer Gruppe angeboten. Judo ist zum Beispiel nur für Sehbehinderte zugelassen und Rollstuhl-Basketball nur für Rollstuhlfahrer/-innen. Goalball spielen nur sehbehinderte Athletinnen und Athleten. Im Inneren des Balls befindet sich dann eine Glocke, so dass die Sportler/-innen hören, wo sich der Klingelball befindet. Ziel ist es, den Ball ins gegnerische Tor zu rollen. Bei manchen Sportarten sind die Regeln anders als bei den Olympischen Spielen. So liegen zum Beispiel beim Gewichtheben die Sportlerinnen und Sportler auf einer Bank, da sie die Gewichte nicht im Stehen in die Höhe reißen können.

Kurzer Rückblick
Die undatierte Aufnahme zeigt den Arzt Ludwig Guttmann (vorne rechts).  Guttmann gilt als Vordenker der Paralympics. Er entwickelte die Idee der Sportwettkämpfe für Querschnittsgelähmte im englischen Ort Stoke Mandeville.

Der Arzt Ludwig Guttmann gilt als Vordenker der Paralympics.

Die ersten Olympischen Sommerspiele für Menschen mit Behinderung fanden 1960 in Rom statt. Seitdem starten sie etwa zwei Wochen nach dem Ende der Olympischen Spiele am gleichen Austragungsort. 1976 gab es in Schweden die ersten paralympischen Winterspiele.
Sportliche Wettkämpfe für Menschen mit Behinderung wurden auch schon vor den ersten Paralympics ausgetragen. Dafür hat sich unter anderem der Arzt Ludwig Guttmann eingesetzt. Er hatte herausgefunden, dass Sport Menschen mit einer körperlichen Behinderung nicht nur körperlich, sondern auch seelisch gut tut. Daher veranstaltete er 1948 in der Nähe von London die „Stoke Mandeville Rollstuhl Spiele“. Aus dieser Idee entwickelten sich im Laufe der Jahre die Olympischen Spiele für behinderte Menschen.

Woher kommt der Name Paralympics?

Erst seit 1988 werden die Olympischen Spiele für Menschen mit Behinderung "Paralympics" oder "Paralympische Spiele" genannt. Woher dieser Name kommt, ist nicht ganz klar. Manche Menschen meinen, dass "Paralympics" vom englischen Wort "paralysis" kommt, was "Lähmung" bedeutet. Wahrscheinlich geht der Name aber auf das griechische Wort "para" zurück, das heißt "sich anschließen", in diesem Fall "sich den Olympischen Spielen anschließend".

Die deutsche Leichtathletin Vanessa Low beim Weitsprung während der Paralympics in Rio de Janeiro 2016.

Die deutsche Leichtathletin Vanessa Low beim Weitsprung während der Paralympics in Rio de Janeiro 2016.

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