Im Mittelmeer, zwischen Europa und Afrika, liegt die Insel
Malta, das südlichste und kleinste Mitgliedsland
Europas. Zu Malta gehören noch fünf andere Inseln: Gozo, Comino, Cominotto, Fifla und St. Paul’s
Island. Mit ihren 246 m² würde die Insel Malta dreimal in die Stadt
Berlin hineinpassaen. Seit Mai 2004 gehört Malta zur
Europäischen Union und seit dem
1. Januar 2008 bezahlt man mit dem Euro.
Angst um die UnabhängigkeitDas fand knapp die Hälfte der Einwohner Maltas, die MalteserInnen, zuerst nicht so gut. Sie hatten Angst um die Unabhängigkeit ihres Landes. Kein Wunder: Die Malteser wurden in den vergangenen Jahrhunderten eigentlich fast immer von fremden Ländern regiert: Das Sagen auf der Insel hatten zum Beispiel die Araber, die
Franzosen, die Ritter des Johanniterordens und die
Engländer.
Eine englische KolonieBevor Malta 1974 eine eigenständige
Republik wurde, war die Insel eine englische Kolonie. Das ist auch heute noch gut zu erkennen. Genau wie in Großbritannien, fahren auch die Malteser mit ihren Autos auf der linken Straßenseite und überall stehen die roten, typisch englischen Telefonhäuschen.
Viele Anläufe zur UnabhängigkeitDie Nationalfeiertage, die auf Malta gefeiert werden, zeigen, dass die Menschen auf den Inseln immer wieder versucht haben, von den Engländern unabhängig zu werden. Am
31. März erinnern sich die Malteser an das Jahr 1979, als die letzten britischen
Soldaten die Insel verließen. Am
7. Juni feiern sie einen Aufstand der Arbeiter gegen die britische
Regierung – auch wenn der nicht zur Unabhängigkeit geführt hat. Die wichtigsten Nationalfeiertage sind aber der
21. September und der
13. Dezember. Im September gedenken die Malteser des Endes der britischen Herrschaft und im Dezember feiern sie die Geburtsstunde der Republik Malta, die zum ersten Mal von einem maltesischen
Präsidenten regiert wurde.
Feierfreudiges VolkNeben den Nationalfeiertagen gibt es noch viele andere Feiertage auf Malta. Alle werden ordentlich gefeiert – mit Paraden, Musikkapellen und Feuerwerken.
SprachvielfaltAuf Malta gibt es zwei Sprachen: Englisch und Malti. Englisch ist die Sprache der Behörden und Malti, die Landessprache der Malteser. In der maltesischen Sprache gibt es viele Lehnwörter. Das sind Wörter, die eigentlich zu einer anderen Sprache gehören. Sie stammen aus dem
Spanischen, dem Französischen, dem Englischen und dem
Italienischen. Solche Wörter sind auch ein Zeichen dafür, dass Malta so lange von Fremden regiert wurde. Für fast alle Dinge gibt es zwei Bezeichnungen – eine auf Englisch und eine auf Malti.
Beliebtes Touristenziel
Hafen von Valetta auf Malta
© AP Photos
Heute ist Malta zwar unabhängig, aber in den Sommermonaten trotzdem ständig besetzt. Zu Tausenden kommen die Touristen auf die Felseninsel. Sie lieben den roten Sand, die schwarzen Felsen und vor allem das türkisblaue und kristallklare Wasser, das die Klippen umspült. Dort kannst du fantastisch tauchen und schnorcheln.