Drei Mal im Jahr feiern die Litauerinnen und Litauer ihre Nationalfeiertage. Jeder der drei Tage ist auf seine Art bedeutend und steht für die vielfältige die
litauische Geschichte.
Ein altes KönigreichAm
6. Juni gedenken die Litauerinnen und Litauer der Gründung des ersten litauischen
Staates im Jahr 1253 – also 760 Jahren. Damals vereinigte der Großfürst Mindaugas die vielen kleinen litauischen Fürstentümer zum Königreich Litauen und ließ sich selbst zum
König dieses neugegründeten Reiches krönen. König Mindaugas war der erste und einzige König, den Litauen jemals hatte. Er regierte das Land 10 Jahre lang.
Langer Weg zur UnabhängigkeitVor etwa 400 Jahren gehörte Litauen zu
Polen und rund 200 Jahre später zu
Russland. Am
16. Februar 1918 erklärte Litauen seine Unabhängigkeit und wurde für 20 Jahre wieder ein eigenständiger Staat. 1940 verloren die Litauer ihre Unabhängigkeit wieder, als ihr Land im
Krieg von sowjetischen
Soldaten besetzt wurde. Noch heute feiern die Litauer am 16. Februar ihre vorübergehende Unabhängigkeit mit einem Nationalfeiertag.
Lossagung von der SowjetunionDer dritte Nationalfeiertag erinnert an die Ausrufung der Unabhängigkeit am
11. März 1990. Nach den ersten freien
Wahlen im Februar 1990 erklärte das gewählte
Parlament Litauens, dass die
Verfassung der Sowjetunion für das Land nicht mehr gelte. Es wählte einen eigenen Vorgesetzten und legte den neuen Staatsnamen „
Republik Litauen“ fest. Am 11. März erklärte sich Litauen für unabhängig von der Sowjetunion.
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