Im
Griechischen bedeutet das Wort die "Lehre von den Ideen". Bis ins 19. Jahrhundert war "Ideologie" eine Bezeichnung für die Wissenschaft, die sich mit der Entstehung und Entwicklung von geistesgeschichtlichen und philosophischen Ideen befasst. Im heutigen Sprachgebrauch steht der Begriff dagegen für sogenannte Weltanschauungen, die vorgeben, für alle
gesellschaftlichen Probleme die richtige Lösung zu haben. Menschen, die solche weltanschaulichen Ideen oftmals starr und einseitig vertreten, nennt man "Ideologen". Aber es gibt auch
Staaten, die ideologisch handeln. Die Herrschenden wollen dann die Gesellschaft nach ihren Vorstellungen und Ansichten gestalten und lassen keine anderen Meinungen zu. Dies war zum Beispiel in den
kommunistischen Staaten der Fall. Die Menschen konnten dort nicht frei entscheiden, wie sie leben wollten, sondern die herrschende
Partei gab das vor. Das ganze Leben war "ideologisiert", das heißt, es hatte sich der kommunistischen Weltanschauung unterzuordnen. Alles wurde danach beurteilt, ob es in die Weltanschauung passte.
Auch der
Nationalsozialismus war eine Ideologie, die von den
Bürgern die totale Unterordnung forderte und jeden verfolgte und bestrafte, der sich gegen diese Weltanschauung stellte.