Dieses aus dem Lateinischen stammende Wort bezeichnet das Streben von
Staaten, ihre Macht weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus auszudehnen. Das kann dadurch erfolgen, dass schwächere Länder gezielt
politisch,
wirtschaftlich,
kulturell oder mit anderen Methoden beeinflusst und vom stärkeren Land abhängig gemacht werden. Manchmal führt auch ein stärkeres Land direkt einen
Krieg gegen ein schwächeres Land, um die Kontrolle über dieses Land zu erreichen. Als Zeitalter des klassischen Imperialismus gilt der Zeitraum zwischen 1880 und 1918. Damals teilten die Kolonialmächte die Gebiete Afrikas und Asiens, die noch keine
Kolonien waren, unter sich auf. Zu den alten
europäischen Kolonialmächten kamen jetzt auch
Deutschland und
Italien sowie die
USA und
Japan hinzu. Die beherrschten Gebiete dienten den Kolonialmächten als Lieferanten für
Rohstoffe. Sie waren zugleich aber auch wichtig als Absatzmärkte für die Produkte, die in den Kolonialstaaten hergestellt wurden.
Gerd Schneider/ Christiane Toyka-Seid