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Samstag, 4. April
Max und Moritz veröffentlicht, 1865

von und

Der Beginn der Geschichte in einem Exemplar der Erstausgabe von «Max und Moritz». Der Text lautet: Ach, was muss man oft von bösen Kinder hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen.

Berühmt und berüchtigt

Mit diesem Vers, den ihr hier im Bild und in der Bildunterschrift lesen könnt, beginnt eine berühmte Geschichte über zwei Jungs, die anderen Leuten eine Menge Ärger bereiten und denen es dann selbst ans Leder geht. Max und Moritz, "diese beiden", könnten heute, wenn sie nicht in der Getreidemühle gelandet wären, ihren 161. Geburtstag feiern. Denn am 4. April 1865 wurde das Buch ”Max und Moritz– Eine Bubengeschichte in sieben Streichen” veröffentlicht. Dass dabei gleich die zweite Zeile mit einem Schreibfehler anfing (ihr habt es sicher gemerkt), störte offenbar niemanden.

Eine gar nicht brave Kindergeschichte

Der „Vater“ von Max und Moritz war Wilhelm Busch, der am 14. April 1832 in Wiedensahl im damaligen Königreich Hannover (heute gehört das kleine Örtchen zu Niedersachsen) geboren wurde. Busch hat mit den beiden Knaben eine ganz neue Art von Bilderbuch geschaffen. Heute würde man das wohl einen Comic nennen. Frech und aufmüpfig waren seine beiden Helden. Und die kleinen Geschichten, die Wilhelm Busch über Max und Moritz erzählte, waren so ganz anders als das, was man zu dieser Zeit sonst Kindern erzählte. Es ging hie rnicht, wie in vielen Kinderbüchern damals, um Erziehung. Wilhelm Busch machte sich vielmehr einen Spaß daraus, die Erwachsenen aufs Korn zu nehmen und den Besserwissern einen Spiegel vorzuhalten.

Die undatierte Aufnahme zeigt, den deutschen Dichter und Zeichner Wilhelm Busch mit seiner Familie.

Der Dichter Wilhelm Busch mit seiner Familie.

Auch noch heute lustig

Auch noch mehr als 100 Jahre nach ihrer „Geburt“ macht es Spaß, die Streiche von Max und Moritz zu lesen. Kein Wunder, dass die Geschichte in 200 Sprachen übersetzt ist. Und wenn du zufällig Max oder Moritz heißt, haben deine Eltern bei der Namenssuche vielleicht auch hin und wieder an die beiden Nervensägen gedacht...