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Samstag, 26. September
Erstes Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche, 1970

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Eine junge Frau und ein junger Mann sitzen an einem Schreibtisch und telefonieren.

Zwei Jugendliche beraten beim Sorgentelefon des Kinderschutzbunds München im Jahr 2002.

Hast du schon mal etwas von der Nummer gegen Kummer gehört? Kinder und Jugendliche können dort umsonst anrufen, um über Sorgen zu sprechen. Heute vor 56 Jahren ging der erste Anruf beim Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche in Köln ein. Das hatten drei Mitglieder des Deutschen Kinderschutzbunds gegründet. Das Sorgentelefon sollte eine Möglichkeit für Kinder und Jugendliche sein, über ihre Gedanken, Sorgen und Probleme zu sprechen.

Die Anfänge des Kinder- und Jugendtelefons

Helga Becker, Inke Beyer und Harry Christ waren damals beim Kinderschutzbund in Köln aktiv. Dort bekamen sie mit, dass manche Kinder und Jugendliche große Angst vor den Zeugnisnoten hatten, aber mit niemanden darüber sprechen konnten. Ihnen kam eine Idee: Ein Kinder- und Jugendtelefon, das für alle rund um die Uhr erreichbar sein sollte. Also bastelten sie Plakate, schrieben darauf ihre eigenen Telefonnummern und hängten sie an Schulen in Köln auf. Die Idee ging auf: Am 26. September 1970 rief zum ersten Mal ein junger Mensch beim Kinder- und Jugendtelefon an. Danach gingen fast 800 Anrufe im Jahr ein. Die Themen waren ganz unterschiedlich: Von Liebeskummer über Schulstress bis hin zu Familienproblemen war alles mit dabei.

Die Nummer gegen Kummer heute

Heute sind die Kinder- und Jugendtelefone in ganz Deutschland unter der „Nummer gegen Kummer“ vereint. Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland können 

  • von Montag bis Samstag
  • von 14 bis 20 Uhr
  • unter der 116 111 anrufen
  • und mit ausgebildeten Menschen sprechen.
  • Die Gespräche sind vertraulich, nichts wird weitergegeben.

In den letzten 45 Jahren haben dort schon über 5,4 Millionen Beratungen stattgefunden. Eins ist gleichgeblieben: Die Menschen, die dort am Telefon sitzen, machen das ehrenamtlich. Sie bekommen also kein Geld dafür. Im Gegensatz zu früher werden sie aber für ihre Rolle ausgebildet.


5 Fakten zur Nummer gegen Kummer

  • Die Nummer ist für alle da, egal wie schlimm oder nicht schlimm man ein Problem einschätzt.
  • Das Angebot ist kostenlos, vertraulich und anonym. Die Berater/-innen wissen nicht, wer du bist.
  • Es gibt auch eine Online-Beratung zum Chatten für alle, die nicht gerne telefonieren.
  • Samstags gibt es eine Beratung mit jungen Beraterinnen und Beratern.
  • Die Nummer gegen Kummer hat auch ein Elterntelefon, denn auch Erwachsene brauchen mal jemanden zum Reden.


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