Stell dir vor, an deiner Schule gäbe es gar keine Lehrkräfte mehr. Wie würde der Unterricht aussehen? Was würde dir fehlen?
Empfehlungen für alle Länder
Lehrerinnen und Lehrer sind wichtig, damit du gut lernen kannst. Sie begleiten dich beim Aufwachsen und sind Ansprechpersonen für schulische und persönliche Fragen. Deshalb macht der Welttag der Lehrerinnen und Lehrer darauf aufmerksam, wie wichtig und herausfordernd der Beruf sein kann. Der Welttag wird seit 1994 jedes Jahr am 5. Oktober gefeiert und erinnert an die „Empfehlung über die Stellung der Lehrer“ von 1966. Das ist ein langes Dokument der UN-Organisation UNESCO und der Internationalen Arbeitsorganisation.
Bild vergrößern © Stefan Eling
Schule soll dir helfen, zu lernen und zu wachsen. Das ist dein Kinderrecht.
Darin stehen Rechte und Pflichten von Lehrkräften: zum Beispiel das Recht auf sichere, gut ausgestattete Schulen zum Unterrichten und dass Lehrkräfte sich weiterbilden und auf dem neuesten Stand bleiben sollen. In dem Dokument sind auch Empfehlungen für die Ausbildung von Lehrkräften und die Bedingungen in den Klassenzimmern festgehalten. Diese Empfehlungen sind das mindeste, was alle Länder umsetzen sollten.
Neue Herausforderungen für Lehrkräfte
Das Dokument von 1966 ist schon älter. Im Jahr 2024 haben Expertinnen und Experten deshalb beschlossen, eine neue Version zu schreiben. Lehrkräfte stehen vor vielen Herausforderungen, die es früher noch nicht so gab wie heute. Dazu gehören digitale Medien, der Klimawandel und Bildung in Kriegsgebieten. Regierungen, Organisationen und die Gesellschaft werden dazu aufgefordert, Lehrkräfte in ihrem Umgang mit diesen Herausforderungen zu unterstützen.
Das ist ein Kinderrecht. Dazu gehört auch, dass Länder Lehrkräfte gut ausbilden und dass es genug Lehrerinnen und Lehrer gibt. Denn wie gut Bildung ist, hängt stark von den Lehrkräften ab. Im Kinderrechte-Spezial kannst du zum Recht auf Bildung und anderen Rechten für deine Entwicklung nachlesen.