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Montag, 31. August 2020
Geburtstag von Maria Montessori

von und
Die italienische Pädagogin und Ärztin Maria Montessori wird während des 8. Internationalen Montessori-Kongresses am 22. August 1949 in San Remo in Italien von der indischen Delegation ehrfurchtsvoll mit Handkuss begrüßt.

Maria Montessori

Montessori-Schulen und Montessori-Kindergärten kennen heute viele Menschen. Vielleicht besuchst du sogar so eine Schule. Benannt sind die Einrichtungen nach der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori.

Erste Ideen

Maria Montessori wurde heute vor 150 Jahren, am 31. August 1870, geboren. Nach der Schulzeit studierte sie zunächst Naturwissenschaften. Später kam noch Medizin dazu, denn Montessori wollte als Ärztin arbeiten. Schon als Studentin interessierte sie sich besonders für die Arbeit mit Kindern. Als Mitarbeiterin in einer Kinderpsychiatrie suchte sie nach Möglichkeiten, Kindern mit einer geistigen Behinderung beim Lernen zu helfen. Die Erfahrungen in der Arbeit mit den Kindern haben sie sehr beeindruckt. So entwickelte sie ihre erste Ideen und Methoden zur Erziehung und Bildung.

Interesse der Politik geweckt

Montessoris Vorschläge kamen gut an: Der damalige Erziehungsminister beauftragte sie, einen Kurs darüber abzuhalten, wie Kinder mit einer geistigen Behinderung lernen können. Ein wenig später konnte sie schon die Eröffnung eines Heilpädagogischen Instituts verkünden. Zur Direktorin wurde Maria Montessori bestimmt. Die Ärztin Montessori war sehr engagiert. Sie entwickelte auch Materialien zum Sprach- und Mathematikunterricht. Und weil sie selbst immer weiter lernen wollte, ging sie nach einigen Jahren wieder zurück zur Universität – um selbst zu studieren, aber auch, um als Professorin andere zu unterrichten.

Die Montessori-Methode

Mit 36 Jahren eröffnete Montessori ein eigenes Kinderhaus („Casa dei Bambini“) in Rom. Kinder aus armen Familien besuchten die Tagesstätte und wurden mit Liebe und Zuwendung behandelt. Die Forscherin erarbeitete eine Erziehungsmethode, die ein neues Bildungskonzept war: die Montessori-Methode. Dabei steht das Kind im Mittelpunkt, das zu einem selbstständigen Menschen erzogen werden muss. Dies setzt voraus, dass es Lehrerinnen und Lehrer hat, die es in besonderer Weise fördern. Montessori war es wichtig, die Eigeninitiative, Neugierde und Spontaneität der Kinder anzuregen. Diese Idee war damals neu und sehr außergewöhnlich. Die Montessori-Methode wurde 1924 an italienischen Schulen eingeführt und auch in anderen Ländern wuchs das Interesse an Montessoris Arbeit.

Um 1925: Kinder machen Zählübungen im Montessori-Kindergarten

Maria Montessori Kindergarten 1925



Am 6. Mai 1952 verstarb Maria Montessori in den Niederlanden. Ihre Methode für eine bessere Erziehung und Bildung ist heute sehr modern und aus dem pädagogischen Alltag nicht wegzudenken. Weltweit wird Montessoris Bildungskonzept in Schulen und Kindergärten umgesetzt.

Maria Montessori-Grundschule

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