Direkt zum Inhalt

Kalender

Kalender

Samstag, 4. April 2020
Max und Moritz veröffentlicht, 1865

von und

Erstausgabe von «Max und Moritz»

"Ach, was muss man doch von bösen Kindern hören und lesen!..."

Berühmt und berüchtigt

Mit diesem Vers beginnt eine der berühmtesten deutschen Geschichten über zwei Jungs, die eine Menge Ärger bereiteten – ihrem Lehrer, einer Witwe, Hühnern - und denen es dann selbst ans Leder ging. Ihr wisst, wen wir meinen, oder? Max und Moritz, jawohl, sie könnten heute, wenn sie nicht in der Getreidemühle gelandet wären, ihren 155. Geburtstag feiern. Denn am 4. April 1865 wurde das Werk ”Max und Moritz– Eine Bubengeschichte in sieben Streichen” veröffentlicht.

Eine gar nicht brave Kindergeschichte

Der „Vater“ von Max und Moritz war Wilhelm Busch und er hat mit diesen beiden Knaben eine ganz neue Art von Bilderbuch geschaffen. Einen Comic, würde man vielleicht heute sagen, frech und aufmüpfig und so ganz anders als die braven Geschichten, die im 19. Jahrhundert den Kleinen erzählt wurden. Wilhelm Busch wollte nicht, wie der Struwwelpeter, der 18 Jahre vorher geschrieben wurde, die Kinder erziehen, ihnen Angst machen. Er machte sich vielmehr einen Spaß daraus, die Erwachsenen aufs Korn zu nehmen und den Spießern, Besserwissern und Dummschwätzern, die es auch früher schon hier und da gab, einen Spiegel vorzuhalten.

Die undatierte Aufnahme zeigt, den deutschen Dichter und Zeichner Wilhelm Busch mit seiner Familie.

Wilhelm Busch mit seiner Familie

Auch noch heute lustig

Auch noch mehr als 100 Jahren nach ihrer „Geburt“ macht es Spaß, die Streiche von Max und Moritz zu lesen. Kein Wunder also, dass die Geschichte in 200 Sprachen übersetzt ist. Und wenn ihr zufällig Max oder Moritz heißt, haben eure Eltern bei der Namenssuche vielleicht auch hin und wieder an die beiden Nervensägen gedacht...

Über weise Lehren nur gelacht

Der Vers, den wir oben zitiert haben, geht übrigens so weiter: „...Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen; die anstatt durch weise Lehren sich zum Guten zu bekehren, oftmals noch darüber lachten und sich heimlich lustig machten." Wir wollen natürlich hoffen, dass ihr euch NIE über unsere Lehren lustig macht!!!!!!!!!!!!!!!

Noch mehr Infos auf HanisauLand