"Die kleine Meerjungfrau", "Das hässliche Entlein", "Däumelinchen", "Die Prinzessin auf der Erbse" oder "Des Kaisers neue Kleider" – diese Märchen kennt ihr bestimmt. Ausgedacht hat sie sich Hans Christian Andersen, der heute vor 221 Jahren, am 2. April 1805, in der Stadt Odense in Dänemark geboren wurde. Insgesamt über 150 Märchen, die er geschrieben hat, haben den Dichter schon zu Lebzeiten berühmt gemacht.
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Das "Däumelinchen' von Hans Christian Andersen auf einer Zeichnung von 1851.
Ein Mann mit vielen Begabungen
Hans Christian Andersen hat nicht nur Märchen geschrieben. Schon vorher hat er als Sänger, Balletttänzer und als Schauspieler an einem Theater in Kopenhagen sein Geld verdient. Und er hat Gedichte geschrieben, die ihn sehr bekannt gemacht haben.
Großzügige Förderer
Andersen stammte aus sehr ärmlichen Verhältnissen. Seine Schul- und Universitätsausbildung, aber auch seine späteren Reisen verdankte er einigen Wohltätern. Der dänische König Friedrich der VI. wurde zum Beispiel im Kopenhagener Theater auf Andersen und sein Talent aufmerksam und förderte ihn.
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Eine Sonderbriefmarke der Deutschen Post zum 200. Geburtstag von Hans Christian Andersen.
Märchen für Groß und Klein
Seine ersten Märchenbücher veröffentlichte Andersen 1835. Zunächst hat er vor allem für Kinder erzählt. Später erkannte er, dass Märchen nicht nur von Kindern, sondern auch von Erwachsenen geliebt werden. Von da an schrieb er „Märchen für alle“. Denn nicht nur junge Menschen sollten an seinen Phantasien teilhaben. Noch heute lieben junge und alte Leserinnen und Leser seine Geschichten.
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Eine Szene aus der Märchenschau "200 Jahre Hans Christian Andersen". Die Zirkusshow wurde 2004 zum 200. Geburtsjahr des großen dänischen Märchenerzählers in Bremerhaven aufgeführt.