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Freitag, 11. Dezember 2020
Geburtstag von Robert Koch

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Das Denkmal des Mediziners Robert Koch steht vor dem Gebäude des Krankenhauses "Charité" in Berlin.

Das Denkmal des Mediziners Robert Koch steht vor dem Gebäude des Krankenhauses "Charité" in Berlin.

Robert Koch wurde heute vor 177 Jahren, am 11. Dezember 1843, im Harz geboren. Er hatte 12 Geschwister. Sein Vater war Bergmann. Robert studierte Medizin und wurde schon mit 23 Jahren Arzt. Danach arbeitete er an verschiedenen Orten, unter anderem als Landarzt und in Krankenstationen der Armee.

Ein junger Arzt macht eine Entdeckung

Robert Koch interessierte sich schon früh für ansteckende Krankheiten, die auch in seiner Arztpraxis auftraten. Mit 33 Jahren gelang ihm eine sensationelle Entdeckung: Er konnte als Erster nachweisen, dass ein winziger Erreger, ein so genannter Mikroorganismus, eine Infektionskrankheit auslöst. Die Krankheit, bei der ihm diese Entdeckung gelang, heißt Milzbrand und ist für Menschen und Tiere sehr gefährlich.

Der Kampf gegen die "Weiße Pest"

Mit der Entdeckung des Milzbranderregers hatte sich Robert Koch einen Namen unter den deutschen Medizinern gemacht. 1880 wurde er an das Kaiserliche Gesundheitsamt in Berlin berufen. Dort gelang ihm zwei Jahre später eine Entdeckung, die ihn schlagartig über Deutschland hinaus bekannt machte.
Diese Entdeckung war der Nachweis des Tuberkulose-Bakteriums. Damals starb einer von sieben Menschen an dieser gefährlichen Krankheit, die als "Weiße Pest" bezeichnet wurde. Der Name erinnerte an die Pest, eine Seuche, die im Mittelalter viele tausend Menschen getötet hatte. Robert Koch konnte zeigen, wie ein Bakterium die Krankheit übertrug. Die Suche nach einer Heilungsmöglichkeit für die Krankheit, die vor allem jüngere Menschen tötete, beschäftigte Robert Koch in seinem ganzen weiteren Leben. 1905 bekam er für die Entdeckung des Erregers den Nobelpreis für Medizin verliehen.

Robert Koch sitzt 1891 inmitten von jungen Forschern, die bei ihm Bakteriologie (Wissenschaft über Bakterien) studiert haben. Nur Männer sind auf dem Bild zu sehen - erst neun Jahre später konnte die erste Frau an einer deutschen Universität ihr Studium beginnen.

Robert Koch sitzt 1891 inmitten von jungen Forschern, die bei ihm Bakteriologie (Wissenschaft über Bakterien) studiert haben. Nur Männer sind auf dem Bild zu sehen - erst neun Jahre später konnte die erste Frau an einer deutschen Universität ihr Studium beginnen.

Ein Institut für ansteckende Krankheiten

Robert Koch wurde zu einem der berühmtesten Mediziner weltweit. In seinen Laboren entstanden an Mikroskopen eine ganz neue Art der Medizin, die Bakteriologie. Wenige Jahre nach der Entdeckung des Tuberkulose-Erregers gelang ihm auch noch der Nachweis der Übertragung der Cholera durch winzige Erreger. Die Cholera war in dieser Zeit die am meisten gefürchtete ansteckende Krankheit. Immer wieder fielen ihr viele tausend Menschen zum Opfer. Robert Koch erhielt ein eigenes Forschungsinstitut für seine Arbeit in Berlin. Das war das "Königlich Preußische Institut für Infektionskrankheiten". Viele seiner Mitarbeiter und Schüler wurden selbst berühmte Mediziner. Jedes Jahr unternahm Koch mit einem Forschungsteam mehrmonatige Expeditionen in alle Welt, um Tropenkrankheiten zu erforschen.

Das "Robert-Koch-Institut"

1900 erhielt Robert Kochs Institut in Berlin ein eigenes großes Gebäude. Dort gab es sogar Ställe für Pferde, Kamele und andere Tiere, die dort für medizinische Forschungen gehalten wurden. Als Robert Koch am 27. Mai 1910 starb, wurde seine Urne in einem eigens für ihn errichteten Mausoleum in seinem Institut beigesetzt. 1912 wurde das Institut umbenannt in Königlich-Preußisches Institut für Infektionskrankheiten "Robert Koch". 1942 erhielt es den Namen "Robert-Koch-Institut". Die wichtigsten Aufgaben des Instituts heute sind die Bekämpfung von Infektionskrankheiten und die Beobachtung der Gesundheitsentwicklung der Bevölkerung in Deutschland.

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