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Bücher

Geheimname Eisvogel
Liz Kessler, Inka Löwendorf (Sprecherin), Natalia Belitski (Sprecherin), Simona Pahl (Sprecherin), Benito Bause (Sprecher)

Zwei Mädchen mit Mänteln und Koffern halten sich an der Hand und laufen in eine Stadt hinein. In der Luft fliegen zwei Propellerflugzeuge.

Verlag:
argon digital
Erscheinungsjahr:
2025
Altersempfehlung:
empfohlen ab 14 Jahren
Seitenzahl:
479 Seiten
Stiftung Lesen Empfohlen durch die Stiftung Lesen.

Es ist das Jahr 1942, die jüdischen Schwestern Mila und Hannie fliehen. Ihre geliebte Heimat Amersfoort lassen sie hinter sich. Ihre Eltern bleiben zurück, sie werden bereits von Nazis auf Schritt und Tritt überwacht. Mila und Hannie kommen bei Freunden auf dem Land unter. Während sich Mila bemüht, unauffällig zu sein, strotzt Hannie vor Tatendrang und tritt dem Widerstand bei. Das geht nicht lange gut.
Schnitt: Gegenwart.

Liv, gerade in die 8. Klasse gekommen, ist enttäuscht. Sie und Karly waren unzertrennlich, jetzt lässt Karly Liv mit dem Projekt für Geschichte – Familienstammbaum – allein. Liv widmet sich alten Briefe ihrer Großtante, einer … Hannie. Doch ihre Großmutter Mimi will nichts davon hören. Bis die Vergangenheit beiden einen Besuch abstattet.

Eine Geschichte, vier Blickwinkel: Abwechselnd erzählen Mila, Hannie und eine dritte Person von ihren Erlebnissen in den Niederlanden unter dem menschenverachtenden Regiment der Nationalsozialisten. In der anderen Zeitschiene lüftet Liv – zunächst zufällig, dann aus eigenem Interesse – das Schweigen über Hannies Erlebnisse und lässt jugendliche Lesende miterleben, wie schmerzhaft, hindernisreich, aber auch wertvoll und für das jetzige Leben stärkend die Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte sein kann. Der Roman lässt in ehrlichen und drastischen Szenen nachvollziehen, wie sich vergangene Schicksale und unsere heutigen berühren können – selbst, wenn sich die Zeitzeugen um Verdrängen und Vergessen des Erlebten bemühen. Im Fall von Livs Familie sind dies Flucht, Vertreibung und gekappte Familienwurzeln. Eine wichtige Erzählung heute, wo die Zahl der Überlebenden und Zeitzeugen aus der Zeit des Nationalsozialismus schwindet, „Nie Wieder“ jedoch eine aktive Kultur des Gedenkens und der Aufarbeitung benötigt.

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