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Dienstag, 17. März
Erstmals mit Fahndungsfoto auf Verbrecherjagd, 1908

von und

Mit einem Fahndungsplakat sucht das Bundeskriminalamt (BKA) nach einem flüchtigen mutmaßlichen Bombenleger.

Erfolg auf ganzer Linie

Heute vor 118 Jahren, am 17. März 1908, staunten die Leserinnen und Leser der englischen Zeitung „Daily Mirror“ vermutlich nicht schlecht. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde ein Verbrecher nicht nur mit Steckbrief und einer vagen Personenbeschreibung gejagt – die Leserinnen und Leser konnten auch das erste Fahndungsfoto überhaupt bestaunen. Und prompt wurde der Gauner verhaftet und der Fall gelöst.

Erkannt vom Gastwirt

Der Dieb auf dem Bild, der am Tag zuvor in Frankreich Juwelen geraubt hatte, wurde von einem britischen Gastwirt erkannt. Dieser verständigte die Polizei, die den Mann verhaftete und abführte. Das Besondere war aber nicht nur das Fahndungsfoto in der Zeitung. Zum ersten Mal war ein solches Bild per Bildtelegraf von Paris nach London übermittelt worden.

Nur langsam durchgesetzt

Doch manchmal können sich technische Errungenschaften nur langsam durchsetzen. Dieses Schicksal war auch der Bildtelegrafie beschieden. Es dauerte darum noch einige Jahre, bis sich die Polizei - trotz des schnellen Erfolges bei der Fahndung nach dem Juwelendieb – dieser Methode zur Lösung ungeklärter Kriminalfälle bediente. In Deutschland wurde die Verbrecherjagd mit Fahndungsfoto zum ersten Mal 1928 von der Polizei durchgeführt.

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