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Lexikon

Haftbefehl

von und
DIe Illustration zeigt ein Stück Papier, auf der das Wort "Haftbefehl" steht und einige Schriftzeilen angedeutet sind.

Verhaften

Das Wort "Haft" bedeutete früher in der mittelhochdeutschen Sprache so viel wie „Fessel“, „Band“. Wenn die Polizei jemanden verhaftet, wird die Person, wenn man sie für gefährlich hält, mit Handschellen gefesselt. Die Polizei kann aber niemanden einfach so verhaften. In den meisten Fällen braucht die Polizei einen Haftbefehl.

Haftbefehl nur nach genauer Prüfung
Den Haftbefehl beantragt der Staatsanwalt bei einer Richterin. Diese prüft, ob die Gründe, die der Staatsanwalt nennt, ausreichen, um die beschuldigte Person einzusperren, also in Untersuchungshaft zu nehmen. Dabei muss sich die Richterin streng an Vorschriften halten.


Untersuchungshaft und Haftprüfungstermin
Nach der Festnahme kommt der Verhaftete in Untersuchungshaft (man sagt dazu auch "U-Haft"). Dann muss der Verhaftete einer Richterin vorgeführt werden. Er wird befragt, die Richterin prüft noch einmal alle Gründe, die zur Verhaftung geführt haben. Dies nennt man in der Fachsprache „Haftprüfungstermin“.

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