Frauen forschen, sind Wissenschaftlerinnen und Entdeckerinnen.
Zur Schule gehen und einen Beruf zu erlernen, erscheint uns allen normal. Doch für viele Mädchen und Frauen ist es keineswegs selbstverständlich, eine gute Bildung zu haben. In manchen Ländern dürfen Mädchen nur für kurze Zeit zu Schule gehen und eine Ausbildung, zum Beispiel als Forscherin, ist dort völlig undenkbar. Auch in Deutschland und vielen anderen Ländern waren Universitäten und Forschungseinrichtungen bis vor etwa 150 Jahren nur für Männer zugänglich. Das hat sich zum Glück geändert. Denn Frauen haben viel zum wissenschaftlichen Fortschritt beigetragen. Wir stellen einige Frauen vor, die altes Denken überwunden und Neues entdeckt haben.
Am Ende der Texte findet ihr eine Bilder-Galerie. Viel Freude beim Anschauen!
Damit Handys oder Computer laufen können, müssen sie Befehle verstehen. Sie müssen programmiert werden. Ada Lovelace hat das vor fast 200 Jahren geschafft: Sie entwickelte eine Programmiersprache für eine Rechenmaschine, die als Vorgänger des Computers gilt. Mathematik und Naturwissenschaften waren die Leidenschaften der englischen Gräfin. Ihre Mutter sorgte dafür, dass sie eine gute Ausbildung erhielt.
Als Krankenschwester kümmerte sich Florence Nightingale um britische Soldaten, die im Krieg verwundet worden waren. Ihr wurde klar, dass sich grundlegende Dinge in der Pflege der Verwundeten ändern mussten - zu allererst die hygienischen Bedingungen in den Krankenhäusern, denn Läuse, Ungeziefer und Dreck waren überall. Mit ihren Ideen begründete sie die moderne Krankenpflege.
In ihrer HeimatPolen war für Marie Curie der Zugang zur Universität versperrt. Denn Frauen durften damals auch in Polen nicht studieren. Doch der Wissensdurst der jungen Marie Curie war übermächtig, so dass sie an die Universität nach Paris zog, um Physik und Mathematik zu studieren. Gemeinsam mit ihrem Ehemann erforschte sie die Radioaktivität und wurde eine weltberühmte Wissenschaftlerin. Marie Curie erhielt als einzige Frau zwei Nobelpreise, den für Physik und für Chemie.
Wie erzieht man Kinder? Was muss man tun, damit behinderte und sozial benachteiligte Kinder mit Freude am Leben teilhaben und lernen können? Das waren Fragen, mit denen sich die italienischeÄrztin und ErzieherinMaria Montessori intensiv auseinandersetzte. Sie entwickelte eine Erziehungsmethode, um Kinder zu selbstständigen Menschen zu erziehen. Diese Montessori-Methoden werden bis heute in vielen Kindergärten und Schulen angewendet.
Weil sie ein Mädchen war, durfte Alice Salomon nur bis zur 9. Klasse die Schule besuchen und keine Berufsausbildung machen. Trotzdem wurde sie eine erfolgreiche Wissenschaftlerin. In ihrer Arbeit setzte sie sich dafür ein, dass die soziale Arbeit von Frauen als richtiger Beruf anerkannt und fair bezahlt wird. Eine von ihr gegründete Akademie für Soziale Arbeit diente diesem Ziel.
Teichmolche, Frösche und weiße Mäuse waren die Leidenschaft der jungen Katharina Heinroth. Das Interesse an Tieren hat sie später zu ihrem Beruf gemacht. Sie erforschte das Verhalten von Schmetterlingen, Vögeln und anderen Tieren. Sie wurde die erste Zoodirektorin in Deutschland - und zwar vom Zoo Berlin.
Mit Menschenaffen im Urwald zusammenzuleben, ist ganz sicher ein großes Abenteuer. Die britische Tierforscherin Jane Goodall lebte jahrelang mit Schimpansen in der freien Natur. Sie liebte ihre „Gefährten“, die sie auch mit Namen anredete. Ihr ganzes Leben lang setzte sich Jane Goodall für den weltweiten Tierschutz ein.
Bis heute haben nur sehr wenige Menschen die Erde von einem Raumschiff aus betrachtet. Die sowjetische Raumfahrerin Valentina Tereschkowa war die erste Frau, die mit einer Raumkapsel um die Erde flog und sich unseren Planeten dabei von weit oben anschauen konnte. Bis heute ist sie die einzige Frau, die ganz allein auf einer Weltraum-Mission war.