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Spezial

Warum sind deine Daten wertvoll?

Auch bei Gewinnspielen muss man auf seine Daten achten.

Auch bei Gewinnspielen muss man auf seine Daten achten.

In deinem neuen Spielzeug-Katalog findest du ein Gewinnspiel mit tollen Preisen. Neben dem Lösungswort musst du viele persönliche Daten, wie dein Alter, deine Post-Adresse, deine E-Mail-Adresse, deine Hobbys und dein Geburtsdatum auf einer Webseite eingeben.

Daten sind Geld wert

Warum sollst du eigentlich, wie in diesem Beispiel, viele persönliche Daten eingeben? Eigentlich müsste, falls du gewonnen hast, der Name und die Anschrift oder eine E-Mail-Adresse für eine Benachrichtigung ausreichen! Doch bei solchen Aktionen, wie dem Gewinnspiel, wollen die Firmen nicht nur eine Gewinnerin oder einen Gewinner ermitteln. Sie wollen gleichzeitig so viele persönlichen Daten wie möglich von denjenigen sammeln, die sich für Spielzeuge interessieren. Diese Daten sind nämlich viel Geld wert. Unternehmen sammeln Daten, um möglichst viel über ihre Kunden, in dem Fall dich, zu erfahren. Dann können sie die Daten auswerten und ihre Werbung und Produkte passgenau gestalten. Wenn ein Spielzeughersteller zum Beispiel weiß, dass die meisten Kunden gerne Puzzles legen, könnte gerade eine Werbe-Kampagne für Puzzles erfolgreich sein. Oder auf der Startseite des Online-Shops werden dann besonders viele Puzzles angezeigt, damit sie noch häufiger gekauft werden.

Je mehr persönliche Daten ein Unternehmen erhält, desto wertvoller ist das für die Firma. Deshalb gibt es oft Rabatte oder auch kostenlose Produkte für diejenigen, die ihre Daten nennen. Manche Unternehmen verdienen nur dadurch ihr Geld, dass sie die Daten von Menschen verkaufen. Google, Facebook und viele andere Unternehmen und Plattformen bieten ihre Dienste und Produkte kostenlos an. Ihr Geld verdienen sie, indem sie anderen Unternehmen Werbeplätze verkaufen und Daten der Nutzenden sammeln und auswerten. Und je besser die Unternehmen über ihre Kunden Bescheid wissen, desto zielgenauer kann die Werbung erfolgen. Dir ist sicher schon aufgefallen, dass die Werbeanzeigen bei Facebook oft auch zu deinen Interessen passen. Das findet Facebook zum Beispiel über die „Likes“ oder die Angaben in deinem Nutzerprofil heraus. Wenn du hier offen über die eigenen Hobbys und Interessen oder auch politischen Ansichten Auskunft gibst, sind diese Daten leicht zu sammeln.

Gefahr der Beeinflussung

Wer viele Daten von sich preisgibt, läuft auch Gefahr, manipuliert zu werden. Große Social-Media Plattformen, wie zum Beispiel Facebook, schauen sich an, welche Informationen jemand immer wieder abruft, welche Profile jemand besonders gerne anschaut. Bei der nächsten Suchanfrage werden dann vor allem Inhalte vorgeschlagen, die zu den Vorlieben des Nutzenden passen. Sehr schnell gerät man auf diese Weise in eine sogenannte „Filterblase“. Man bekommt gar nicht mehr mit, dass es auch Meinungen oder Angebote gibt, die nicht den eigenen Vorlieben entsprechen. Das ist problematisch, weil man auf diese Weise beeinflusst wird. Denn wer immer nur seine eigene Meinung bestätigt sieht, kann sich kaum vorstellen, dass es auch andere Sichtweisen gibt. In einer Demokratie ist es aber wichtig, sich mit vielen unterschiedlichen Meinungen und Argumenten auseinanderzusetzen und dann seine eigene Meinung zu bilden. „Mündige“ Bürger, von denen man in der Demokratie spricht, sind Menschen, die sich gut informieren und dann auch verantwortungsvolle Entscheidungen treffen können.

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