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Donnerstag, 23. April 2020
Entdeckung des AIDS-Virus bekannt gegeben, 1984

von und
Kinder halten eine große Aids-Schleife bei der Eröffungsveranstaltung einer Konferenz zum Thema HIV und Aids in Bremen.

Kinder halten eine große Aids-Schleife bei der Eröffungsveranstaltung einer Konferenz zum Thema HIV und Aids in Bremen.

Ein Virus als Erreger

Lange Zeit tappten die Forscher/innen im Dunklen, als es um die Suche nach dem Auslöser der Krankheit AIDS ging. 1983 entdeckten der französische Forscher Luc Montagnier und die französische Forscherin Françoise Barré-Sinoussi, dass die Krankheit durch einen Virus verursacht wird. Beide erhielten dafür den Nobelpreis für Medizin.

Die Medizin-Nobelpreisträger (von links) Luc Montagnier, Françoise Barré-Sinoussi und Harald zur Hausen

Die Medizin-Nobelpreisträger (von links) Luc Montagnier, Françoise Barré-Sinoussi und Harald zur Hausen


Heute vor 36 Jahren, am 23. April 1984, verkündete die damalige US-amerikanische Gesundheitsministerin Margaret Heckler die Entdeckung. Damals hieß das Virus noch HTLV-3. Heute kennt man es als HI-Virus oder kurz HIV. Das steht für „Humanes Immundefekt Virus“ („Humanes Immundefekt Virus“). Dieses Virus greift gezielt die Zellen des Abwehrsystems an, vermehrt sich in ihnen, setzt sie außer Funktion und zerstört sie schließlich.

Eine tödliche Krankheit

Jeder gesunde Körper besitzt Abwehrkräfte, um sich gegen Viren zu schützen. Das ist das sogenannte Immunsystem. Wenn die Krankheit AIDS ausbricht, schwächen die HI-Viren das körpereigene Abwehrsystem. Aids macht den Körper wehrlos gegen viele Krankheitserreger und anfällig für Tumore, die ein gesunder Mensch ohne Probleme abwehrt. Die durch die Schwächung des Immunsystems ausgelösten Krankheiten führen ohne Behandlung zum Tode.

Foto des Aids-Virus Entdecker Luc Montagnier als Leiter der Virologischen Abteilung des Institut Pasteur in Paris bei seinen Forschungen zum HIV-Virus im Jahr 1986.

Aids-Virus Entdecker Luc Montagnier, 1986

Aids ist unheilbar

Inzwischen gibt es Medikamente, die den Ausbruch von AIDS bei infizierten Menschen verzögern. Heilen kann man AIDS aber bis heute nicht. Dabei waren die Forscher/innen bei der Entdeckung des HI-Virus noch zuversichtlich, die Krankheit in wenigen Jahren heilen zu können oder einen Impfstoff gegen das Virus zu entwickeln.

Schutz rettet Leben

Auf der ganzen Welt leiden viele Millionen Menschen an Aids - Männer, Frauen und Kinder. Viele leben in sehr großer Not, weil sie sich keine Medikamente leisten können, oft nicht wissen, wie sie sich Hilfe holen können. Und wenn sich dann auch noch Freunde von ihnen abwenden, ist es besonders schlimm. Die Vereinten Nationen und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzen, dass bereits 25 Millionen Menschen an Aids gestorben sind. Das entspricht fast einem Drittel der Bevölkerung Deutschlands. Umso wichtiger ist es, sich zu schützen. Die wichtigste Maßnahme ist, beim Sexualverkehr Kondome zu benutzen. Vielleicht sprecht ihr mal mit euren Eltern oder euren Lehrerinnen und Lehrern über dieses Thema.

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