Klassenstufe: Klassen 3/4 und 5/6/7 Fächer: Gemeinschaftskunde, Ethik, Religion Material: Lehrkräfteinformationen, Arbeitsblätter Grundschule und Sekundarstufe I mit Lösungsblättern
Ziel der Unterrichtseinheit ist es, dass Schülerinnen und Schüler verschiedene Religionen in Deutschland charakterisieren lernen sowie die Bedeutung des Grundrechts auf Religionsfreiheit und eines respektvollen Umgangs miteinander beurteilen können. Lernende setzen sich zudem mit der Bedeutung religiöser und nicht-religiöser Praktiken auseinander, um Verständnis für den vielschichtigen Alltag und Empathie für die verschiedenen religiösen und kulturellen Identitäten zu entwickeln. Außerdem lernen sie das Verhältnis von Staat und Religion in Deutschland anhand des Grundgesetzes kennen und beschäftigen sich mit Religionsfreiheit. Ausgehend von der gesellschaftlichen Bedeutung der Religionsfreiheit ziehen sie Rückschlüsse für ein respektvolles Miteinander in der Gesellschaft und in ihrem Nahumfeld (Klasse, Schulhof, Freizeit, Ort/Stadt etc.).
erkennen verschiedene religiöse und nicht-religiöse Bräuche, Symbole und Feste und ihre Bedeutung für das alltägliche Leben unterschiedlicher Menschen;
unterscheiden grundlegende Elemente von Religion und kulturellen, weltlichen oder persönlichen Bräuchen;
lernen die zentralen Aspekte der Religionsfreiheit in Deutschland und die Regelungen des Grundgesetzes (GG Art. 4) kennen.
Methodenkompetenz
arbeiten mit Bildern, Symbolen und Stationen, um Informationen zu religiösen und kulturellen Praktiken zu sammeln und zu strukturieren;
erstellen Steckbriefe zu Festen und nutzen altersgemessene Recherchewege;
arbeiten kooperativ in Gruppen, einigen sich auf gemeinsame Ergebnisse und präsentieren verständlich vor der Klasse.
Urteilskompetenz
reflektieren ihre eigenen Vorstellungen von Glauben, können zwischen religiösen und nicht-religiösen Praktiken unterscheiden und reflektieren den eigenen Bezug zu Religion und Religionsfreiheit;
beurteilen Handlungen im Hinblick auf Religionsfreiheit und formulieren eigene Positionen dazu, warum es wichtig ist, dass jede Person in Deutschland frei entscheiden darf, wie sie ihren Glauben lebt oder ob sie nicht glaubt.
Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe ...
Sachkompetenz
beschreiben zentrale Merkmale und die Bedeutung verschiedener religiöser und nicht-religiöser Überzeugungen und unterscheiden deren grundlegende Rituale und Symbole;
erklären die rechtlichen Grundlagen der Religionsfreiheit in Deutschland (Artikel 4 GG) und ordnen diese in das Verhältnis von Staat und Religion ein;
benennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede (nicht-)religiöser Traditionen und deuten, wie Vielfalt das gesellschaftliche Zusammenleben prägt.
Methodenkompetenz
erschließen Informationen aus einem Text und klären zentrale Begriffe;
recherchieren mithilfe geeigneter Quellen zu Ritualen, Symbolen und (nicht-)religiösen Praktiken und nutzen die Informationen zur vergleichenden Darstellung;
erstellen in Gruppen Plakate, in denen sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen religiösen und nicht-religiösen Bräuchen anschaulich darstellen, und diese verständlich präsentieren.
Urteilskompetenz
reflektieren eigene Vorstellungen, Erfahrungen, ggf. eigene Unsicherheiten im Umgang mit Religion/Religionsfreiheit und begründen ihre Sichtweisen mit Blick auf Respekt und Vielfalt;
beurteilen begründet Fallbeispiele danach, ob und inwiefern die Religionsfreiheit betroffen ist, und erörtern die Bedeutung von staatlicher Neutralität für ein friedliches Zusammenleben;
setzen sich kritisch mit Ausgrenzung, Antisemitismus oder Einschränkungen der freien Religionsausübung auseinander und bewerten deren Folgen für Betroffene und Gesellschaft.