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Filme

Der Junge und die Wildgänse

graphische Darstellung mehrerer Filmkameras

Regie:
Nicolas Vanier
Land und Erscheinungsjahr:
Frankreich, Norwegen 2019
Altersfreigabe der FSK:
ab 0 Jahren
Altersempfehlung:
sehenswert ab 10Jahren
Länge:
113 Minuten
Kinostart:
9. April 2020

Der Vater von Thomas lebt getrennt von der Familie. Christian arbeitet als Ornithologe, also als Wissenschaftler, der das Leben der Vögel erforscht. Viele dieser Tiere sind inzwischen vom Aussterben bedroht. Christian möchte wenigstens eine dieser Arten retten. Daher hat er sich in den Kopf gesetzt, frisch aus dem Ei geschlüpfte Wildgänse auf sich zu prägen. Darunter versteht man die Eigenart dieser Tiere, dem zu folgen, den sie nach dem Schlüpfen als ersten erblicken – und das kann auch ein Mensch sein. Den erwachsenen Tieren möchte Christian dann mithilfe eines Ultraleichtflugzeugs einen neuen und sicheren Zugang von Norwegen zu ihren Nistplätzen im Süden Frankreichs zeigen. Dort sind sie geschlüpft und dahin wollen zum Brüten zurück. Denn diese Gänse kehren immer an die Stelle zurück, wo sie selbst einst geboren wurden.
Als Thomas notgedrungen in den Sommerferien zu seinem Vater kommt, kann er dem verrückt klingenden Plan von Christian nichts Positives abgewinnen. Viel lieber würde er sich weiter in seine Videospiele vertiefen. Und der Brutkasten, in dem die Gänseeier liegen, erscheint Thomas sehr befremdlich. Den Versuch des Vaters, die Gänse noch vor dem Schlüpfen mit Tonaufnahmen eines Rasenmähers an das Geräusch eines Kleinflugzeugs zu gewöhnen, findet der Junge merkwürdig. Doch kaum ist das erste Küken geschlüpft, lässt sich Thomas von der Begeisterung seines Vaters anstecken. Seinem Lieblingsküken gibt er sogar einen Namen: Akka. Sie beginnen gemeinsam mit der Aufzucht der Tiere. Sie prägen die Tiere auf sich und tragen dazu Tarnanzüge, sodass sie sich deutlich von Menschen unterscheiden. Denn Menschen bedeuten für die Vögel durchaus Gefahr und wollen den Tieren später vielleicht ans Leben.
Bei einem Kurzbesuch der Mutter erhält Thomas sogar die Erlaubnis, nach Norwegen mitreisen zu dürfen. Aber nur unter der Bedingung, dass er auf keinen Fall das Ultraleichtflugzeug fliegen darf. Im hohen Norden angekommen überschlagen sich die Ereignisse: Es stellt sich heraus, dass der Vater keine offizielle Erlaubnis für sein Projekt erhalten und die Papiere gefälscht hat. Und die Prägung der Gänse funktioniert auch nur bei seinem Sohn. Das ganze Unternehmen droht zu scheitern, bis Thomas eigenmächtig einen Entschluss fasst, zusammen mit den Wildgänsen abhebt und sich auf eine mehrtägige gefahrvolle Reise mit offenem Ausgang begibt.

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