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Spezial

Cybermobbing
4. Wie kann man sich gegen Cybermobbing wehren?

Mit einer neuer E-Mail-Adresse und einer neuer Handy-Nummer kann man sich gegen Cybermobbing wehren.

Wehren gegen Cybermobbing

Auch beim Cybermobbing gilt: Man braucht Hilfe von Erwachsenen, um diese böswilligen Verfolgungen zu stoppen und damit sie einem beistehen. Außerdem sind sie als Briefeschreiber gefragt. Die Täter sind oft unbekannt, man kann also nicht das direkte Gespräch suchen. Stattdessen muss man eine Menge Schreibkram erledigen.

Unsichtbar werden

Wichtig ist aber vor allem, sich im Netz und anderen Medien wieder unsichtbar zu machen:

  • Handy-Nummer wechseln und diese nur an zuverlässige Personen weitergeben;
  • E-Mail Adresse wechseln und diese nur an zuverlässige Personen weitergeben. Den Anbieter der alten E-Mail-Adresse bitten, diesen Zugang zu löschen;
  • Zugangsdaten bei Messenger-Diensten ändern und den alten Zugang sperren lassen;
  • Privatsphäre schützen und persönliche Inhalte, Fotos und Videos löschen.

Kurz gesagt: Alle Nicknames und Zugangsdaten ändern und alte Daten löschen.

Sperren

Wenn man in einer Internet-Community, einem Chat oder in einem Forum beleidigt wurde, sollte man sich an die Moderatoren oder den Anbieter des Chats wenden. Man schildert das Vorgefallene und fordert die Anbieter auf, diese Beiträge zu löschen. Darauf hat man ein Recht, das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden! Auch hier braucht man vermutlich Hilfe von Erwachsenen. Wenn das Mobbing nicht aufhört, kann der Anbieter der Community oder der Chatbetreiber einen Mobber sperren. In manchen Communities, etwa bei Facebook, kann man zwar seine Identität nicht ändern, aber den Sicherheitsstatus überprüfen und die Mobber auf „Ignorieren“ schalten.

Löschen lassen

Wenn jemand auf einer Video-Plattform ein peinliches Video über einen Dritten eingestellt hat, kann man möglicherweise herausfinden, von wem es stammt. In einem Brief können die Täter auf das Mobbing hingewiesen werden. Beim Anbieter der Plattform kann man ebenfalls verlangen, dass das Video gelöscht wird. So lassen sich diese Inhalte (zumindest teilweise) aus dem Internet entfernen. Hierbei sollte man sich auf jeden Fall von einem Erwachsenen helfen lassen!

Auch die Polizei kann möglicherweise ein Ansprechpartner sein. Mehr dazu in Kapitel 6 "Wo findet man Hilfe?".


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