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Montag, 17. Mai 2021
Internationaler Tag gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie

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Parade zum "Christopher Street Day" Juni 2012 in New York. Auf dem T-Shirt eines Mannes steht ins Deutsche übersetzt "Homosexuell ist okay".

Parade zum "Christopher Street Day" Juni 2012. Ins Deutsche übersetzt, steht auf den T-Shirts "Homosexuell ist okay".

Am 17. Mai wird der Internationale Aktionstag gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie begangen. Zugegeben, der Name ist recht schwierig und vielleicht kennst du nicht alle Begriffe, aber das erklären wir.

Was bedeuten Homosexualität, Bisexualität, Intersexualität, Transsexualität und Phobie?

Homosexuelle Menschen fühlen sich zu Menschen des gleichen Geschlechts sexuell hingezogen: Schwule Männer lieben Männer, lesbische Frauen lieben Frauen. Bisexuelle Menschen fühlen sich zu Männern und Frauen hingezogen, sie lieben Frauen und Männer. Wer intersexuell ist, hat bei der Geburt keine medizinisch eindeutigen Geschlechtsmerkmale. Transsexuelle Menschen fühlen sich in dem Körper und mit dem Geschlecht, mit dem sie geboren sind, fremd und würden gerne ein anderes Geschlecht haben. Das heißt, eine Frau würde lieber ein Mann sein, und ein Mann lieber als Frau leben. Das Wort „Phobie“ kommt aus dem Griechischen und heißt „Furcht“ oder „Angst“. Homophobie ist also die Angst vor Homosexualität. Biphobie ist die Angst vor bisexuellen Menschen. Interphobie ist die Angst vor intersexuellen Menschen und Transphobie beschreibt die Furcht vor transsexuellen Menschen.
Homophobe und biphobe Menschen meinen, dass eigentlich alle Menschen heterosexuell sein sollten. Sie glauben, dass Männer nur mit Frauen und Frauen nur mit Männern eine sexuelle Beziehung haben sollten. Andere sexuelle Orientierungen lehnen sie ab.

Gabriel und seine kleine Schwester Emilia haben zwei Mütter.

Warum gibt es den internationalen Aktionstag?

Millionen von Menschen auf der ganzen Welt sind homosexuell, bisexuell, transsexuell oder intersexuell. Häufig werden sie wegen ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt, angefeindet und beschimpft. In einigen Länder ist es noch heute verboten, schwul oder lesbisch zu sein oder Männer und Frauen zu lieben. In manchen Ländern steht darauf sogar die Todesstrafe.
Weil viele Menschen Diskriminierung, also Benachteiligung, befürchten, versuchen sie, ihre sexuelle Orientierung zu verbergen. Es braucht sehr oft großen Mut, um sich zu seiner Neigung oder seiner geschlechtlichen Identität zu bekennen.

Homosexualität ist keine Krankheit

Am 17. Mai 1990, also heute vor 31 Jahren, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheit gestrichen. Davor galt Schwul-sein oder Lesbisch-sein offiziell als Krankheit. Heute weiß man, dass es keine Krankheit ist. Für Homosexuelle war diese Änderung ein sehr wichtiger Schritt. Deshalb haben sie den 17. Mai als Aktionstag ausgewählt. Als der Aktionstag im Jahr 2005 zum ersten Mal stattfand, war sein Name „Internationaler Tag gegen Homophobie“. Die Erweiterungen des Namens folgten die Jahre darauf.

Vom Grundgesetz geschützt

In unserem Grundgesetz steht, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Das heißt, dass jeder Mensch in seiner Persönlichkeit zu achten ist. Dazu gehört auch seine ganz eigene Sexualität. Auch darf niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt werden. Trotzdem war die Homosexualität bis 1994 auch in Deutschland verboten. Noch heute erleben homosexuelle, bisexuelle, intersexuelle und transsexuelle Menschen Feindseligkeiten und Benachteiligungen. Es scheint einigen Menschen Angst zu machen, dass Menschen anders lieben und leben als sie selbst. Auf diese Situation möchte der heutige Tag aufmerksam machen. Er fordert, alle Menschen gleich zu behandeln und zu schützen, egal, wen sie lieben und welches Geschlecht sie haben oder hatten.

Die Christopher Street Parade in München steht unter dem Motto "Gleiche Rechte und Akzeptanz"

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