Ein Unglück als Startschuss
Der Weltfrauentag geht zurück auf den 8. März 1908. Vor genau 118 Jahren sind an diesem Tag bei einem Brand in einer amerikanischen Fabrik 129 Arbeiterinnen gestorben. Sie hatten für mehr Rechte für die Frauen gestreikt. Drei Jahre später wurde der erste Weltfrauentag begangen. Mit der Erinnerung an das furchtbare Unglück waren von Anfang an politische Forderungen nach Gleichberechtigung und für das Wahlrecht für Frauen verbunden.
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Eine Ausstellung zum Thema "Damenwahl" in Frankfurt erinnert mit einem Plakat an die Forderung nach dem Wahlrecht für Frauen auf dem Frauentag 1914.
Demonstrieren für Gleichberechtigung
Bis heute demonstrieren Frauen weltweit an diesem Tag für mehr Gleichberechtigung. Sie fordern die Abschaffung von Diskriminierung, gleichen Lohn für gleiche Arbeit und Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt. In vielen Ländern der Erde können die Frauen von solchen Rechten nur träumen. Aber auch in Deutschland gehen Frauen am Weltfrauentag auf die Straße. Denn auch wenn die Gleichberechtigung als Grundsatz in unserer Verfassung festgeschrieben ist: Verwirklicht ist sie auch in Deutschland noch keineswegs überall.
Übrigens: Seit 2019 ist der 8. März in Berlin ein gesetzlicher Feiertag.