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Filme

Dschungelkind

Bei den Dreharbeiten des Films: Die Schauspielerin Nadja Uhl in ihrer Rolle als Doris kümmert sich um einen Jungen, der am Boden liegt                        am Boden

Die Schauspielerin Nadja Uhl bei den Dreharbeiten des Films

Regie:
Roland Suso Richter, nach dem Roman vom Sabine Kuegler
Land und Erscheinungsjahr:
Deutschland 2010
Altersfreigabe der FSK:
frei ab 12 Jahren
Altersempfehlung:
sehenswert ab 12 Jahren
Länge:
131 Minuten
Kinostart:
17. Februar 2011

Mit acht Jahren wandert Sabine mit ihren Eltern und den beiden Geschwistern nach West-Papua aus. Ihr Vater, ein deutscher Sprachwissenschaftler, soll im Urwald die Sprache des Eingeborenenstammes Fayu erforschen. Es bedeutet für die Familie einen mehrjährigen Aufenthalt mitten im Dschungel und fernab jeglicher Zivilisation. Trotz der großen Umstellung lebt sich vor allem Sabine schnell in die neue Umgebung ein. Für sie ist das alles ein großes Abenteuer, das ihre Neugier weckt, selbst wenn die Eingeborenen den Fremden gegenüber zunächst misstrauisch sind. Sie freundet sich mit anderen Kindern des Fayu-Stammes an. Sie lernt schnell ihre Sprache und auch ihre andere Lebensweise kennen. Weitaus schwerer fällt der Mutter und der älteren Schwester die Umstellung. Im feuchtwarmen Klima des Regenwalds beginnen Vorräte und sogar die Kleidung zu schimmeln. Fließendes Wasser gibt es nur am nahen Fluss und die halbnackten Eingeborenen sehen mit ihren Körperbemalungen furchterregend aus. Hinzu kommt, dass die Familie Augenzeuge kriegerischer Handlungen mit dem feindlichen Nachbarstamm der Fayu wird, der auch ihr Leben bedrohen könnte.

Als Sabine mit ihrem kleinen Bruder einen schwer verletzten Jungen des Nachbarstamms im Urwald findet, nimmt ihre Familie den Jungen Auri auf. Damit verstößt sie gegen die Gesetze und die überlieferten Riten der Fayu. Diese sind der Überzeugung, Krankheiten seien Ausdruck eines Fluches und daher sei der Junge dem Tod geweiht. Umso erstaunter sind sie, als Auri dank der medizinischen Versorgung durch Sabines Mutter tatsächlich wieder gesund wird. Das bringt Sabines Eltern zusätzlichen Respekt ein. Denn die Fayu glauben nun, dass sie so mächtig sind, einen bösen Fluch zu besiegen. Auri darf mit Einwilligung des Häuptlings bei der Familie bleiben. So wachsen Sabine und Auri gemeinsam im Dschungel auf. Aus ihrer unzertrennlichen Freundschaft entwickelt sich im Laufe der folgenden Jahre eine tiefe Bindung, die zu einem Bund fürs Leben werden soll. Doch das Schicksal meint es anders mit den beiden Dschungelkindern. Als die 16-jährige Sabine nach Deutschland zurückkehrt, fühlt sie sich in der unbekannten Gesellschaft fremd und entwurzelt.

Bei den Dreharbeiten von links nach rechts: Die Schauspielerin Stella Kunkat, die im Films Sabine Kuegler spielt, mit ihrem Film-Vater Klaus, den Thomas Kretschmann darstellt, und ihrer Film-Mutter Doris, die von Nadja Uhl verkörpert wird

Die Schauspielerin Stella Kunkat als Sabine Kuegler mit ihren Film-Eltern Doris (Nadja Uhl r.) und Klaus (Thomas Kretschmann l.)

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