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Mittwoch, 24. Juni
Die Berlin-Blockade startet, 1948

von und
West-Berliner Kinder stehen auf einem Trümmerhaufen und begrüßen ein amerikanisches Transportflugzeug, das 1948 Versorgungsgüter nach West-Berlin bringt.

West-Berliner Kinder begrüßen einen "Rosinenbomber" mit Versorgungsgütern für die Stadt.

Heute vor 78 Jahren, am 24. Juni 1948, begann die Blockade von West-Berlin.

Geteiltes Land

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatten die Siegermächte Deutschland in vier Zonen geteilt. Die Zonen im Westen des besetzten Deutschlands standen unter der Kontrolle der USA, Großbritanniens und Frankreichs. Der östliche Teil Deutschlands war die sowjetische Besatzungszone. Daraus wurde 1949 die DDR.

Geteilte Stadt

Mitten in dieser sowjetischen Zone lag Berlin. Die Hauptstadt des ehemaligen Deutschen Reiches war ebenfalls aufgeteilt in vier Sektoren. Jede Zone wurde von einer Siegermacht verwaltet. In den nächsten Jahrzehnten wurde die geteilte Stadt zum Schauplatz eines Kräftemessens zwischen zwei Machtblöcken – dem westlichen Bündnis, angeführt durch die USA, und den Staaten des sogenannten Ostblocks, in dem allein die Sowjetunion bestimmte.

Von der Versorgung abgeschnitten

Da Berlin mitten in der sowjetischen Zone lag, waren die Menschen in West-Berlin darauf angewiesen, dass alles, was sie zum Leben brauchten und nicht selbst herstellen konnten, mit Zügen, Lastwagen oder Autos zu ihnen gebracht wurde. Diese mussten durch das Gebiet fahren, das unter sowjetischer Verwaltung stand. Aber in der Nacht vom 24. Juni 1948 blockierte die Sowjetunion sämtliche Zugangswege zu Land und zu Wasser zwischen den Westzonen und den Westsektoren Berlin. Mehr als zwei Millionen Menschen im Westen der geteilten Stadt waren von der Zufuhr von Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern abgeschnitten.

Das größte Problem für die Bevölkerung stellte während der Blockade das knappe Brennmaterial, das zum Heizen und Kochen benötigt wurde, dar. Hier bringt eine Berliner Familie mit einem Handkarren das im Wald gesammelte Holz nach Hause.

Eine Familie sammelt Holz zum Heizen während der Berliner Blockade.

Rettung aus der Luft

Mit der Blockade wollte die Sowjetunion die westlichen Staaten zwingen, die Stadt Berlin aufzugeben. Aber es kam anders. Die Amerikaner und die Briten antworteten mit der “Luftbrücke” auf die Blockade West-Berlins. Bis zum 12. Mai 1949 wurde die Stadt aus der Luft versorgt mit allem, was benötigt wurde: Babynahrung, Windeln, Zucker, Mehl, Medikamente. Alles wurde per Flugzeug transportiert. Manchmal starteten und landeten die Maschinen im Minutentakt. Oft warteten die Kinder sehnsüchtig auf die Flieger, die um ihnen eine Freude zu machen manchmal Süßigkeiten abwarfen. Daran erinnert der Spitzname dieser Flugzeuge: Man nannte sie die „Rosinenbomber“. In Berlin gibt es ein Denkmal, das an die Luftbrücke erinnert – ganz in der Nähe vom Flughafen Tempelhof.

Berliner/innen freuen sich über das Ende der Berlin-Blockade am 12. Mai 1949.  Ein Auto ist mit einem Schild dekoriert auf dem "Hurra wir leben noch" steht.

Menschen in West-Berlin feiern das Ende der Berlin-Blockade am 12. Mai 1949.

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