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Lexikon

Kalter Krieg

von und
"Checkpoint Charlie" hieß während des Kalten Krieges der Grenzübergang zwischen West-Berlin und Ost-Berlin, Friedrichstraße.

"Checkpoint Charlie" hieß während des Kalten Krieges der Grenzübergang zwischen West-Berlin und Ost-Berlin an der Friedrichstraße.

Begriffserklärung

"Kalter Krieg" nennt man einen schweren Konflikt zwischen feindlichen Staaten, in dem aber nicht mit kriegerischen Mittel gekämpft wird. (Die Waffen bleiben "kalt", es wird also nicht geschossen.) Der Konflikt wird mit Propaganda und Drohungen und mit wechselseitiger Aufrüstung ausgetragen. Beide Seiten häufen immer mehr Waffen an, um den Gegner zu bedrohen. So besteht immer die Gefahr, dass aus dem kalten Krieg ein „heißer“, ein echter Krieg wird.

Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte Kalter Krieg zwischen Ost und West. In Berlin verlief die Grenze zwischen den feindlich gesinnten Mächten mitten durch die Stadt. Hier sieht man Bürgermeister Willy Brandt, der 1960 vor dem Reichstag vor einer großen Menge spricht. Er forderte für alle Menschen in Ost und West Freiheit.

Im Kalten Krieg verlief die Grenze zwischen West-Berlin und Ost-Berlin direkt hinter dem Reichstag. Hier sieht man den Berliner Bürgermeister Willy Brandt (den späteren Bundeskanzler). Er forderte 1960 für alle Menschen in Ost und West Freiheit.

Ost-West-Konflikt nach dem 2. Weltkrieg

Wenn man von dem Kalten Krieg spricht, so meint man in der Regel den sogenannten Ost-West-Konflikt ab 1946/47. Nach dem Zweiten Weltkrieg war ein westliches Lager unter der Führung der USA und ein östliches Lager unter Führung der Sowjetunion entstanden. Starke Gegensätze zwischen diesen beiden Siegermächten führten zu schweren Spannungen. Erst durch die Umbrüche in Osteuropa und die Auflösung der Sowjetunion (1991) wurde der Kalte Krieg endgültig beendet.

Krisen des Kalten Krieges

Krisen, die zu einem dritten Weltkrieg zwischen den Supermächten hätten führen können, waren zum Beispiel die Blockade Berlins (1948/49), der Koreakrieg (1950-53), der Vietnamkrieg (1946-75), die Kubakrise (1962) oder der Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan (1979).

Eure Fragen dazu...

Marie 04.06.2016

Um was ging es bei der Kubakriese ?

Redaktion

Hallo Marie, die "Kuba-Krise" war einer der Höhepunkte des Kalten Kriegs zwischen Ost und West, zu dem wir in unserem Text oben einiges erklärt haben. Es handelte sich dabei um einen Konflikt zwischen den USA, die zu den westlichen Staaten gehören, und dem damaligen Ostblockstaat Sowjetunion im Jahr 1962. Die Amerikaner entdeckten Abschussrampen für sowjetische (Atom-)Raketen auf Kuba, also in unmittelbarer Nähe zu den USA. Daraufhin reagierte der amerikanische Präsident Kennedy mit militärischen Maßnahmen. Der Konflikt und die Drohungen von beiden Seiten nahmen zu. Letztlich zog aber der sowjetische Partei- und Regierungschef Nikita Chruschtschow die Atomraketen aus Kuba ab und eine Eskalation der Situation wurde vermieden. Hier bei der Bundeszentrale für politische Bildung findest du weitere Informationen zu dem Thema.

Chantal 23.04.2015

Warum wurde der Kalte Krieg dann eigentlich beendet?

Redaktion

Hallo Chantal, der Kalte Krieg kam vor allem durch den Zusammenbruch der Sowjetunion an sein Ende. Jetzt fragst du dich vielleicht, wie es zu diesem Zusammenbruch kam. Hier haben unterschiedliche Gründe eine Rolle gespielt. Vereinfacht kann man sagen, dass viele Menschen sehr unzufrieden damit waren, wie die Ideen des Kommunismus in die Tat umgesetzt wurden. Aus dieser Unzufriedenheit heraus bildeten sich in der Sowjetunion und in vielen anderen Ländern wie Polen oder der DDR Protestbewegungen, die mit der Zeit an Bedeutung gewannen. Die Menschen wehrten sich damit auch dagegen, dass Einwohnerinnen und Einwohner dieser Länder, die anderer Meinung als die Staatsführung waren, unterdrückt und politisch verfolgt wurden. Dazu kam Ende der 1980er Jahre, dass sich auch die sozialistischen Wirtschaftssysteme in einer schweren Krise befanden, weil sie rückständig waren. Das sind nur zwei der Ursachen, die zum politischen Wandel der Jahre 1989 und 1990 beigetragen haben. Nach diesem Umbruch gab es anders als in den Jahrzehnten davor schlicht und einfach keine Gegner und Systeme mehr, die sich gegenüberstanden. Man brauchte den Kalten Krieg deswegen auch gar nicht offiziell beenden, er war einfach vorbei.

Ruth 30.03.2006

Warum wurde der kalte Krieg denn nicht heiß?

Redaktion

Hallo Ruth, ein paar mal war die Gefahr, dass tatsächlich Kriegshandlungen, also Kämpfe, ausbrechen sehr groß, z.B. 1962 in der sogenannten Kubakrise. Glücklicherweis konnte aber jedes Mal, durch Verhandlungen und Gespräche, ein echter Krieg abgewendet werden. Wahrscheinlich auch, da man wusste, das ein solcher Krieg zu einem Dritten Weltkrieg werden würde, den natürlich keiner wollte. In einem Geschichtsbuch über die Geschichte des 20. Jahrhunderts findest du sicher mehr zu diesem Thema.

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