Direkt zum Inhalt

Lexikon

Kandidat/in

von und
Bei den alten Römern

Bei den Römern trug jemand, der sich um ein öffentliches Amt bewarb und auch schon erste Prüfungen bestanden hatte, eine Art Umhang, Toga genannt. Die war glänzend-weiß. Diese Farbe hieß im Lateinischen "candidus", und wer sie trug, war der "candidatus".

In der Gegenwart

Diese Bezeichnung hat sich bis heute erhalten. Wer sich zum Beispiel als Abgeordneter um einen Platz im Deutschen Bundestag bewirbt, wer Bürgermeisterin werden will oder Klassensprecher, wird "Kandidat" genannt. Er muss zwar kein weißes Gewand mehr tragen, aber er oder sie ist bis zur Wahl der "Kandidat" oder die "Kandidatin". In der Alltagssprache ist dieser Begriff im Laufe der letzten Jahrzehnte ausgedehnt worden. So kennt man etwa die Bezeichnung "Quizkandidat" für jemanden, der vielleicht 1 Million Euro gewinnen will, aber sich nicht um ein öffentliches Amt bewirbt.

Eure Fragen dazu...

... 01.10.2021

Warum muss man 200 mal unterschreiben ?

Redaktion

Hallo ..., mit der sogenannten Unterstützungsunterschrift soll bei der Bundestagswahl sicher gestellt werden, dass nur ernst zu nehmende Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl antreten. Das wird dadurch zum Ausdruck gebracht, dass sich eine nennenswerte Zahl von Unterstützer/innen findet, die die Kandidatur durch ihre Unterschrift unterstützen. Dafür wurde eine Zahl von 200 Unterschriften bei der Bundestagswahl festgelegt. Auf dieser Seite des Bundeswahlleiters findest du die genauen Informationen.

lilly 01.10.2021

Was dürfen die Kandidaten alles entscheiden ?

Redaktion

Hallo lilly , die Kandidatinnen und Kandidaten bei der Bundestagswahl bewerben sich um einen Sitz im Deutschen Bundestag. Dafür stellen sie sich den Wählerinnen und Wählern in ihrem Wahlkreis vor und erklären, welche politischen Ziele sie und ihre Parteien vertreten. Politische Entscheidungen können sie erst dann treffen, wenn sie gewählt sind. Als Abgeordnete im Deutschen Bundestag wirken sie dann bei politischen Entscheidungen mit und beschließen, welche Gesetze in unserem Land gelten sollen.

lilly 29.09.2021

wie alt muss man sein um kanditat oder kandidatin zu werden ?
muss man das irgendwann machen (ist das irgendwann pflicht) oder ist das ab einem bestimmten alter oder ist das freiwilig ?

Redaktion

Hallo lilly, für ein politisches Amt kandidieren, muss niemand. Das ist immer die persönliche Entscheidung des Kandidaten oder der Kandidaten. Für die meisten politischen Ämter in Deutschland kann man sich schon mit 18 Jahren bewerben.

Felix 16.03.2021

Wie werden die Kandidaten und Kandidatinnen aufgestellt?

Redaktion

Hallo Felix, wir erklären das einmal für die Erstellung der Landeslisten für die Bundestagswahlen. Die Parteien nominieren dazu auf Wahlkreisversammlungen Kandidatinnen und Kandidaten. Diese werden dann von Versammlungen in den einzelnen Bundesländern auf die Wahllisten verteilt. Oft gibt es dabei Kampfabstimmungen für bestimmte Listenplätze zwischen einzelnen Kandidat/innen. Eine Partei kann nicht nur Parteimitglieder, sondern auch Parteifremde aufstellen. Über die Reihenfolge entscheidet die Partei.

anja 31.12.2005

die Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen um von einer Partei als Kandidat aufgestellt werden zu können

Redaktion

Hallo anja, die verschiedenen Parteien haben unterschiedliche Anforderungen an ihre Kandidaten, es sind ja unterschiedliche Parteien. Ganz sicherlich gehört dazu, dass man von den Kandidaten erhofft, dass sie in der Lage sind, viele Menschen für sich zu gewinnen, dass sie überzeugend wirken und engagiert für die Anliegen ihrer Partei eintreten. Dass es Personen sein sollten, die glaubwürdig sind und integer , gehört sicherlich auch dazu.

Die Lexikon-Redaktion von HanisauLand macht Ferien. Deswegen können wir eure Fragen zur Zeit nicht beantworten. Ab 25. Oktober sind wir wieder für euch da. Viele Grüße von der HanisauLand-Lexikon-Redaktion!