Direkt zum Inhalt

Lexikon

Kapitalismus

von und
Arbeiter in einer Glashütte - dargestellt auf einem Holzstich von 1890, nach einem Gemälde von Alois Eckardt.

Arbeiter in einer Glashütte im 19. Jahrhundert. Der Holzstich entstand 1890 nach einem Gemälde des Malers Aloys Eckardt.

Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung

Mit "Kapitalismus" bezeichnet man eine bestimmte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Angebot und Nachfrage bestimmen Markt und Produktion. Das Kapital sind Maschinen, Anlagen, Fabrikhallen, Geld, Fahrzeuge und so weiter. Im Kapitalismus befindet sich das Kapital im Besitz von Unternehmern. Der Staat greift wenig oder gar nicht in das Wirtschaftsgeschehen ein. Die Unternehmer können weitgehend frei arbeiten und arbeiten lassen. Der Staat schützt das Privateigentum und die Unternehmer.

Beginn des Kapitalismus
Die Zeit der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert, als die ersten Fabriken entstanden, gilt als Beginn des Kapitalismus. Damals arbeiteten die Menschen oft unter sehr schlimmen Bedingungen in den Fabriken. Meist war der Lohn gering, die Arbeit war schwer und Gesetze zum Schutz der Arbeiter gab es nicht.
Reformen

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die kapitalistischen Wirtschaftsordnungen der westlichen Industriestaaten reformiert. Der Staat beeinflusste durch Gesetze und politische Maßnahmen das Wirtschaftsgeschehen, und die stärker gewordenen Gewerkschaften vertraten die Interessen der Arbeiter.

Heute: Marktwirtschaft

Auch heute funktionieren die Wirtschaftssysteme in vielen Industrieländern nach den kapitalistischen Grundsätzen. Aber der Staat versucht durch Gesetze dafür zu sorgen, dass die Menschen nicht mehr ausgebeutet werden und es gerechter zugeht am Markt. Viele Fabriken sind in privater Hand oder gehören Aktiengesellschaften und großen Konzernen. Der Staat schützt das Privateigentum. Meistens wird heute statt von "Kapitalismus" von "Marktwirtschaft" gesprochen. In Deutschland gibt es die soziale Marktwirtschaft.

FAQ / Häufig gestellte Fragen

(Frequently Asked Questions - das ist die englische Übersetzung von "häufig gestellte Fragen")
Kina 17.03.2021

Was bezeichnet man als "Frühkapitalismus" und wer war Jakob Fugger?

Redaktion

Hallo Kina, als Frühkapitalismus wird häufig das"moderne" Wirtschaften der großen Handelsgesellschaften am Beginn der Neuzeit, also im 16. Jahrhundert, bezeichnet. Damals entwickelte sich eine Wirtschaftsform, in der große Geldgeber (Kapitalisten) anfingen, die Produktion und den Handel bestimmter Waren zu organisieren und zu kontrollieren. Nicht mehr die Hersteller, sondern die Kapitalbesitzer bestimmten zunehmend darüber, was hergestellt wurde. Einer der berühmtesten Vertreter dieser frühen Form des Kapitalismus war der Augsburger Handelsherr Jakob Fugger. Auf dieser Seite des Hauses der Bayerischen Geschichte erfährst du mehr zu dieser wichtigen Persönlichkeit an der Schwelle zur Moderne.

eure weiteren Fragen dazu...

Benedikt pulter 14.06.2022

Wie fing das mit dem kapitalismus an

Redaktion

Hallo Benedikt pulter, die Ideen einer marktwirtschaftlichen Ordnung wurden im 18. Jahrhundert von einigen britischen Philosophen formuliert. Umgesetzt wurde diese Wirtschaftsform zuerst in Großbritannien im späten 18. Jahrhundert. Dabei spielten Entdeckungen wie die Dampfmaschine ebenso eine Rolle wie die Nutzung der Kohle als neue wichtigste Energiequelle und ein neues ökonomisches Denken der wohlhabenden Landbesitzer, die begannen, ihr Geld in der Industrie zu investieren. Dazu kam das Bevölkerungswachstum, das dazu führte, dass mehr Menschen für die Industriearbeit zur Verfügung standen.

Alina 20.05.2022

Warum wird der Begriff Kapitalismus so ungern benutzt und wird meistens Ersetzt durch Wörter. Der Begriff hat anscheinend ja für viele eine negative Bedeutung aber warum?

Redaktion

Hallo Alina, Kapitalismus ist ein anderes Wort für Marktwirtschaft. In Deutschland wird der Begriff tatsächlich oft durch andere Begriffe ersetzt. Das hat mit der Verbindung zwischen dem Begriff und dem gleichnamigen Hauptwerk des Philosophen Karl Marx zu tun. Karl Marx galt vielen Menschen im Westen in der Zeit des Kalten Krieges als Vordenker der kommunistischen Diktaturen im Osten Europas, obwohl Marx zu seiner Lebenszeit von diesen Entwicklungen nichts geahnt oder vorhergesagt hat. Auch die sozialen Ungerechtigkeiten, die der neue Kapitalismus in der Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert zur Folge hatten, haben zur negativen Bewertung des Begriffes beigetragen.

Ronshji 13.05.2022

Ist der Kapitalismus das gleiche wie die Wirtschaftslehre von Adam Smith?

Redaktion

wie wir im Text oben erklärt haben, hatte die RAF politische Ziele, die sie – vor allem mit Gewalt – durchsetzen wollte. die Theorie der wirtschaftlichen Tätigkeit. In seinen Überlegungen betonte Smith die Bedeutung des freien Marktes und der Zurückhaltung des Staates in Angelegenheiten der Wirtschaft. Der Kapitalismus, der sich seit dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts durchsetzte, nahm viele der Überlegungen von Adam Smith auf.

Snakebite 09.05.2022

Ist der Kapitalismus ein System des Egoismus oder des Altruismus??

Vielen Dank schonmal im vorraus und danke auch für diese super informative Website

Redaktion

Hallo Snakebite, der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, das auf die Eigenverantwortung des und der Einzelnen setzt. In seiner "reinen" Form ist der Kapitalismus ein unsoziales System, den es bestraft die Schwachen im Vergleich zu den wirtschaftlich Starken und Durchsetzungsfähigen. Altruismus, also das Mitgefühl für die Schwachen, ist in diesem System kein Wert an sich.

Hansibua 03.05.2022

Kann der Staat Bankguthaben vom. Bürger ohne weiteres konfiszieren?

Redaktion

Hallo Hansibua, das Eigentum ist unverletzlich. So steht es in Art. 14 des Grundgesetzes. Es kann also nicht einfach vom Staat den Bürgerinnen und Bürgern entzogen werden.

Zenitstu 06.04.2022

Kann jemand Kapitalismus kurz zusammengefassen

Redaktion

Hallo Zenitstu, der Kapitalismus ist eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in der Angebot und Nachfrage die Wirtschaft bestimmen. Der Staat schützt das Privateigentum und greift nicht in das Wirtschaftsgeschehen ein. In unseren Artikeln "Kapitalismus" und "Freie Marktwirtschaft" erfährst du mehr zu diesem Wirtschaftssystem.

Konni 04.04.2022

Probiert der Sozialstaat Schwächen des Kapitalismus auszugleichen ?

Redaktion

Hallo Konni, in Deutschland gilt das Sozialstaatsprinzip. Das heißt, der Staat kümmert sich mit der Sozialpolitik um die Schwachen und Bedürftigen in der Gesellschaft und die soziale Marktwirtschaft sorgt dafür, dass es in der Wirtschaft nicht zu sozialen Ungerechtigkeiten kommt. In diesem Sinne hat das staatliche Handeln also durchaus die Aufgabe, Ungerechtigkeiten, die der Kapitalismus mit sich bringt, zu korrigieren. In unserem Artikel "Sozialstaat" haben wir noch mehr zu den Merkmalen des Sozialstaates in Deutschland geschrieben.

Gam 11.03.2022

Was ist Antikaptialismus

Redaktion

Hallo Gam, Antikapitalismus ist eine Haltung, die den Kapitalismus, also das System der freien Marktwirtschaft", grundsätzlich ablehnt.

Günter 04.03.2022

Wer war ein führender Vertreter dieser Wirtschaftsordnung?

Redaktion

Hallo Günter, vielleicht der wichtigste "geistige Vater" des Kapitalismus war die Philosoph Adam Smith. Smith lebte im 18. Jahrhundert. In seinem Buch "Der Wohlstand der Nationen" beschrieb er die Grundlagen einer Wirtschaftsordnung, die auf der Freiheit des Marktes und aller Akteure auf dem Markt beruht.

Soph 11.02.2022

Wie und warum kam es eigentlich zum frühkapitalismus ?

Redaktion

Hallo Soph, der Frühkapitalismus fällt in die Zeit ab etwa 1600. Damals entstanden die ersten Manufakturen und eine frühe Form des weltumspannenden Handels. Zeitgleich entwickelte sich mit der protestantischen Glaubensrichtung des Kalvinismus eine geistige Haltung, die den wirtschaftlichen Erfolg zum wichtigsten Kriterium für ein gelungenes und gottgefälliges Leben erklärte.

Adriano 08.02.2022

Was hat den Erfolg des Kapitalismus in der BRD gemacht

Redaktion

Hallo Adriano, nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Soziale Marktwirtschaft eingeführt worden als Wirtschaftssystem in Deutschland. Das bedeutet, dass Grundzüge des Kapitalismus (Angebot und Nachfrage, Privateigentum) gelten, aber dass es von Beginn an auch das Bestreben war, für alle Menschen eine Beteiligung am wirtschaftlichen Wohlstand zu ermöglichen. Große Ungerechtigkeiten sollten vermieden werden. Deswegen gibt es soziale Sicherungen, die dafür sorgen sollen, dass zum Beispiel Menschen nicht sofort in Armut fallen, wenn sie wegen Krankheit eine Zeitlang nicht arbeiten können. Dir werden sicherlich noch andere Beispiele einfallen.

ok 08.02.2022

was ist der unterschied zwischen kapitalismus und wirtschaftsliberalismus?

Redaktion

Hallo ok, der Wirtschaftsliberalismus ist der ökonomische Zweig des liberalen, freiheitlichen Denkens. Einer der wichtigsten Theoretiker des Wirtschaftsliberalismus war der Schotte Adam Smith, der i, 18. Jahrhundert die Grundlagen einer freien Wirtschaftsordnung formulierte. Der Kapitalismus ist die Wirtschaftsordnung, die diesen Ideen folgt.

Euer Lieblingskapitalist 12.01.2022

Wenn der Kapitalismus die Arbeitnehmer ausbeutet, wie kam es dann, dass immer mehr Menschen vom Land in die Stadt zogen, die Einkommen stiegen, Programme zur Vermögensbildung in Leben gerufen wurden, Versicherungen für Arbeitnehmer gegründet wurden, es zu einer geringeren Kindersterblichkeit und allgemeine Wohlfahrtssteigerung kam, noch bevor Gewerkschaften gegründet wurden und der Staat sich einmischte?

Redaktion

Hallo Euer Lieblingskapitalist, dass zu Beginn der Industrialisierung Millionen Menschen vom Land in die Städte zogen, lag in erster Linie an der Armut auf dem Land. Für die wachsende Bevölkerung gab es dort nicht genug Arbeit, so dass die Menschen wohl oder übel ihr Glück in der Stadt suchten. Die Arbeitsbedingungen und die Lebensbedingungen, die sie dort vorfanden, waren allerdings schrecklich und ganz sicher nicht so, dass die Arbeiter sich diese Umstände freiwillig ausgesucht hätten. Die soziale Frage, die als Folge dieser Verhältnisse formuliert wurde, führte zu vielen Lösungsansätzen. Dazu zählten die Selbsthilfe der Arbeiterschaft, karitative Bemühungen von Vereinen, die staatliche Sozialpolitik (die in Deutschland seit den 1880er Jahren zur Einführung der Sozialversicherung führte) oder das Erstarken der Arbeiterbewegung (dazu zählten auch die Gewerkschaften) als Vertretung der Interessen der Arbeiterinnen und Arbeiter. Mit der Ausbreitung der Industrialisierung und dem steigenden Wohlstand verbesserten sich im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts die Lebensbedingungen der Arbeiterschaft und auch die Löhne stiegen langsam an. Viele dieser Entwicklungen ereigneten sich parallel und mehr oder weniger unabhängig voneinander. Den Schluss, dass der Kapitalismus kein ausbeuterisches, sondern ein wohltätiges System gewesen wäre, kann man allerdings aus diesen Entwicklungen nicht ziehen. Die meisten Verbesserungen der Lage der Arbeiterschaft kamen nicht von Seiten der Fabrikherren, sondern aus der Gesellschaft und zunehmend auch vom Staat.

tamara 24.12.2021

Müsste es nicht: "Im Kapitalismus befindet sich das Kapital im Besitz von Unternehmern." heissen, anstatt ...das Kapitel.." ?

Redaktion

Hallo tamara, vielen Dank für deine supergenaue Lektüre! Toll, dass wir so aufmerksame Leserinnen auf unserer Seite haben. Wir haben den Fehler sofort korrigiert.

123los gehts 04.11.2021

Was sind die Nachteile des Privateigentums an Produktionsmitteln?

Redaktion

Hallo 123los gehts, aus Sicht der Kritiker des Kapitalismus führt das Privateigentum an Produktionsmitteln dazu, dass die Arbeiter ausgebeutet werden. Die Fabrikbesitzer kassieren die Gewinne der Produktion ein, während die Arbeiter froh sein müssen, dass sie überhaupt einen Job haben. So wird die soziale Ungleichheit immer größer. Dieses Argument, das von Karl Marx und Friedrich Engels im 19. Jahrhundert entwickelt wurde, wird aber von vielen Anhängern des Kapitalismus bestritten. Sie sagen, dass der Besitz an Produktionsmitteln auch gesellschaftliche Verantwortung bedeutet und dass die Fabrikbesitzer viele Risiken tragen müssen, wenn sie wirtschaftlich erfolgreich sein wollen.

lola12345 25.09.2021

Welche Aufgabe muss der Staat im Kapitalismus erfüllen ?

Redaktion

Hallo lola12345, der Kapitalismus, also das marktwirtschaftliche System, setzt auf die Freiheit des Einzelnen und darauf, dass sich die Wirtschaft dann am besten entwickelt, wenn der Staat so wenig wie möglich eingreift. Lies dazu doch auch mal unseren Artikel "Freie Marktwirtschaft" hier im Kinderlexikon von Hanisauland. Außerhalb des wirtschaftlichen Geschehens hat der Staat aber durchaus Aufgaben wie die Gewährleistung der Sicherheit seiner Bürger/innen oder die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung. In unserem Artikel "Staat" findest du dazu weitere Informationen.

Pig or porg 18.08.2021

Was macht Kapitalismus mit der Welt und wozu ist er da?

Redaktion

Hallo Pig or porg, Kapitalismus ist eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung. Angebot und Nachfrage bestimmen Markt und Produktion. Der Staat greift wenig oder gar nicht in das Wirtschaftsgeschehen ein. Dieses Prinzip hat sich seit Beginn der Industrialisierung in vielen Staaten der Erde durchgesetzt und ist bis heute das vorwiegende Wirtschaftssystem. Der Kapitalismus hat Vor- und Nachteile. Grundsätzlich ermöglicht der Kapitalismus den Menschen im Wirtschaftsleben größtmögliche Freiheit, er setzt sie damit aber auch den Folgen des freien Handels aus. Allerdings spielt im Kapitalismus Geld eine sehr wichtige Rolle und beeinflusst auch das soziale Leben sehr. Menschen, die bereits Geld besitzen haben es deshalb manchmal leichter. Dafür ist es im Kapitalismus auch möglich sich nach oben zu arbeiten und durch Arbeit Reichtum zu erlangen. Etwas konkreter: Im Kapitalismus kann jeder das arbeiten, was er will, eine Firma gründen, mit Geld spekulieren oder ähnliches; er muss aber auch selbst dafür gerade stehen, wenn er den Arbeitsplatz verliert, seine Firma pleite geht oder die Aktienwerte in den Keller fallen.

Aha 29.06.2021

Was ist eine kapitalistische Gesellschaft

Redaktion

Hallo Aha, eine kapitalistische Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass in Wirtschaft und Gesellschaft das Prinzip des freien Marktes gilt. Angebot und Nachfrage auf dem Markt bestimmen das wirtschaftliche Handeln und der Staat mischt sich nicht in das Wirtschaftsgeschehen ein. Jede und jeder einzelne muss sich auf diesem Markt behaupten und kann sich nicht auf die Unterstützung durch die Gesellschaft verlassen. Oben in unserem Artikel haben wir das noch genauer erklärt.

Isgandarli 18.05.2021

Warum der Staat in einem kapitalistisch marktwirtschaftlichen System ins Wirtschaftsgeschehen eingreift?

Redaktion

Hallo Isgandarli, schau dir dazu bitte einmal unsere Artikel "Soziale Marktwirtschaft" und "Sozialstaat" hier im Lexikon von Hanisauland an. Da erfährst du viel zu deiner Frage nach staatlichen Eingriffen in das wirtschaftliche Geschehen.

Fatma 12.05.2021

Volljährig

Redaktion

Hallo Fatma , wenn dich das Thema interessiert, dann lies doch mal bitte in unserem Lexikon den Artikel "Volljährigkeit". Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Mel 10.05.2021

War die USA für den Kommunismus oder Kapitalismus ?

Redaktion

Hallo Mel, die USA sind seit dem Zweiten Weltkrieg der führende kapitalistische Staat. Im Kalten Krieg waren die USA die Führungsmacht des westlichen demokratischen und kapitalistischen Lagers.

Lord 07.05.2021

Wem nutzte das gewinnorientierte Wirtschaftssystem Kapitalismus, wem schadete es?

Redaktion

Hallo Lord , der Kapitalismus hat historisch in erster Linie den Kapitalisten genutzt, also der Schicht der Bevölkerung, die über Land, Kapital, Maschinen und andere Ressourcen verfügte. Problematisch war er für die Arbeiterschaft, die in den Fabriken Ausbeutung und harte Arbeitsverhältnisse erlebten. Man darf aber auch nicht übersehen, dass ohne das kapitalistische Wirtschaftssystem viele dieser Menschen überhaupt keine Arbeit gefunden hätten. Der Glaubensgrundsatz des Kapitalismus ist, dass er Eigeninitiative, unternehmerisches Engagement und Erfindungsreichtum belohnt. Als Wirtschaftssystem ist er deswegen bis heute nicht überholt, ganz im Gegenteil hat sich das marktwirtschaftliche Prinzip immer weiter ausgebreitet.

KEINE AHNUNG VON GESCHICHT 15.04.2021

WAS IST KAPITALISMUS? ICH VERSTEHE ES NICHT

Redaktion

Hallo KEINE AHNUNG VON GESCHICHT, Kapitalismus oder freie Marktwirtschaft sind Begriffe für ein Wirtschaftssystem, in dem Angebot und Nachfrage auf dem Markt das wirtschaftliche Handeln bestimmen und der Staat sich nicht in das Wirtschaftsgeschehen einmischt. Wir haben das oben in unserem Text und auch in unserem Artikel "Freie Marktwirtschaft" genauer erklärt. Schreib uns doch, was genau du nicht verstehst. Dann können wir dir sicher weiter helfen.

Lernen 📚 07.04.2021

Gibt es den Kapitalismus noch heute in DE?

Redaktion

Hallo Lernen 📚 , Kapitalismus ist ein anderes Wort für Marktwirtschaft. Das Wirtschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland ist ein kapitalistisches System. Die Freiheit der Märkte wird allerdings durch die Soziale Marktwirtschaft beschränkt, wo es sonst zu Ungerechtigkeiten oder zur Ausnützung von Marktmacht kommen kann. Mehr dazu kannst du in unserem Lexikon bei den Begriffen "Freie Marktwirtschaft" und "Soziale Marktwirtschaft" lesen.

Viktoria 20.02.2021

Inwiefern greift der Staat heutzutage in die Marktwirtschaft ein?

Mit freundlichen Grüßen
Viktoria

Redaktion

Hallo Viktoria , das Wirtschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland ist die Soziale Marktwirtschaft. Das Kennzeichen dieses Wirtschaftssystems ist es, dass der Staat dort in das Geschehen in der Wirtschaft eingreift, wo es sonst zu sozialen Ungerechtigkeiten oder dem Missbrauch von Macht durch einzelnen Marktteilnehmer kommt. Solche Eingriffe können Gesetzesmaßnahmen sein wie der Kündigungsschutz oder direkte Eingriffe in das Handeln der Wirtschaftsakteure beispielsweise durch das Kartellamt. Lies dazu doch mal unseren Lexikonartikel "Soziale Marktwirtschaft" hier im Lexikon von Hanisauland. Da erfährst du noch mehr zu diesen staatlichen Eigriffen in die Marktwirtschaft.

mari 28.10.2013

was ist der gegensatz von kapitalismus?

Redaktion

Hallo mari, der Kapitalismus, also das marktwirtschaftliche System, setzt auf die Freiheit des Einzelnen und darauf, dass sich die Wirtschaft dann am besten entwickelt, wenn der Staat so wenig wie möglich eingreift. Lies dazu doch auch mal unseren Artikel "Freie Marktwirtschaft" hier im Kinderlexikon von Hanisauland. Das an der Lehre von Karl Marx orientierte System in der Sowjetunion versuchte dagegen, Wirtschaft und Gesellschaft durch den Staat zu ordnen und zu regulieren. Wie eigentlich in allen kommunistischen Systeme gab es dabei aber viele Ungerechtigkeiten, es wurden Menschen verfolgt und ins Gefängnis oder ins Arbeitslager gesteckt, und die individuelle Freiheit wurde eingeschränkt. Dazu kam, dass die sogenannte Zentralverwaltungswirtschaft sich als nicht geeignet erwiesen hat, die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen. Man hat deswegen nach dem Ende der UdSSR häufig vom Sieg des freiheitlichen kapitalistischen Systems über den Kommunismus gesprochen.

Uwe 08.03.2007

ist kapitalistische Marktwirtschaft gleich Kapitalismus

Redaktion

Hallo Uwe, das ist eine sehr interessante Frage, denn tatsächlich werden diese beiden Begriffe häufig im gleichen Sinn verwendet. Das hat damit zu tun, dass in den westlichen Industriestaaten die Marktwirtschaft von Anfang an kapitalistisch geprägt war; erst spät hat man angefangen, beide Begriffe zu unterscheiden. Tatsächlich werden heute mit den beiden Begriffen unterschiedliche Aspekte des wirtschaftlichen Handelns beschrieben. Wie du oben im Text lesen kannst, bezeichnet man mit Kapitalismus ein Wirtschaftssystem, bei dem sich das Kapital (Geld, Produktionsmittel wie Maschinen oder Fabriken) im Besitz von privaten Unternehmern befindet. Diese Unternehmer entscheiden auf dem "Markt", was sie produzieren, wo und an wen sie etwas verkaufen. Ihr Ziel ist es, dabei einen größtmöglichen Gewinn zu machen. Der Kapitalismus stellt also eine Form der Marktwirtschaft dar, die von privatem Eigentum bestimmt wird. Der Begriff der Marktwirtschaft ist im Vergleich zum Begriff des Kapitalismus weitergehend. Er beschreibt, dass es einen Markt gibt, der durch Angebot und Nachfrage geregelt wird. Die Güter, die auf diesem Markt gehandelt werden, können landwirtschaftliche oder industriell erzeugte Produkte sein, aber auch Dienstleistungen oder Kapitel in Form von Geld, Aktien, etc. Heute ist die kapitalistische Marktwirtschaft das häufigste Wirtschaftssystem, aber es gibt viele Ausprägungen, darunter auch Formen, in denen der Staat stark in das wirtschaftliche Geschehen eingreift. Ein gutes Beispiel dafür war beispielsweise das nationalsozialistische System. Lies am besten auch noch mal die Begriffe Marktwirtschaft und Zentralwirtschaft in unserem Lexikon nach.

Schreib uns deine Frage

Bevor du eine Frage stellst, lies bitte den Lexikonartikel vollständig durch. Schau bitte nach, ob jemand bereits dieselbe Frage gestellt hat. Häufig findest du dort bereits die Antwort auf deine Frage.

Schreib uns