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Lexikon

Revolution

von und
Friedliche Demonstrationen gab es im Herbst 1989 überall in der DDR. Hier eine "Montagsdemonstration" in Leipzig im Oktober 1989

"Montagsdemonstration" in Leipzig während der "Friedlichen Revolution" in der DDR 1989.

Staatliche Ordnung ändern

Wenn Menschen sich durch ihre Regierung oder ihre Herrscher unterdrückt oder ungerecht behandelt fühlen, wollen sie das oft ändern. Manchmal schließen sie sich mit anderen Menschen zusammen und kämpfen häufig mit Gewalt gegen die bestehende Ordnung. Ein solches Handeln nennt man "Revolution". Der Begriff kommt aus dem Französischen und bedeutet "Umwälzung".

Der Sturm auf die Bastille (das war das Gefängnis in Paris). Es war der Beginn der Französischen Revolution 1789. Die Menschen forderten: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.

Der Sturm auf die "Bastille" (das Pariser Gefängnis) stand am Beginn der Französischen Revolution 1789. "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" war die Forderung der Revolutionäre.

Gewaltsame Revolutionen
Die bekannteste Umwälzung in der Geschichte ist die Französische Revolution von 1789. Damals wurde durch einen großen Volksaufstand der König gestürzt. Unter schweren Opfern entstand eine neue politische Ordnung, in der nicht mehr der König, sondern das Volk die Macht hatte. Eine weitere Revolution mit großen und lang anhaltenden Auswirkungen war die russische Oktoberrevolution von 1917.
Die friedliche Revolution in der DDR

Im Gegensatz zu den oben beschriebenen, meist gewaltsamen Umstürzen, gibt es auch den Begriff „friedliche Revolution“. Als Beispiel dafür gilt das Ende der DDR und die deutsche Wiedervereinigung im Jahre 1990. Dies geschah, ohne dass ein einziger Schuss fiel, durch den friedlichen Protest der Bevölkerung der damaligen DDR, die in großen Massen auf die Straße gegangen war.

Erfindungen

Auch eine schnelle Entwicklung in Wissenschaft und Technik nennt man "Revolution". So war zum Beispiel die Erfindung der Dampfmaschine durch James Watt im 18. Jahrhundert der Auslöser der Industriellen Revolution. Die Erfindung der Eisenbahn läutete eine Verkehrsrevolution ein. Als "revolutionär" bezeichnet man auch die Veränderungen in der Wirtschaft und der Gesellschaft, die durch die Erfindung des Computers, das Internet und die neuen Informationsmedien eingetreten sind.

Eure Fragen dazu...

Olga 26.10.2020

Was ist eine revolution ?

Redaktion

Hallo Olga, lies doch mal, was wir dazu oben in unserem Artikel geschrieben haben. Wenn du dann noch mehr wissen willst, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Ursula 18.01.2006

Anne, 17, hatte nach der > englischen Revolution < gefragt. Die erfolgte Antwort ist nicht aufschlußreich, denn das Lexikon gibt keine Auskunft über eine englische Revolution. Also bitte: nehrmt die Anfragen ernst!

Redaktion

Hallo Ursula, wir nehmen die Fragen zu unserem Lexikon sehr ernst und beantworten sie. Allerdings sind wir hier ein Kinderlexikon mit dem Angebot, zu Begriffen, die wir in unseren Stichwörtern erklären, Fragen zu stellen. Wir sind kein Geschichtslexikon, erheben auch nicht den Anspruch zu allen Vorkommnissen in der Weltgeschichte ausführliche Erklärungen geben zu können und zu wollen. Zur "Englischen Revolution" (1642-1649) hatten wir bis vor kurzem folgende ausführliche Antwort online:
Nachdem der englische König Jakob I. und sein Sohn, Charles I., versucht hatten, absolutistische Herrschaftsformen einzuführen, und außerdem noch verdächtigt wurden, der katholischen Religion anzugehören, wandten sich das Parlament und das Volk gegen ihn. Es kam zum Bürgerkrieg. Der König Charles I. wurde zum Tode verurteilt (was an sich schon eine Revolution war) und sein Sohn, Charles II, nach Schottland verbannt. Oliver Cromwell, ein Heeresführer, errichtete ein sogenanntes Protektorat und herrschte bis zu seinem Tod im Jahr 1658. Danach kam Charles II. aus der Verbannung zurück und bestieg doch noch den Thron. 1688 allerdings, in der sogenannten Glorious Revolution, entschied sich das Parlament dazu, den evangelischen Teil der königlichen Familie, Wilhelm von Oranien und Maria II., nach England zu holen und sie als Königspaar anzuerkennen. Allerdings mussten sie vor der Krönung die Stellung des Parlaments und die Rechte des Volks anerkennen. Dadurch entstand die in Europa besondere Situation, dass der Herrscher bei wichtigen Entscheidungen an die Zustimmung des Parlament gebunden war.
Natürlich waren die Geschehnisse komplexer, als wir es hier schreiben können. Deshalb empfehlen wir dir, noch einmal in ein, zwei Bücher zu schauen, z.B. „Englische Geschichte“ von Hans-Christoph Schröder, da wird das etwas genauer, aber immer noch kurz, erklärt.

mirscham 05.09.2005

wo gab es überall revolutione?

Redaktion

Hallo mirscham, Revolutionen gab es zu unterschiedlichen Zeiten in allen Teilen der Welt. Alle können wir hier nicht nennen. Zu den bekanntesten gehört die „Englische Revolution“. Im Verlauf dieser Revolution ging der englische König James II 1688 ins Exil und 1649 wurde König Charles I hingerichtet. Die „Französische Revolution“, die 1789 in Frankreich stattfand und die Monarchie zeitweise absetzte. Die „1848 Revolution“ oder „Europäische Revolution“, die im Jahre 1848 in ganz Europa, vor allem in Deutschland und Frankreich, für die Erstellung von Verfassungen kämpfte. Die „Russische Revolution“, die im Jahr 1917 in Russland die Zarenherrschaft beseitigte.
Aber auch in anderen Teilen der Welt haben Revolutionen stattgefunden. Zum Beispiel in Afrika haben in den 70er Jahren die Menschen gegen die Kolonialherrschaft der Europäer gekämpft. In Kuba die Revolution von 1956, die eine kommunistische Herrschaft errichtete. Außerdem gibt es noch andere Revolutionen, die erstmal wenig mit Politik zu tun haben. Zum Beispiel die „Industrielle Revolution“ im 18. und 19.Jahrhundert oder die „Kopernikanische Revolution“, bei der sich das Weltbild völlig veränderte.

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