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Lexikon

Rechtsstaat

von und
mehrfache Wiederholung des Paragraphenzeichens

Der Staat muss die Gesetze beachten
"Rechtsstaat" ist die Bezeichnung für einen Staat, in dem alles, was der Staat tut, nach den Regeln der Verfassung und nach den geltenden Gesetzen erfolgen muss. In Deutschland ist das Grundgesetz unsere Verfassung. Es ist das wichtigste Regelbuch.
Der Gegensatz des Rechtsstaates

Der Gegensatz zum Rechtsstaat ist ein Polizeistaat oder eine Diktatur. Dort hält sich der Staat an keinerlei Verfassung oder Grundgesetz. Dort haben die Menschen nicht die Möglichkeit, für ihr Recht vor Gericht zu kämpfen. In einem Polizeistaat oder einer Diktatur bestimmen die Machthaber, was gilt. Recht und Gerechtigkeit sind keine Grundsätze, die in Diktaturen gelten.

Eure Fragen dazu...

Chalyn07 18.11.2020

Hallo liebes Hanisauland- Team, wir haben zwei Fragen und zwar: Wer wählt den Rechtsstaat und was ist ,,subjektives Recht" ?
LG Chalyn07
PS: Wir freuen uns auf ihre Antworten!

Redaktion

Hallo Chalyn07, der Rechtsstaat wird nicht gewählt, wir leben in einem Rechtsstaat. Der ist bei uns gegeben und ist im Grundgesetz festgeschrieben. Subjektive Rechte sind die Rechte, die ein Einzelner hat, um seine Interessen durchzusetzen. So hat zum Beispiel jeder Persönlichkeitsrechte oder wem eine Sache gehört, der hat das Recht am Eigentum dieser Sache. Zu den subjektiven Rechten gehören auch die Rechte, die man gegenüber bestimmten Personen hat. Wenn man zum Beispiel eine Sache gekauft hat, hat man gegenüber dem Verkäufer das Recht, dass er diese Sache aushändigt. Ein objektives Recht ist dagegen ein Recht, das unabhängig von einer bestimmten Person allgemein gilt, wie zum Beispiel das Wahlrecht.

thubz7t6zrwedrftgzhuj8io 18.11.2020

Hallo Team von Hanisauland,
ich wollte mich Informieren wie es dazu kommt das nur einige Länder in einem Rechtsstaat leben, schließlich scheint es nur Vorteile zuhaben.
LG
thubz7t6zrwedrftgzhuj8io

Redaktion

Hallo thubz7t6zrwedrftgzhuj8io, Vorteile hat der Rechtsstaat vor allem natürlich für die Bürgerinnen und Bürger, die sich darauf verlassen können, dass der Staat einerseits ihre Rechte achtet und andererseits selbst sich an die Gesetze halten muss. Außerdem gibt es eine unabhängige Justiz, die auch kontrolliert, dass sich der Staat an die Gesetze hält. Damit wird aber auch schon klar, dass es viele Machthaber gibt, die das gar nicht gut finden. Sie wollen selbst nicht durch Gesetze in ihrer Machtausübung behindert werden. Sie wollen oft bestimmen, was in ihrem Staat gelten soll. Sie wollen auch nicht, dass die Bürger/-innnen regelmäßig in freien Wahlen entscheiden, ob sie weiterhin regieren dürfen. Rechtsstaatlichkeit bedeutet eben immer, dass staatliche Macht begrenzt ist.

Ultradave 18.11.2020

Hallo! Ich würde gern wissen, was passiert, wenn ein Gericht abhängig eine Gesetzeseinhaltung überprüft. LG Ultradave

Redaktion

Hallo Ultradave, was meinst du mit "abhängig"? Wenn jemand zum Beispiel wegen Raub angeklagt ist und vor Gericht steht, prüft das Gericht, ob der Angeklagte den sogenannten Tatbestand des Raubes erfüllt hat. Wenn das der Fall ist, kann er so bestraft werden, wie es im Gesetz steht.

Rikola 18.11.2020

Gibt es Nachteile beim Rechtsstaat?

Redaktion

Hallo Rikola, was ein Rechtsstaat ist, haben wir ja in unserem Artikel erklärt. Überleg mal selbst: meinst du es gibt Nachteile? Es gibt vielleicht manche Schwierigkeiten, die mit dem Rechtsstaat verbunden sind - zum Beispiel, dass manche Verfahren lange dauern, weil die Aufklärung oft langwierig ist. Aber kann man das als "Nachteil" bezeichnen?

Pinkes Einhorn 18.11.2020

Seit wann gibt es ein Rechtsstaat in Deutschland?

Redaktion

Hallo Pinkes Einhorn, Rechtsstaat heißt ja, dass im Staat sich alle an die Gesetze halten müssen und dass der Staat dafür sorgt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger auch darauf verlassen können. Vom "Rechtsstaat" spricht man zum ersten Mal im 19. Jahrhundert in Deutschland.

Helmut 01.04.2015

Wos hot den dia Demokratie mit em Rechtsstoat zua tuan?

Redaktion

Hallo Helmut, nur ein Rechtsstaat kann seinen Bürgern bestimmte Rechte garantieren, wie sie in unserer Verfassung niedergelegt sind. Zu den Grundrechten gehört bei uns in Deutschland zum Beispiel die Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz. Aber ein Rechtsstaat bestimmt auch, was für Aufgaben die Regierung und das Parlament haben. Und auch die Staatsgewalt ist bei uns an die Verfassung gebunden, es darf also kein Gesetz, kein Urteil und auch keine Verordnung diesen festgelegten Grundsätzen widersprechen. Nur so funktioniert Demokratie, und darum muss jede Demokratie auch zugleich ein Rechtsstaat sein.

Güven 15.03.2011

Was bedeutet es, in einem Rechtsstaat zu leben ?

Redaktion

Hallo Güven, oben im Text haben wir dazu ja schon einiges geschrieben. Aber hier noch ein paar weitere Gedanken: In einem Rechtsstaat gibt es feste Gesetze, also Regeln, an die sich alle halten müssen, auch der Staat. Dadurch ist der einzelne Bürger vor der Willkür des Staates geschützt. Jeder von uns hat bestimmte Rechte (die stehen in den Grundrechten aufgeschrieben), die auch der Staat uns nicht nehmen darf. So darf er zum Beispiel keinen von uns einfach so ins Gefängnis stecken oder bestrafen, wenn derjenige keines Verbrechens schuldig geworden ist. Jeder Bürger hat das Recht auf einen Gerichtsprozess und darauf, dass alle Gesetze eingehalten werden. Ein Gerichtsverfahren in einem Rechtsstaat ist dann ein rechtsstaatliches, wenn es das geltende Recht in dem Land beachtet. Und wenn jemand schuldig geworden ist, dann muss die Strafe immer angemessen sein. Wer nur ein Kaugummipapier auf der Straße fallen lässt, darf dafür nicht lebenslang ins Gefängnis gesteckt werden.

Saskia 08.05.2008

WAs ist "subjektives Recht"?

Redaktion

Hallo Saskia, unter "objektivem Recht" Recht versteht man die gesamte Rechtsordnung, also das gesamte in Form von Gesetzen festgeschriebene Recht. "Subjektives Recht" ist kein Gegensatz dazu. Unter subjektivem Recht versteht man die Rechte einzelner, die sich aus dem objektiven Recht ergeben. Das klingt jetzt natürlich erstmal ganz schön theoretisch.
In der Praxis wird der Begriff vielleicht etwas klarer. Subjektive Rechte sind nämlich beispielsweise das Wahlrecht oder die Grundrechte, durch die sich der Einzelne vor Übergriffen des Staates schützen kann. Auch das Recht auf Rückzahlung von Schulden ist ein subjektives Recht. Jedes Recht, das ein Einzelner in Anspruch nehmen kann, ist demzufolge subjektives Recht.

Günther 18.01.2006

Was ist ein Rechtsstaat?

Redaktion

Hallo Günther, oben im Text haben wir dazu einiges geschrieben.

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