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Nordkorea

Pjöngjang
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Offizieller Name:
Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK)
Hauptstadt:
Pjöngjang
Kontinent:
Asien
Währung:
Nordkoreanischer Won
Sprachen:
Koreanisch
Fläche:
122.762
Einwohner:
25,5 Millionen
Nationalfeiertag:
9. September; Unabhängigkeit und Gründung der DVRK

Nordkorea liegt im Osten von Asien auf der koreanischen Halbinsel. Nachbarländer sind China, Russland und Südkorea. Im Osten grenzt Nordkorea an das Japanische Meer und im Westen an das Gelbe Meer. Im Sommer bestimmt der feuchtheiße Monsun das Wetter, der koreanische Winter ist kalt und trocken. Das Landesinnere ist sehr gebirgig, daher leben die meisten Nordkoreanerinnen und Nordkoreaner an den Küsten.

Pjöngjang (Nordkorea): Ausblick auf Kim Il-sung Platz mit dem Fluss "Taedong" und dem Ministerium für den Außenhandel (links).

Pjöngjang (Nordkorea): Ausblick auf Kim Il-sung Platz mit dem Fluss "Taedong" und dem Ministerium für den Außenhandel (links).

Herrschaft der Familie Kim
Statuen von Kim Il-Sung (links) and Kim Jong-il (rechts) in Nordkorea.

Statuen von Kim Il-Sung (links) and Kim Jong-il (rechts) in Nordkorea.

Pjöngjang ist die Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Korea. Das Land ist eine Diktatur. Es wird von der Familie Kim zusammen mit dem Militär geführt. Eine politische Opposition gibt es nicht. Menschenrechte werden missachtet. Die Wirtschaft wird streng vom Staat geregelt. Es gilt eine Zentralverwaltungswirtschaft. Kritik an der staatlichen Führung ist verboten und wird hart bestraft, im schlimmsten Fall sogar mit dem Tod. Es herrscht Zensur, das heißt, dass der Staat alle Medien kontrolliert. Niemand darf das Land verlassen, und auch Umzüge im Land sind nicht möglich.

Einst geeint, heute getrennt
Blick auf die Grenze und entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea. Gesehen von einer Aussichtsplattform in Südkorea.

Die Grenze und entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea. Gesehen von einer Aussichtsplattform in Südkorea.

Nordkorea und Südkorea waren einst ein geeintes Land. Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzten russische Truppen den Nordteil Koreas und Truppen aus den USA den Süden. Die beiden Weltmächte machten aus Korea zwei Länder: Die Amerikaner schufen im Süden eine Republik und die Russen im Norden eine Volksrepublik nach dem Vorbild der Sowjetunion. Anfang der 1950er Jahre kam es zu einem erbitterten Krieg zwischen dem Norden und dem Süden, dessen Folgen bis heute spürbar sind.
Noch immer befinden sich Nord- und Südkorea offiziell im Kriegszustand und eine Vereinigung beider Länder scheint unmöglich. So ist auch die Grenzüberschreitung zu Südkorea von Nordkorea unerwünscht und praktisch unmöglich. Nordkoreanische Familien können nicht mit ihren Verwandten, die in Südkorea leben, in Kontakt treten. Gelegentlich gibt es aber Zeichen für eine vorsichtige Annäherung zwischen den Staaten. So stellten beide Länder ein gemeinsames Team bei den Olympischen Winterspielen 2018.

Leben in Nordkorea

Nordkorea schottet sich von anderen Ländern ab. Es gibt praktisch keine Einwanderer/innen. Ausländische Journalisten dürfen sich nur mit staatlichen Kontrolleuren in Nordkorea aufhalten. Daher ist über das Leben der Bevölkerung auch nicht viel bekannt. Die meisten Menschen in Nordkorea arbeiten sehr viel und hart. Trotzdem ist ein Großteil der Bevölkerung extrem arm und muss hungern. Das Grundnahrungsmittel ist Reis. Fleischgerichte kommen fast nie auf den Tisch, da sich das kaum jemand leisten kann. Hilfsorganisationen berichten über die sehr schlechte medizinische Versorgung der Menschen. Das Leben der Einwohner/innen ist vom Staat streng geregelt. So dürfen die meisten Menschen zum Beispiel kein Auto oder Telefon benutzen, weil diese als „Luxusgüter“ gelten, die der sozialistische Staat ablehnt.

Eigener Kalender, eigene Filme

Nordkorea hat einen eigenen Kalender eingeführt. 1912, das ist das Geburtsjahr des verstorbenen Staatsgründers Kim Il-sung, gilt als Beginn dieser Zeitrechnung. Nach diesem Kalender haben wir also erst das Jahr 108. Um die Bevölkerung für das Land und die Regierung zu begeistern, produziert die Regierung häufig Kinofilme, in denen die Herrscherfamilie heldenhaft und fürsorglich dargestellt wird.

Verbände für Jugendliche

In Nordkorea gibt es eine Schulpflicht für Kinder von 5 bis 16 Jahre. Nach der Schule gehen die Kinder zu ihren Jugendverbänden. Dort müssen sie sich mit der Landespolitik beschäftigen, kritische Fragen sind aber nicht erlaubt. In den Jugendgruppen wird aber auch Sport getrieben und gemeinsame Ausflüge werden unternommen.

Nordkorea: Einschulung in Pjöngjang.

Nordkorea: Einschulung in Pjöngjang.

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