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Lexikon

DDR

von und
Die Flagge der DDR hatte die Farben Schwarz, Rot und Gold und in der Mitte einen Ährenkranz mit Hammer und Zirkel.

Die Nationalflagge der DDR .

Kurz & knapp
In Deutschland gab es zwischen 1949 und 1990 zwei Staaten: Die Bundesrepublik Deutschland und die DDR. Die DDR war ein sozialistischer Staat, in dem die Menschen nicht frei leben konnten. Es gab keine Wahlen, die Macht lag alleine bei einer Partei. 1989 gab es in der DDR eine friedliche Revolution, die DDR brach zusammen. 1990 haben sich DDR und Bundesrepublik Deutschland vereinigt.

Geteiltes Deutschland

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland geteilt. Im Westen gab es die Bundesrepublik Deutschland, im Osten die DDR. DDR ist die Abkürzung für "Deutsche Demokratische Republik". Die DDR entstand 1949 aus der damaligen sowjetischen Besatzungszone. Das war der östliche Teil Deutschlands, der nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Verwaltung der Sowjetunion stand. Die DDR umfasste das Gebiet der heutigen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Eine Schautafel zeigt die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR vor der Wiedervereinigung.

Diktatur

Auch wenn im Namen des Staates "Demokratie" vorkam, so war die DDR keineswegs eine Demokratie. Die DDR war eine Diktatur. Sie verstand sich als sozialistischer Staat und bezeichnete sich als Arbeiter- und Bauernstaat. Aber die Macht lag weder bei den Arbeitern noch bei den Bauern. Die politische Macht lag alleine bei einer Partei, der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). Freie Wahlen und Meinungsfreiheit gab es nicht. Oppositionelle wurden verfolgt.

Blick auf Mauer und Panzersperren am Potsdamer Platz in Ost-Berlin 1963.

Mauer und Panzersperren am Potsdamer Platz in Ost-Berlin 1963.

Berliner Mauer

Weil viele Menschen die DDR in den ersten Jahren ihres Bestehens verlassen haben, um im Westen zu leben, haben die Machthaber in der DDR im August 1961 die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland geschlossen und die Berliner Mauer errichtet.

Friedliche Revolution und Ende der DDR

40 Jahre nach ihrer Gründung ist die DDR zusammengebrochen. Dazu haben viele Bürger der DDR beigetragen, indem sie gegen den Staat demonstriert haben. Sie wollten, dass sich die DDR veränderte. Die Menschen wollten in Freiheit leben. Ihre friedliche Revolution führte zum Ende der DDR und mündete in die Vereinigung von DDR und Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990. Seither ist dieser Tag der deutsche Nationalfeiertag und wird "Tag der Deutschen Einheit" genannt.

Der Einigungsvertrag vom 31. August 1990. Auf der rechten Seite sind die  Unterschriften der damaligen Bundesminister/innen. Auf der linken Seite stehen die Unterschriften des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, darunter von Bundeskanzler Helmut Kohl und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Beschlossen wurde damit die Vereinigung von DDR und Bundesrepublik Deutschland.

Der Einigungsvertrag vom 31. August 1990. Auf der rechten Seite sind die Unterschriften der damaligen Bundesminister/innen. Auf der linken Seite stehen die Unterschriften und des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, darunter von Bundeskanzler Helmut Kohl und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Beschlossen wurde damit die Vereinigung von DDR und Bundesrepublik Deutschland.

FAQ / Häufig gestellte Fragen

(Frequently Asked Questions - das ist die englische Übersetzung von "häufig gestellte Fragen")
Redaktion

Hallo Princes, in der DDR gab es das Ziel der "Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik". Über den wirtschaftlichen Aufschwung sollte die soziale Absicherung der werktätigen Bevölkerung erfolgen. Im Zentrum stand die Förderung der Beschäftigung aller Menschen in der DDR. Arbeitslosigkeit konnte es nach dieser Vorstellung nicht geben. Zur Steigerung des Lebensstandards gehörten auch groß angelegte Wohnungsbauprogramme und der Ausbau sozialer Leistungen wie der Kinderbetreuung. Auf Dauer war die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der DDR aber nicht ausreichend, um dieses System zu finanzieren. Schau doch mal auf diese Seite, da findest du viele weitere Informationen zur Sozialpolitik der DDR:

eure weiteren Fragen dazu...

Lili 03.06.2011

Wie stand die DDR zur Kirche?

Redaktion

Hallo Lili, Religion galt nach marxistischen Vorstellungen als Macht- und Unterdrückungsinstrument der Herrschenden. Religion wurde als Aberglaube und "Opium fürs Volk" bezeichnet. Man versuchte die Religion durch wissenschaftliche Erkenntnis zu widerlegen und zu verdrängen. Hier findest du weitere Informationen.

Anna-Sarah 19.04.2006

Wie lebten die Kinder in der DDR?

Redaktion

Hallo Anna-Sarah, in vielen Bereichen war das ähnlich wie in anderen Ländern - sie gingen in den Kindergarten und die Schule, hatten Freundinnen und Freunde, mit denen sie Spaß hatten. Aber einiges war anders. Fast alle Kinder waren ab dem Alter von sechs Jahren Mitglieder bei den sogenannten Jungpionieren, ab der vierten Klasse gehörte man dann zu den "Thälmannpionieren" (der Name kam von Ernst Thälmann, einem ehemaligen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands). Die Kinder verbrachten ihre Zeit bei "Pioniernachmittagen", es gab auch "Pionieraufträge", bei denen gemeinnützige Aufgaben verrichtet wurden. Wieso gab es diese Organisationen? Die Kinder sollten dazu erzogen werden, im Sinne der DDR gute "junge Sozialisten" zu werden, die bereit waren, dem Staat treu zu sein. In diesen Organisationen lernten sie die Gedanken kennen, die die Führer der DDR ihnen beibringen wollten. Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auf der Seite des Deutschen Historischen Museums.

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