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Lexikon

DDR

von und
Die Flagge der DDR hatte die Farben Schwarz, Rot und Gold und in der Mitte einen Ährenkranz mit Hammer und Zirkel.

Die Nationalflagge der DDR .

Kurz & knapp
In Deutschland gab es zwischen 1949 und 1990 zwei Staaten: Die Bundesrepublik Deutschland und die DDR. Die DDR war ein sozialistischer Staat, in dem die Menschen nicht frei leben konnten. Es gab keine freien Wahlen, die Macht lag alleine bei einer Partei. 1989 gab es in der DDR eine friedliche Revolution, die DDR brach zusammen. 1990 haben sich DDR und Bundesrepublik Deutschland vereinigt.

Geteiltes Deutschland

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland geteilt. Im Westen gab es die Bundesrepublik Deutschland, im Osten die DDR. DDR ist die Abkürzung für "Deutsche Demokratische Republik". Die DDR entstand 1949 aus der damaligen sowjetischen Besatzungszone. Das war der östliche Teil Deutschlands, der nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Verwaltung der Sowjetunion stand. Die DDR umfasste das Gebiet der heutigen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Eine Schautafel zeigt die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR vor der Wiedervereinigung.

Diktatur

Auch wenn im Namen des Staates "Demokratie" vorkam, so war die DDR keineswegs eine Demokratie. Die DDR war eine Diktatur. Sie verstand sich als sozialistischer Staat und bezeichnete sich als Arbeiter- und Bauernstaat. Aber die Macht lag weder bei den Arbeitern noch bei den Bauern. Die politische Macht lag alleine bei einer Partei, der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). Freie Wahlen und Meinungsfreiheit gab es nicht. Oppositionelle wurden verfolgt.

Blick auf Mauer und Panzersperren am Potsdamer Platz in Ost-Berlin 1963.

Mauer und Panzersperren am Potsdamer Platz in Ost-Berlin 1963.

Berliner Mauer

Weil viele Menschen die DDR in den ersten Jahren ihres Bestehens verlassen haben, um im Westen zu leben, haben die Machthaber in der DDR im August 1961 die Grenze zur Bundesrepublik Deutschland geschlossen und die Berliner Mauer errichtet.

Friedliche Revolution und Ende der DDR

40 Jahre nach ihrer Gründung ist die DDR zusammengebrochen. Dazu haben viele Bürger der DDR beigetragen, indem sie gegen den Staat demonstriert haben. Sie wollten, dass sich die DDR veränderte. Die Menschen wollten in Freiheit leben. Ihre friedliche Revolution führte zum Ende der DDR und mündete in die Vereinigung von DDR und Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990. Seither ist dieser Tag der deutsche Nationalfeiertag und wird "Tag der Deutschen Einheit" genannt.

Der Einigungsvertrag vom 31. August 1990. Auf der rechten Seite sind die  Unterschriften der damaligen Bundesminister/innen. Auf der linken Seite stehen die Unterschriften des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, darunter von Bundeskanzler Helmut Kohl und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Beschlossen wurde damit die Vereinigung von DDR und Bundesrepublik Deutschland.

Der Einigungsvertrag vom 31. August 1990. Auf der rechten Seite sind die Unterschriften der damaligen Bundesminister/innen. Auf der linken Seite stehen die Unterschriften und des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, darunter von Bundeskanzler Helmut Kohl und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Beschlossen wurde damit die Vereinigung von DDR und Bundesrepublik Deutschland.

FAQ / Häufig gestellte Fragen

(Frequently Asked Questions - das ist die englische Übersetzung von "häufig gestellte Fragen")
Melina 05.07.2021

Hallo,
ich wollte fragen warum es die ddr nicht mehr gibt.

LG MELINA

Redaktion

Hallo Melina, die DDR ist Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zusammengebrochen, weil die Menschen in der DDR diesen Staat nicht mehr ertragen wollten. Die Unzufriedenheit mit der politischen Situation in der DDR war extrem angewachsen. Es gab dort viele Demonstrationen und Proteste und diese trugen letzten Endes zum Zusammenbruch des Staates entscheidend bei. Die Menschen in der DDR hatten schlicht und einfach die Nase voll von diesem Staat und seinen Führern, die ihnen die Freiheit nahmen und vorgaben, was sie denken und sagen durften. Dazu kam, dass die DDR wirtschaftlich am Ende war und dass sich seit Mitte der 1980er Jahre eine neue Politik durchzusetzen begonnen hatte, die mehr Offenheit und Reformen in den Staaten des Ostblocks zum Ziel hatte. Die Führer der Staatspartei SED waren zu einer solchen Modernisierung nicht bereit und auch nicht fähig.

Hallo 15.03.2021

Warum wurde die DDR gegründet?

Redaktion

Hallo Hallo, die DDR und die Bundesrepublik Deutschland entstanden durch die Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie waren eine Folge des Zweiten Weltkriegs und der politischen Uneinigkeit der Besatzungsmächte. Oben im Text haben wir dazu einiges geschrieben. Auch hier findest du dazu weitere Informationen.

eure weiteren Fragen dazu...

187 21.09.2021

Warum Gab es den 2 weltkrieg

Redaktion

Hallo 187, schau mal unter dem Begriff "Zweiter Weltkrieg" in diesem Lexikon nach. Da haben wir schon geschrieben, wie Deutschland diesen Krieg begonnen hat und warum aus dem Angriff Deutschlands auf Polen im September 1939 ein Weltkrieg geworden ist.

Lilu 17.09.2021

Musste man zur Wahl gehen? Und wenn man nicht gegangen wäre,hätten sie einen abgeholt?

Redaktion

Hallo Lilu, formal gab es keine Pflicht zu wählen. Es wurde allerdings durchaus erwartet, dass man zur Wahl ging, und erwartet wurde auch oft, dass man seine Stimme als Zeichen der Unterstützung des Systems offen abgab. Wer nicht wählte, geriet auf jeden Fall ins Blickfeld des Überwachungssystems. Dass Wahlen in der DDR nicht demokratisch waren und in keiner Hinsicht den Anforderungen an eine demokratische Wahl entsprechen, ist ja sowieso klar.

Lotta 06.09.2021

Was ist ein IM und wofür brauchte die Stasi sie?

Redaktion

Hallo Lotta, als IM wurde ein "Inoffizieller Mitarbeiter" der Stasi bezeichnet. Das waren Menschen, die andere bespitzelt haben. Sie haben dann der Stasi Berichte geschrieben, was andere Menschen zum Beispiel in Gesprächen mit ihren Freunden gesagt haben. Manchmal haben sich sogar Ehepaare bespitzelt und der Stasi davon berichtet. Die Stasi wollte auf diese Weise herausbekommen, wer sich kritisch über den Staat äußerte und wer anderer Meinung war als die Regierung. Das wurde dann oft bestraft. Manchmal haben die Menschen mit ihren engsten Vertrauten darüber gesprochen, dass sie eine Flucht aus der DDR planten. Wenn dann unter den Vertrauten ein IM war, der die Fluchtpläne der Stasi meldete, wurden die Menschen, die fliehen wollten, verhaftet oder bei ihrer Flucht festgenommen und ins Gefängnis gebracht.

Nachrichtenagentur der DDR 02.09.2021

Nachrichtenagentur der DDR

Redaktion

Hallo Nachrichtenagentur der DDR, der Allgemeine Deutsche Nachrichtendienst (kurz: ADN) war die einzige Nachrichtenagentur der DDR. Die Nachrichtenagentur war nicht unabhängig, sondern dem Presseamt beim DDR-Ministerpräsidenten unterstellt und folgte den staatlichen Anweisungen.

Maxi 14.08.2021

Wieso gab es „nur“ eine Mauer um West-Berlin, und nicht zwischen Ost- und Westdeutschland?

Redaktion

Hallo Maxi, tatsächlich haben die Verantwortlichen in der DDR es nur in Berlin und an einigen anderen Stellen für nötig gehalten, eine richtige Mauer zu errichten. Das hatte mit der engen Bebauung der Stadt zu tun, wo ohne Mauer nicht ausreichend Platz für die Grenzschutzanlagen der DDR war. Die Mauer war aber auch eine klare und unübersehbare Ansage der Mächtigen in der DDR, dass die ihren Bürgerinnen und Bürgern die Flucht in den Westen auf keinen Fall erlauben würden. Der Rest der fast 1400 km langen innerdeutschen Grenze war darum aber nicht weniger unüberwindlich. Überall entlang dieser Grenze gab es Grenzzäume, vermintes Gelände, Selbstschussanlagen und Grenztürme, von denen aus der Verlauf der Grenze lückenlos überwacht werden konnte. Auf dieser Seite des Deutschen Historischen Museums findest du weitere Informationen.

Jay 02.08.2021

Wie war das Leben in West-Berlin? Es lag ja mitten in der DDR. War es genauso wie im Westen? Konnten die Menschen einfach aus Berlin ausreisen? Wie war das möglich?
Ich freue mich auch über Tipps, wo ich mehr darüber lesen kann. Danke.

Redaktion

Hallo Jay, in Westberlin lebten die Menschen isoliert und abgeschnitten vom restlichen Westdeutschland. Umgeben waren Sie vom Staatsgebiet der DDR, einem ihnen damals feindlich gesinnten Land. Die Menschen konnten sich entweder innerhalb Westberlins aufhalten oder mussten viele Kilometer durch die DDR reisen, um in den Rest von West-Deutschland zu gelangen. Viele fühlten sich daher wie eingesperrt. Auch die Versorgung der Menschen war schwierig. Dennoch war das Leben in Westberlin in den 1970er und 1980er Jahren sehr viel luxuriöser als im Ostteil der Stadt oder in der DDR. Es gab auch Besonderheiten wie zum Beispiel eine eigene Post oder besondere Personalausweise. Männer aus Westberlin wurden nicht zum Wehrdienst eingezogen. Auf dieser Seite der Stadt findest du weitere Informationen zu diesen besonderen Jahren.

Bär 30.06.2021

Ich wollte Fragen ob die DDR aus der SED entstand ist bzw. ob die Sowejts es nutzten um ihre Politik damit aufzuziehen und Leute übernahmen oder ob es Separate Organisationen waren die ähnliche Vorstellungen hatten?

Redaktion

Hallo Bär, die SED war die Staatspartei der DDR, die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands. Entstanden war die SED durch die Zwangsvereinigung der SPD und der KPD in der Sowjetischen Besatzungszone 1946. Die Sowjetunion wollte mit diesem Zusammenschluss sicherstellen, dass die von ihr unterstützte Kommunistische Partei die Politik im Osten Deutschlands bestimmte und nicht die bei den Wählern beliebteren Sozialdemokraten. Auf dieser Seite des Deutschen Historischen Museums erfährst du mehr zu diesem politischen Manöver.

Magdalena 22.06.2021

Wie verläuft dann der politische entscheidungs Prozess?

Redaktion

Hallo Magdalena, die DDR war eine Diktatur. Die Macht im Staat lag allein bei der Einheitspartei SED. Die Führer der SED bestimmten über die Politik der DDR. Es gab zwar ein Parlament, die Volkskammer, und andere politische Einrichtungen. Diese hatten aber keine politische Macht. Alle Entscheidungen wurden von den Kadern der SED getroffen. Eine Gewaltenteilung fand nicht statt. Auf dieser Seite des Deutschen Historischen Museums www.dhm.de/lemo findest du dazu weitere Informationen.

Magdalena 22.06.2021

Welche Rolle spielen die staatlichen Organe der ddr?

Redaktion

Hallo Magdalena, die DDR war eine Diktatur, in der alle staatlichen Organe unter der Kontrolle der Einheitspartei SED standen. Viele wichtigen Staatsämter waren unmittelbar an Parteiämter gekoppelt. So war Erich Honecker, der lange Jahre Generalsekretär der SED war, auch Vorsitzender des Staatsrats, also des höchsten politischen Amtes, das es in der DDR gab. Die Volkskammer, das Parlament der DDR, bestand aus ehrenamtlichen Abgeordneten und traf sich nur selten zu Sitzungen. Politische Macht hatte es nicht. Neben der SED gab es zwar die sogenannten Blockparteien und auch große Massenorganisationen. Alle diese Organisationen waren aber gleichgeschaltet und kein Zeichen für einen politischen Pluralismus.

Dominik Luca B. 17.06.2021

Hellllllooooooo,
ich halte mit meiner Gruppe in der Schule einen Vortrag, der sich mit der Entstehungszeit der DDR und BDR dreht. Unsere Frage ist, welche markante Ereignisse dazu geführt haben, dass die DDR und BDR entstanden.

Redaktion

Hallo Dominik Luca B., die beiden deutschen Staaten entstanden wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Als Folge dieses Krieges hatten die Siegermächte beschlossen, Deutschland, das für den Krieg verantwortlich war, aufzuteilen und damit dauerhaft zu schwächen. Als es schon bald nach dem Krieg zur Konfrontation zwischen den westlichen Staaten und der Sowjetunion kam, unterstützten beide Lager die Gründung eines "eigenen" Staates, der den jeweiligen politischen Vorstellungen entsprechen sollte. Auf der Seite des Deutschen Historischen Museums www.dhm.de/lemo findet ihr dazu weitere Informationen. Auch unsere Antwort an Hallo in den FAQ und der dort genannte Link hilft euch vielleicht weiter. Viel Erfolg für euren Vortrag!

Susann 10.06.2021

Warum bestand die DDR trotz allen 40 Jahren?

Redaktion

Hallo Susann, die DDR war Teil des Ostblocks. Das war das Staatenbündnis, das unter der Vorherrschaft der kommunistischen Sowjetunion stand und sich als Gegengewicht zur Gemeinschaft der westlichen demokratischen Staaten unter Führung der USA verstand. Die Machthaber in den Staaten Osteuropas konnten sich lange Jahre auf die Unterstützung der Sowjetunion und der anderen Partnerstaaten des Warschauer Pakts verlassen, wenn es zu Unruhen und Aufständen in ihren Ländern kam. Als die Sowjetunion 1989 diese Unterstützung nicht mehr gewährte, brach die DDR-Diktatur zusammen.

wilx 02.06.2021

Warum wurde nach der Wiedervereinigung nicht der Sozialismus in Gesamtdeutschland eingeführt? Der Kapitalismus ist doch sehr böse?

Redaktion

Hallo wilx, so allgemein kann man nicht sagen, ob der Kapitalismus jetzt gut oder schlecht ist. Der Kapitalismus ist ein bestimmtes Wirtschaftssystem, das je nach Betrachtungsweise Vor- und Nachteile hat. In den etwas über 200 Jahren, die der Kapitalismus jetzt das vorherrschende Wirtschaftssystem der Erde ist, hat er große Fortschritte ermöglicht, aber eben auch manches Problem erzeugt. Ob für einen selbst die Vorteile oder Nachteile wichtiger sind, muss jeder selbst entscheiden. Man sollte sich aber gut informieren, damit man genau weiß, warum man für oder gegen etwas ist. Grundsätzlich ermöglicht der Kapitalismus den Menschen im Wirtschaftsleben große Freiheit. Damit werden die Menschen aber auch den Folgen des freien Handels ausgesetzt. Im Kapitalismus kann jeder das arbeiten, was er will, eine Firma gründen, mit Geld spekulieren etc.; er muss aber auch selbst dafür gerade stehen, wenn er den Arbeitsplatz verliert, seine Firma pleite geht oder die Aktienwerte in den Keller fallen. Auch hat es im Kapitalismus immer wieder Tendenzen gegeben, Menschen auszubeuten, die Arbeiter unter unzumutbaren Bedingungen und für ungerechte Löhne arbeiten zu lassen oder Monopole aufzubauen, die das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage in der Marktwirtschaft außer Kraft setzen. In Deutschland gibt es deswegen die sogenannte Soziale Marktwirtschaft, deren Ziel es ist, Ungerechtigkeiten und unsoziales Verhalten in der Wirtschaft zu verhindern. Lies dazu doch einmal unseren Artikel "Soziale Marktwirtschaft". Als die DDR 1989 zusammenbrach, wussten die Menschen dort jedenfalls eines ganz sicher: Dass sie die Form des Sozialismus, die es dort über 40 Jahre lang gegeben hatte, nicht länger haben wollten. Denn dieser Sozialismus beruhte auf der diktatorischen Herrschaft einer Partei, der SED, die den Menschen vorschrieb, wie sie zu leben und zu arbeiten hatten, die ihnen die Freiheit nahm und die ihre Gegner bespitzelte und verfolgte.

Adeline 31.05.2021

Könntet ihr mir vielleicht ein paar Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten der DDR und der NS beschreiben? Das würde mich echt interessieren.

Redaktion

Hallo Adeline , die DDR war eine Diktatur: Die SED (die "Sozialistische Einheitspartei Deutschlands"), bestimmte als herrschende Partei, was gut für die Bürger/innen und den Staat war. Die Staatssicherheit (Stasi), die Geheimpolizei, überwachte die Bürger, um angebliche politische Gegner zu finden und zu inhaftieren. Andersdenkende wurden verfolgt, durften ihren Beruf nicht mehr ausüben oder wurden eingesperrt. In der DDR gab es keine Meinungsfreiheit, keine Reisefreiheit und natürlich auch keine freien Wahlen. Das alles sind Kennzeichen von Diktaturen, und eine solche war auch das nationalsozialistische Deutschland. Trotzdem ist es wichtig, die Unterschiede deutlich zu machen. Die nationalsozialistische Diktatur hatte eine klare rassistische Ausprägung, alle anderen Völker wurden gegenüber den angeblichen "Ariern" als minderwertig angesehen. Daraus wurde das Recht abgeleitet, diese so genannten "Rassen" zu unterdrücken, zu verfolgen oder zu ermorden. Der nationalsozialistische Holocaust war ein Massenmord an über 6 Millionen jüdischen Menschen. Auch andere Gruppen wie die Sinti und Roma wurden im Nationalsozialismus gnadenlos verfolgt. Zur nationalsozialistischen Diktatur gehört auch die grenzenlose Überhöhung der eigenen Nation und die Verachtung aller anderen Länder. Daraus resultierte eine expansionistische Außenpolitik, die den Anlass des Zweiten Weltkrieges darstellte. Schau dir doch einmal die Seite des Deutschen Historischen Museums www.dhm.de/lemo an. Da findest du viele Informationen zu den beiden deutschen Diktaturen.

Gaetano 25.05.2021

Welche Schritte waren elementar die zur Gründung von der Bundesrepublik Deutschland geführt hatten?

Redaktion

Hallo Gaetano, der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 gingen eine Reihe wichtiger Schritte voraus. Voraussetzung dafür war die Verschlechterung der Beziehungen zwischen den alliierten Siegermächten nach 1945, die die Schaffung eines gesamtdeutschen Staates zunehmend unmöglich erscheinen ließ. Darum forderten die westlichen Siegermächte im Juli 1948 in den "Frankfurter Dokumenten" die Ministerpräsidenten im Westen Deutschlands auf, die Grundlagen für einen demokratischen Staat zu schaffen. Das geschah durch den Parlamentarischen Rat, der in den Monaten darauf das Grundgesetz entwarf. Mehr zu dieser spannenden Entwicklung findest du auf den Seiten des Deutschen Historischen Museums, beispielsweise auf dieser Seite zu den Frankfurter Dokumenten.

babangüzel 24.05.2021

Punks in der DDR, war das nur eine Jugendbewegung oder eine politische Gefahr für die SED-Diktatur?

Redaktion

Hallo babangüzel, Punks waren nur eine kleine Gruppe in der Jugend- und Musikszene der DDR. Mit ihrer unverhohlen geäußerten Ablehnung des Systems stellten sie aber eine Provokation für die Machthaber der SED dar. Entsprechend schwer wurde es den Punks in der DDR gemacht. Wenn du mehr zu dieser spannenden Geschichte lesen willst, schau dir doch einmal diesen Zeitreise-Beitrag des MDR an.

Nana 20.05.2021

Was waren demokratische und undemokratische Elemente der DDR?

Redaktion

Hallo Nana, die DDR bezeichnete sich selbst zwar als demokratischen Staat - und wie ein Staat sich selbst bezeichnet, kann ihm ja keiner vorschreiben. Aber dadurch war die DDR natürlich kein demokratischer Staat. Die DDR war eine Diktatur, in der die Menschen nicht frei darüber entscheiden konnten, wie und wo sie leben wollten. Sie hatten kaum Freiheiten und durften ohne Erlaubnis nicht das Land verlassen – auch nicht, um Urlaub zu machen oder Verwandte in der Bundesrepublik Deutschland zu besuchen. Auch überwachte der Staat seine Bürgerinnen und Bürger und verfolgte diejenigen, die sich gegen den Staat stellten und eine eigene kritische Meinung hatten. Und natürlich gab es keine freien Wahlen, keinen Pluralismus und keine fairen Mitwirkungschancen für Menschen oder Parteien, die eine andere politische Linie vertraten als die Staatspartei SED - also alles das nicht, was eine Demokratie ausmacht.

briggitte 17.05.2021

Welche politischen Voraussetzungen führten zur Gründung der BRD und der DDR?

Redaktion

Hallo briggitte, die beiden deutschen Staaten entstanden wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Als Folge dieses Krieges hatten die Siegermächte beschlossen, Deutschland, das für den Krieg verantwortlich war, aufzuteilen und damit dauerhaft zu schwächen. Als es schon bald nach dem Krieg zur Konfrontation zwischen den westlichen Staaten und der Sowjetunion kam, unterstützen beide Lager die Gründung eines "eigenen" Staates, der den jeweiligen politischen Vorstellungen entsprechen sollte. Auf der Seite des Deutschen Historischen Museums www.dhm.de/lemo findest du dazu weitere Informationen.

ichbraucheinegutenotebro 16.05.2021

Wie war das Leben in der BRD also im Westen ? Ich muss ein Referat über den Ost-West-Gegensatz schreiben und ich weiß nicht genau worüber ich alles schreiben soll. Meine bisherigen Themen sind: Wie entstand West und Ostdeutschland?,Das Leben im Ostdeutschland, Das Leben im Westdeutschland, Deutsche Wiedervereinigung, Mauerfall und "Mauer in den Köpfen" weil meine Fragestellung warum exisierte die "Mauer in den Köpfen" mehr als zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung noch? ist.

Redaktion

Hallo ichbraucheinegutenotebro, jetzt hast du uns so viel geschrieben, dass wir nicht mehr wissen, was genau du von uns wissen willst. Schau doch einmal auf die Seite des Deutschen Historischen Museums www.dhm.de/lemo. Da findest du viel zum Leben in der Bundesrepublik und in der DDR in den Jahren nach 1949 und zu den unterschiedlichen System.

irfinsh 13.05.2021

Ga es auch positive Aspekte in der DDR?

Redaktion

Hallo irfinsh, ja, die gab es sicher. Fragt man Menschen, die in der DDR groß geworden sind, dann hört man oft Begriffe wie: großer Zusammenhalt der Menschen, niedrige Mieten, gute Kinderbetreuung, billige medizinische Versorgung, Arbeit für jeden, größere Gleichberechtigung von Männern und Frauen als im Westen. Trotzdem darf man nie vergessen, dass die DDR ein Unrechtsstaat war. Sie hat den Menschen die Freiheit genommen, selbst über wichtige Bereiche ihres Lebens zu entscheiden, sie hat Bürger des Landes für politische Aussagen ins Gefängnis gesperrt und für "nicht angepasstes Verhalten" viele Leute sogar mit dem Tod bestraft. Eine Diktatur kann niemals mit den "guten" Seiten wettmachen, was sie im Leben ganz vieler Menschen kaputt macht.

Alpenkäse 12.05.2021

Hallo, mich Interessiert voll wie die Bürgern gelebt haben und wie alles ablief. Ich wäre der Meinung ihr solltet mal eine Film drehen mit 1/1 wie es war.

Redaktion

Hallo Alpenkäse, schau dir doch mal diesen Link an. Dort, auf den Seiten des Deutschen Historischen Museums, findest du eine Menge Berichte von Menschen, die ihren Alltag in der DDR beschreiben, und viele weitere Informationen zum Leben der Menschen in der DDR. Den besten Film zur alltäglichen Unterdrückung und Bespitzelung der Menschen hat ein deutscher Regisseur gemacht und dafür sogar den Oskar gewonnen. Der Film heißt "Das Leben der Anderen" und ist eine wirklich tolle Darstellung der Realität in der Diktatur der DDR. Vielleicht könnt ihr ihn ja einmal in der Schule ansehen.

lu 10.05.2021

Was war in der DDR als verboten ?

Redaktion

Hallo lu , die DDR war eine Diktatur, in der sehr vieles verboten war. So war es nicht erlaubt, eine andere Meinung zu haben, als sie von der sozialistischen Einheitspartei SED vorgegeben wurde. Wer dennoch auf seiner Meinungsfreiheit beharrte, wurde verfolgt und landete oft sogar im Gefängnis. Verboten waren freie Medien, die ja auch eine andere Meinung als die der Staatspartei hätten äußern können. Verboten war es, enge Kontakte mit dem so genannten Klassenfeind in der Bundesrepublik Deutschland zu pflegen. Reisen waren nur in bestimmte Länder erlaubt, aber nicht in die Bundesrepublik oder in die demokratischen Länder Westeuropas. Lies doch einmal unseren Artikel oben und unsere Antworten auf eure Fragen in den FAQ. Da erfährst du noch mehr über die Unterdrückung der Freiheit in der DDR.

joli 10.05.2021

wie gros war die drb

Redaktion

Hallo joli, die DDR war knapp 110.000 Quadratkilometer groß. Auf dieser Fläche lebten fast 17 Millionen Menschen.

Sissss 07.05.2021

Gib Willy Brandts Vorstellungen zur Demokratiesierung der Gesellschaft wieder.

Redaktion

Hallo Sissss, das können wir zwar gerne machen, aber eigentlich ist es doch deine Schulaufgabe, und dein Lehrer oder deine Lehrerin wäre sicher nicht begeistert, wenn wir deine Aufgaben machen würden. Aber einen Tipp zum Weiterlesen geben wir dir gerne: Auf dieser Seite des Deutschen Historischen Museums findest du viele Infos zur Person und zur Politik des ersten sozialdemokratischen Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland.

Mixies 07.05.2021

Beschriebe in eignen Worten die Entstehung der APO

Redaktion

Hallo Mixies , wir schreiben hier immer in eigenen Worten und machen auch nicht so gerne eure Hausaufgaben, wie du dir sicher denken kannst. Aber wenn du dir unseren Artikel zu "Außerparlamentarische Opposition" (APO) anschaust und vielleicht auch einmal auf der Seite des Deutschen Historischen Museums www.dhm.de/lemo "APO" in die Suche eingibst, kannst du diese Aufgabe sicher problemlos selbst beantworten.

Fantasygirl3 07.05.2021

Erläutere die Maßnahmen der DDR-Regierung gegen die Opposition.

Redaktion

Hallo Fantasygirl3, schau mal unter dem Begriff "Stasi / Staatssicherheit der DDR" in diesem Lexikon nach. Da findest du viele Informationen zum brutalen Vorgehen der Machthaber in der DDR gegen die Kritiker/innen dieses undemokratischen System.

Amy 04.05.2021

War die DDR der bessere Sozialstaat oder eine Diktatur, und warum?

Redaktion

Hallo Amy, die DDR war eine Diktatur, in der die alleinige Macht bei der Staatspartei SED und ihren Kadern lag. Demokratische Wahlen und eine Vielfalt der Parteien gab es nicht, Meinungsfreiheit, Reisefreiheit und andere Freiheitsrecht wurden unterdrückt. Wer sich gegen die Politik der SED stellte, musste damit rechnen, verfolgt zu werden, im Gefängnis zu landen oder sogar umgebracht zu werden. Trotzdem kann man die DDR auch als Sozialstaat bezeichnen (manchmal hört man auch den Begriff "Fürsorgediktatur"). So unterstützte der Staat Menschen in Not und bezahlte zum Beispiel bei der Miete mit oder unterstützte Familien finanziell. Auch war die Kinderbetreuung in der DDR sehr gut und die Arbeitslosenzahl zumindest offiziell sehr niedrig. Die DDR hat sich also in manchen Hinsicht um ihre Bürgerinnen und Bürger gekümmert, sie dabei aber auch stark kontrolliert und ihnen keine Entscheidungsfreiheit über ihr eigenes Leben gelassen.

CT 03.05.2021

Eine Frage welche Politische richtig gab es in der DDR ? Links ? Rechts ? Konservativ ?

Redaktion

Hallo CT, die DDR war eine sozialistische Republik. Im üblichen Parteienspektrums bezeichnet man das als "links". Vor allem war die DDR aber ein Diktatur, in der es keine freien Wahlen, keine Freiheit und keinen Meinungspluralismus gab.

mizmi 01.05.2021

Hallo wie war denn die Beziehung zwischen BRD und DDR ?

Redaktion

Hallo mizmi, die Beziehungen zwischen den beiden Staaten waren von Anfang an schwierig. Gegenseitig macht man sich viele Vorwürfe. Dabei spielte natürlich eine Rolle, dass die Poltischen Systeme völlig unterschiedlich waren und beide Staaten auf verschiedenen Seiten in der großen Auseinandersetzung des Kalten Krieges standen. Wenn du mehr zu den deutsch-deutschen Beziehungen in den Jahren nach 1949 wissen willst, empfehlen wir dir dieses Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung. Zur Annäherung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR in den Jahren seit 1970 findest du viele Informationen auf dieser Seite des Deutschen Historischen Museums.

Lilly 29.04.2021

Warum ging nicht die ganze Stadt Berlin an die DDR

Redaktion

Hallo Lilly, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland zwischen den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges aufgeteilt. Dadurch sollte Deutschlands Macht begrenzt werden und verhindert werden, dass Deutschland noch einmal einen Krieg anfangen konnte. Weil Berlin als Reichshauptstadt eine so besondere Bedeutung in der Zeit des Nationalsozialismus gehabt hatte, wurde auch die Stadt zwischen den Siegermächten aufgeteilt. Die USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion hatten jeweils einen eigenen Sektor, den sie kontrollierten. Diese Aufteilung von Deutschland und von Berlin hatten die alliierten Mächte schon im Zweiten Weltkrieg beschlossen.

hallöchen flöhchen 27.04.2021

Wie konnte man nach West-Berlin reisen, es lag doch mitten in der DDR?

Redaktion

Hallo hallöchen flöhchen, West-Berlin konnte mit dem Flugzeug und über die so genannten Transitautobahnen erreicht werden. Das waren Straßen, die direkt nach West-Berlin führten und von denen man ohne besondere Genehmigung auf keinen Fall abfahren durfte.

Gubschi 23.04.2021

Wie war der Umgang mit Kritikern in der BRD und der DDR, wenn es euch möglich ist bitte viele Infos für einen Vortrag 😄

Redaktion

Hallo Gubschi, deinen Vortrag können wir dir hier nicht vorbereiten, den sollst du sicherlich auch selbst machen... Wichtig wäre es dafür, zu wissen, welche Kritiker du meinst, von welcher Zeit du sprichst und was diejenigen kritisiert haben.

susi 22.04.2021

Warum waren die Wahlen in der DDR nicht demokratisch? (was warn die Wahlgrundsätze und die Voraussetzung)

Redaktion

Hallo susi, bei Wahlen in der DDR hatten die Wähler/innen nicht die Auswahl zwischen verschiedenen Parteien und verschiedenen Wahlprogrammen. Gewählt wurde eine Einheitsliste der so genannten Nationalen Front. Diese koordinierte vor der Wahl die Wahlvorschläge der Einheitspartei SED und anderer staatlicher Organisationen und erstellte eine Wahlliste. Dieser Liste konnte bei der Wahl nur zugestimmt werden, es gab keine Alternative. Die Wahlen waren auch nicht zwingend geheim, so dass auch eine Wahlenthaltung oder das Nichterscheinen bei der Wahl sofort auffiel.

was geht ab 13.04.2021

Warum war das geld in der DDR nicht so viel Wert wie in Westdeutschland?

Redaktion

Hallo was geht ab, die Wirtschaft in der DDR war nicht so stark wie die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland. Darum war auch der Wert der Währung nicht vergleichbar. Dazu kam, dass sich die Länder im Einflussbereich der Sowjetunion von den Finanzmärkten abschotteten. Darum konnte man auch nicht die unterschiedlichen Währungen gegeneinander tauschen. Die Führer der DDR wussten, dass es dann noch deutlicher geworden wäre, dass die Menschen im Westen in größerem Wohlstand lebten als im Osten. Aber auch im eigenen Land konnten sich die Menschen in der DDR mit ihrer eigenen Währung nicht alles kaufen. Viele Produkte gab es gar nicht, andere Produkte waren so selten und begehrt, dass sie nur auf dem Schwarzmarkt gegen Geld aus dem Westen zu kaufen waren.

Kaliya 12.04.2021

War die DDR eine Republik und was sind die Vorraussetzungen? In wie weit werden diese Voraussetzungen erfüllt?

Redaktion

Hallo Kaliya, die Republik ist zunächst einmal eine Staatsform, in der es keinen König oder Königin gibt. In dieser Hinsicht war die Bezeichnung zutreffend für die DDR. Die Republik ist aber auch eine Staatsform, in der das Staatsvolk die oberste Gewalt hat. Vom Staatsvolk geht alle Entscheidungsgewalt aus, seine gewählten Vertreterinnen und Vertreter bilden die Regierung und machen die Gesetze. Die DDR-Führer behaupteten, dass ihre Republik ein demokratischer Staat wäre, in dem das Volk in Wahlen die Regierung wählt. In Wahrheit war die DDR aber eine Diktatur, in der es keine Freiheit gab. Alle Macht lag bei der Einheitspartei SED. Auch bei Wahlen gab es keine Alternativen.

Username 10.04.2021

Was ist der Staatsaufbau der DDR und wie unterscheidet der sich gegenüber der Bundesrepublik Deutschland?

Redaktion

Hallo Username, während es sich bei der Bundesrepublik Deutschland um eine Demokratie handelt, war die DDR eine sozialistische Diktatur (auch wenn sie sich selbst als "Demokratie" bezeichnete). Beispielsweise gab es eine Staatspartei, die SED, die alle politische Macht im Land kontrollierte. Es gab keinen Pluralismus, keine Partizipationsmöglichkeiten jenseits der vom Regime akzeptierten Parteiorganisationen und keine Meinungsfreiheit. Die DDR bespitzelte ihre eigenen Bürger/innen und verfolgte alle, die sich der Politik der SED widersetzten. Lies dir doch mal hier im Lexikon auch die Artikel zu den Begriffen "Sozialismus" und "Demokratie" durch, dann fallen dir bestimmt viele weitere Unterschiede auf.

LeiseMaus 08.04.2021

Hallo,
wie war eigentlich das wirtschaftliche System in Ostdeutschland und welche Entwicklung musste es durchmachen?
Lieben Gruß

Redaktion

Hallo LeiseMaus, die wirtschaftliche Entwicklung in der DDR wurde von der 1949 auf Druck der Sowjetunion eingeführten Planwirtschaft geprägt. Dazu findest du in unserem Lexikon einen eigenen Artikel "Staatsverwaltungswirtschaft / Planwirtschaft". Die DDR wurde im Lauf der Jahrzehnte zu einem führenden Industriestaat. Die Nachteile der Planwirtschaft führten aber dazu, dass sie nicht dauerhaft mit den marktwirtschaftlich organisierten Staaten im Westen mithalten konnte. Als die Mauer 1989 fiel, war die DDR praktisch bankrott und nicht mehr imstande, den Lebensstandard ihrer Bürgerinnen und Bürger aufrechtzuerhalten. Schau dir dazu doch auch einmal die Seiten des Deutschen Historischen Museums www.dhm.de/lemo zur Geschichte der DDR an.

Csuzy 28.03.2021

Warum ist die DDR gescheitert?

Redaktion

Hallo Csuzy, in den 1980er Jahren wurde die wirtschaftliche Lage in der DDR immer schlechter. Die Planwirtschaft war immer weniger in der Lage, die von den Menschen gewünschten Produkte herzustellen und zu liefern. Dazu kam, dass mit der Veränderung der Politik der UdSSR unter Michail Gorbatschov seit 1885 überall in den Ländern des Ostblocks die Hoffnung wuchs, dass es bald mehr Freiheit geben würde. Dem stellte sich das Regime in der DDR aber entschieden entgegen, weil die SED und ihre Vertreter um ihre Macht fürchteten. Die Menschen in der DDR wollten aber nicht länger unter den dortigen Bedingungen leben. Deswegen haben die gegen ihren Staat und die Machthaber in diesem Staat protestiert. Weil so viele Manschen sich diesem Protest angeschlossen haben, ist die DDR innerhalb von kurzer Zeit zusammengebrochen. Lies mal den Text oben und unsere Antworten, da haben wir schon einiges dazu geschrieben.

🐶 26.03.2021

Stimmt es das in den Wohnungen Wanzen waren, und die Menschen ausspioniert wurden!

Redaktion

Hallo 🐶, die Staatssicherheit hat tatsächlich in vielen Fällen Menschen ausspioniert, die im Verdacht standen, eine Flucht zu planen oder sich gegen die Diktatur der SED zu engagieren. Diese Menschen wurden überwacht, Freund/innen, Kolleg/innen und Familienmitglieder wurden als Spitzel auf sie angesetzt (diese nannte die Stasi "Informelle Mitarbeiter"). Oft wurden auch Telefone oder gleich die ganzen Wohnungen verwanzt, damit die Stasi alles mitbekam, was die angeblichen Republikgegner sagten und machten. Auf dieser Seite der Bundeszentrale für politische Bildung erfährst du mehr über die Aktivitäten der Stasi.

Mira 19.03.2021

War das System der BRD besser und leistungsfähiger als das von der DDR ?

Redaktion

Hallo Mira, in der DDR gab es nur eine Partei, die das Sagen hatte. Die Menschen konnten nicht frei sagen, was sie dachten. Sie konnten nicht frei reisen und wer gegen die Politik der Partei eingestellt war, musste damit rechnen, verfolgt zu werden und sogar ins Gefängnis zu kommen. Die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer Rechtsstaat, in dem die Menschen frei sind. Wenn du von "leistungsfähig" sprichst, meinst du vermutlich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Hier hat sich gezeigt, dass die Planwirtschaft, wie sie in der DDR galt, keineswegs so erfolgreich war wie die soziale Marktwirtschaft.

Was 19.03.2021

Wie war der Alltag in der DDR?

Redaktion

Hallo Was, schau dir mal folgenden Link an. Dort, auf den Seiten des Deutschen Historischen Museums findest du eine Menge Berichte von Menschen, die ihren Alltag in der DDR beschreiben.

Philip 16.03.2021

Warum Heist die DDR (Deutsche Demokratische Republik) und welche demokratische Bedeutung hat dieses Wortspiel

Redaktion

Hallo Philip, die DDR bezeichnete sich selbst als demokratischer Staat - und wie ein Staat sich selbst bezeichnet, kann ja nicht von Anderen vorgeschrieben werden. Aber dadurch war die DDR natürlich noch lange kein demokratischer Staat. Sie war kein gerechter Staat und kein Staat, in dem die Menschen gerne leben wollten. Die DDR war eine Diktatur, in der die Menschen nicht frei darüber entscheiden konnten, wie und wo sie leben wollten. Sie hatten kaum Freiheiten und durften ohne Erlaubnis nicht das Land verlassen – auch nicht, um Urlaub zu machen oder Verwandte in der Bundesrepublik Deutschland zu besuchen. Auch überwachte der Staat seine Bürger und verfolgte diejenigen, die sich gegen den Staat stellten und eine eigene kritische Meinung hatten. Und natürlich gab es auch keine freien Wahlen, keinen Pluralismus und keine fairen Mitwirkungschancen für Menschen oder Parteien, die eine andere politische Linie vertraten als die Staatspartei SED - also alles das nicht, was eine Demokratie ausmacht.

Phil 16.03.2021

Welche Personen waren 1949 an der Spitze der DDR

Redaktion

Hallo Phil, der erste Präsident der DDR war 1949 Wilhelm Pieck, der erste Ministerpräsident Otto Grotewohl. Der von der Sowjetunion unterstützte eigentliche Führer des Staates war aber Walter Ulbricht, der 1950 Generalsekretär des neu geschaffenen Zentralkomitees (ZK) der SED wurde. Auf dieser Seite der Bundeszentrale für politische Bildung findest du viele weitere Informationen zu diesen spannenden Jahren.

Fiene 10.03.2021

Hallo liebes Team.
Wir haben folgende Fragestellung in Wirtschaft. Könnt ihr mir bitte helfen??Mögliche Konsequenzen, die sich aus den Versorgungsschwierigkeiten für die Bevölkerung ergaben, zum anderen aber auch für das Ansehen des politischen Systems der DDR.Was ist damit gemeint???

Redaktion

Hallo Fiene, in der DDR war die Versorgung mit so genannten Luxusartikeln oder Produkten aus dem Westen (wie zum Beispiel Südfrüchten) sehr schlecht. Der Grund dafür war, dass sich die DDR von der westlichen Welt abgeschottet hatte und kaum Handel mit Weststaaten betrieb. Auch funktionierte das Wirtschaftssystem, die Planwirtschaft, nicht so wie erhofft. Oft fehlte es an Rohstoffen oder an qualifizierten Arbeitern, um in ausreichender Menge Produkte herzustellen. Deswegen kam die Industrie mit der Produktion wichtiger Güter, die die Menschen gerne haben wollten, nicht nach. Diese Versorgungslücken verursachten viel Ärger in der Bevölkerung. Schlangestehen, wenn es gerade wieder einmal einen besonders begehrten Artikel gab, war die Regel. Manche Waren gab es nur für West-Geld zu kaufen oder sie mussten bei Verwandten in der Bundesrepublik "bestellt" werden. Das Ansehen der politischen Führung litt darunter naturgemäß, zumal die SED immer behauptete, dass die DDR in jeder Hinsicht der bessere deutsche Staat sei.

keine ahnung 10.03.2021

War ein grund wieso die DDR gefallen ist auch das die Swojetunion in eine Wirtschaftskrise steckte? Weil die DDR gehörte ja eigentlich der Swojetunion oder?

Redaktion

Hallo keine ahnung, die DDR war ein sogenannter Satellitenstaat. Das heißt, sie war zwar völkerrechtlich ein souveräner Staat, tatsächlich aber war sie in allen wichtigen Entscheidungen von der Sowjetunion abhängig. Das galt in der Zeit des Kalten Krieges für alle Länder des Ostblocks. Die DDR gehörte also nicht zur Sowjetunion, sie war aber abhängig von der Entwicklung in der Sowjetunion. Als diese in den 1980er Jahren in eine schwere Wirtschaftskrise geriet, hatte das auch Auswirkungen auf die Entwicklung der DDR. Der Fall der Mauer 1989 steht darum auch in engem Zusammenhang mit dieser wirtschaftlichen Krise der Sowjetunion.

Ich hasse Twich 02.03.2021

Wie Lange hat es gedauert um die Berliner - Mauer zu bauen

Redaktion

Hallo Ich hasse Twich , der eigentliche Mauerbau war in wenigen Tage beendet. Nur so konnte ja der gemeine Plan der Herrscher in der DDR funktionieren, die fluchtbereiten Bürger zu überraschen und an der Umsetzung ihrer Fluchtpläne zu hindern. Allerdings wurde die Mauer im Laufe der Jahre immer wieder ausgebaut, es wurde ein Todesstreifen eingerichtet, der es noch schwerer machte, die Mauer zu überwinden.

Hallo 02.03.2021

Wieso gab es in der DDR so viel Überwachung ?

Redaktion

Hallo Hallo, die DDR war eine Diktatur. In der DDR gab es keine demokratischen Wahlen, keine Parteien, keine Freiheit zu reisen, keine Redefreiheit und nicht die Freiheit, so zu leben, wie man selbst es wollte. Die Machthaber hatten darum gute Gründe, Angst vor ihrer eigenen Bevölkerung zu haben, die sie ständig unterdrückten. Darum versuchten sie, so viel wie nur irgend möglich über die Menschen im Land zu wissen. Dafür wurde ein riesiges System von Spitzeln aufgebaut. Niemand sollte sich sicher sein, nicht vom Arbeitskollegen, Nachbarn oder dem eigenen Ehemann ausgehorcht zu werden. Nur so konnte der Staat genug Angst verbreiten, um die Menschen ruhig zu halten.

Pupsi 02.03.2021

Warum wurde die BRD gegründet?

Redaktion

Hallo Pupsi, zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland kam es, weil sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs auf deutschem Boden zwei völlig unterschiedliche politische Systeme gegenüberstanden: In der sowjetisch besetzten Zone entstand die DDR. Auf dem Gebiet, das von den westlichen Siegermächten USA, Frankreich und Großbritannien besetzt war, entstand die Bundesrepublik Deutschland.

Aliass 22.02.2021

Wie sah das Sozialleben aus?

Redaktion

Hallo Aliass, auch in der DDR haben Menschen ein alltägliches Leben gelebt, sind Kinder zur Schule gegangen, wurde gearbeitet, gefiert und gelacht. Fragt man Menschen, die in der DDR groß geworden sind, dann hört man oft Beschreibungen wie: großer Zusammenhalt der Menschen, niedrige Mieten, gute Kinderbetreuung, billige medizinische Versorgung, Arbeit für jeden. Trotzdem darf man nie vergessen, dass die DDR ein Unrechtsstaat war. Sie hat den Menschen die Freiheit genommen, selbst über wichtige Bereiche ihres Lebens zu entscheiden, sie hat Bürger des Landes für politische Aussagen ins Gefängnis gesperrt und für "nicht angepasstes Verhalten" viele Leute sogar mit dem Tod bestraft. Eine Diktatur kann niemals mit den "guten" Seiten wettmachen, was sie im Leben ganz vieler Menschen kaputt macht. Viele Informationen zum Leben in der DDR findest du auf der Seite des Deutschen Historischen Museums www.djhm.de/lemo.

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