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Lexikon

Demografie

von und
Gezeigt werden bestehende und neu gebaute Mietwohnungen. Deutlich gemacht wird so, dass die Politik auf die Bevölkerungsentwicklung reagieren muss. Gebraucht wird ausreichend Wohnraum.

Die Politik muss auf die Bevölkerungsentwicklung reagieren und ausreichend Wohnraum schaffen.

Bevölkerungswissenschaft
Das Wort "Demografie" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Bevölkerungswissenschaft". Das ist die Lehre über den Zustand und die Entwicklung einer Bevölkerung. Mit "Bevölkerung" bezeichnet man alle Einwohnerinnen und Einwohner eines bestimmten Gebietes, zum Beispiel einer Stadt, eines Landes oder eines Kontinents.
Aufgabe der Politik
Gezeigt wird eine acht-spurige Autostraße voller Autos - Folge des Bevölkerungswachstums.

Zu viele Autos auf den Straßen - auch eine Folge des Bevölkerungswachstums.


Die Politik muss auf bestimmte demografische Veränderungen reagieren. Ein Beispiel: Die Lebenserwartung der Menschen steigt, die Menschen werden im Durchschnitt immer älter. Die Politiker müssen überlegen, was unternommen werden muss, damit die alten Menschen ausreichend Geld zum Leben haben. Müssen alle Arbeitenden mehr Geld in die Rentenversicherung einzahlen? Wie kann die Pflege alter Menschen sichergestellt werden? Fachleute, Politikerinnen und Politiker kümmern sich um diese und ähnliche Fragen, die für die Zukunft unserer Gesellschaft von großer Bedeutung sind.

Eure Fragen dazu...

Lara 03.03.2011

Was könnte man denn tun, gegen diesen Demografischen Wandel in Deutschland?

Redaktion

Hallo Lara, das derzeitige Problem ist die Überalterung der Gesellschaft wegen sinkender Geburtenraten. In Zukunft wird es also immer mehr ältere und weniger jüngere Menschen in Deutschland geben. Es gibt einige Maßnahmen, die die Politik ergreifen kann, um diesen Trend abzuschwächen. So kann zum Beispiel versucht werden, die Geburtenrate zu steigern. Nun reicht es natürlich nicht aus, wenn der Staat die Menschen dazu aufruft, mehr Kinder zu bekommen. Vielmehr muss überlegt werden, woran es liegt, dass die Geburtenrate zurückgeht, und an diesen Ursachen angesetzt werden.
Ein Grund dafür ist zum Beispiel, dass sich Familie und Beruf oft nur schwer unter einen Hut bringen lassen. Durch die Schaffung von mehr Kindergartenplätzen und neuen Betreuungsangeboten für Kinder kann hier im Rahmen der Familienpolitik angesetzt werden. Aber auch mit arbeitspolitischen Maßnahmen könnte reagiert werden, zum Beispiel durch die Schaffung von mehr Teilzeitstellen. Neben einer Politik zur Steigerung der Geburtenrate wird auch immer wieder das Thema Migration in diesem Zusammenhang diskutiert. Vor allem die Wirtschaft fordert, dass sich die Migrationspolitik verändern muss, damit es leichter wird, qualifizierte junge Arbeitnehmer aus dem Ausland für Deutschland zu gewinnen. Das sind nur zwei von sicherlich viel mehr Möglichkeiten, die der Politik zur Verfügung stehen, um die demographischen Entwicklung zu beeinflussen. In diesem Dossier der ZEIT findest du noch weitere.

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