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Lexikon

Kolonialismus / Kolonien

von und
Auf der Weltkarte werden die Kolonien des Deutschen Reichs im 19. Jahrhundert gezeigt. Es handelt sich um eine Zeichnung.

Die Kolonien des Deutschen Reiches im 19. Jahrhundert.

Unterwerfung anderer Länder

Im Laufe der letzten 200 Jahre haben viele europäische Staaten Länder in anderen Erdteilen unterworfen. Diese Länder konnten sich gegen die Übermacht der Europäer nicht wehren und wurden zu sogenannten Kolonien. Diese Eroberungspolitik bezeichnet man als "Kolonialismus". Der Begriff kommt vom lateinischen Wort "colonia", das heißt "Ansiedlung außerhalb des römischen Bürgergebietes".

Ausbeutung der Kolonien

Die Länder wurden oft nur deshalb unterworfen, weil die Eroberer die Schätze der fremden Länder für sich haben wollten. Das konnten Goldschätze sein oder Diamanten. Auch kaufte man für wenig Geld in den fremden Ländern Gewürze, Tee, Kaffee, Tabak oder Früchte und verkaufte diese dann für viel Geld in den Heimatländern.

Kolonialmächte

Die ersten Kolonien wurden von den großen Seefahrernationen Großbritannien, Spanien, Portugal, Frankreich und den Niederlanden erobert. Deutschland, das nicht zu den großen Seefahrernationen gehörte, hatte für kurze Zeit (bis zum Ende des Ersten Weltkriegs) wenige Kolonien in Afrika und Asien. Spanien dagegen hatte große Kolonien in Mittel- und Südamerika und England in Asien und im Nahen Osten. Die Kolonien wurden von deutschen, französischen, englischen und spanischen Beamten verwaltet.

Folgen des Kolonialismus

Die Menschen, die in den Kolonien lebten, waren den fremden Herrschern untertan und hatten oft keine eigenen Rechte. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahre 1914 lebte mehr als die Hälfte aller Menschen dieser Welt in Kolonien. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1945 gaben die europäischen Staaten ihre Kolonien allmählich wieder auf, so dass diese Länder unabhängig wurden. Etliche von ihnen leiden bis heute darunter, dass sie so lange von fremden Staaten beherrscht wurden.

FAQ / Häufig gestellte Fragen

(Frequently Asked Questions - das ist die englische Übersetzung von "häufig gestellte Fragen")
Hanisaulandisttoll 22.03.2022

Hallo:) es geht um den Kolonialismus + Imperialismus. Was genau ist der Dreickshandel? (Sinn?)
Was waren Gründe für die Expansionen? Was waren die wirklichen Motive von Europäern?
Was können wir tun, um diese Dinge heutzutage zu ändern? (In Bezug auf die Folgen vom Kolonialismus)

Redaktion

Hallo Hanisaulandisttoll, der sogenannte transatlantische Dreieckshandel funktionierte folgendermaßen: Europäische Händler tauschten an der Küste Afrikas Waren gegen Menschen, die als Sklaven nach Amerika gebracht und dort verkauft wurden. Mit den Produkten, die durch die Sklavenarbeit geerntet oder hergestellt wurden, fuhren die Schiffe dann nach Europa zurück. Damit hat man schon das wichtigste Motiv des europäischen Kolonialismus, die Gier nach den Schätzen der fremden Welten, die man möglichst billig nach Europa bringen wollte, um dort damit riesige Gewinne zu machen. Im Zeitalter des Imperialismus kamen noch andere Motive dazu. Dazu kannst du dich in den FAQ zu unserem Lexikonartikel "Imperialismus" informieren. Bis heute leiden viele Entwicklungsländer unter den Folgen des europäischen Kolonialismus. Ändern kann man das nicht mehr, aber durch Hilfen für die ärmeren Länder und fairere Handelsbeziehungen ist es immerhin möglich, diesen Ländern beim Start in eine bessere Zukunft zu helfen. Lies dazu doch einmal unsere Artikel "Entwicklungszusammenarbeit" und "Fair Trade" hier im Lexikon von Hanisauland.

Andrina 23.01.2022

Was ist der Unterschied zwischen Imperialismus und Kolonialismus?

Redaktion

Hallo Andrina , Kolonialismus ist streng genommen die Zeit der europäischen Herrschaft in fremden Ländern vor 1850. Damit bezeichnet man die Phase, in der die europäischen Mächte zwar in die sogenannten Kolonialländer reisten, sie ausbeuteten und mit ihnen handelten, aber sich die Europäer dort nicht - oder nur in Ausnahmen - ansiedelten. Eine Ausnahme ist Amerika, denn da gab es schon im 18. Jahrhundert Siedlerkolonien. Imperialismus ist die Zeit, in der die europäischen Staaten daran gingen, diese Gebiete auch politisch in ihre Herrschaftsgebiete (ihre "Imperien") einzubinden. Dies geschah, indem sie dort Siedler hinschickten und eine Verwaltung und Infrastruktur aufbauten. Das war aber erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts möglich und ist eng mit der Industrialisierung und der daraus folgenden militärischen Überlegenheit der Europäer verbunden.

eure weiteren Fragen dazu...

Wolle 21.09.2022

Kamerun war eine deutsche Kolonie, ab wann und wie lange ?

Redaktion

Hallo Wolle, Kamerun war von 1884-1919 eine Kolonie des Deutschen Reiches.

Maxi 14.09.2022

Was hat Afrika mit dem Kolonialismus zu tun?

Redaktion

Hallo Maxi, Afrika wurde vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts Ziel des europäischen Kolonialismus. Im Zeitalter des Imperialismus fand ein regelrechter "Wettlauf um Afrika" statt, bei dem die europäischen Mächte den ganzen Kontinent unter sich aufteilten. Auch schon in den Jahrhunderten davor waren vor allem die Küstenregionen Afrikas zum Ziel der europäischen Herrschaftsansprüche über die Welt geworden. Viele tausende von Menschen wurden aus Afrika in dieser Zeit nach Amerika verschleppt, um dort als Sklaven für die europäischen Eroberer zu arbeiten.

Emilia 14.09.2022

Was sind wichtige Merkmale des Kolonialismus kurz zusammengefasst?

Redaktion

Hallo Emilia, oben im Text haben wir dazu einiges geschrieben. Lies dir das doch mal in Ruhe durch. Dann kannst du deine Frage sicher schnell selbst beantworten.

Chanel 02.09.2022

Welche Auswirkungen hatte das Giftgas im 1.Weltkrieg wenn es eingesetzt wurde ?

Redaktion

Hallo Chanel , schau mal, was wir bei unserem Artikel "Weltkrieg" zum Einsatz von Giftgas im Ersten Weltkrieg geschrieben haben.

Daniela 29.08.2022

Welche Nachteile ergaben sich aus dem Kolonialismus und dem Imperialismus für die europäischen Kolonialmächte?

Redaktion

Hallo Daniela, für die europäischen Länder hatte der Kolonialismus überwiegend Vorteile: Wer Kolonien hatte, konnte dort Bodenschätze abbauen und seine eigenen Produkte verkaufen. Billige Arbeitskräfte gab es in den kolonialisierten Ländern auch genug – man griff einfach auf die dortige Bevölkerung zurück und beutete diese rücksichtslos aus. Dazu kam der erhoffte Ansehensgewinn als Kolonialmacht vor allem im Zeitalter des Imperialismus - ein Land, das Kolonien hatte, durfte sich zu den großen Mächten rechnen. Damit ist auch klar, wer mit den Nachteilen zu leben hatte: Das waren die Menschen in den Ländern, die von den Europäern besetzt wurden. Die Einheimischen waren den Europäern unterlegen und mussten mit ansehen, wie viele von ihnen zu härtester Arbeit gezwungen wurden und dafür wenig oder gar keinen Lohn bekamen. Die Wirtschaft wurde nach den Vorstellungen der Kolonialherren ausgerichtet, die Interessen der Kolonisierten spielten keine Rolle. Auf längere Frist hat sich der Kolonialismus aber auch für die einstigen Kolonialmächte als große Belastung erwiesen. Kolonien kosteten häufig mehr Geld, als man damit verdienen konnte, die Kolonialmächte verloren ihre Kolonien, oft in blutigen Unabhängigkeitskriegen, und sie müssen heute damit klarkommen, dass die koloniale Herrschaft viel kritisiert wird und es sogar bis heute Forderungen nach einer Entschädigung für die früheren Kolonien und ihre Bewohner gibt.

kitty 25.08.2022

Warum teilten die Europäer die Welt unter sich auf welche motive hatten sie ?

Redaktion

Hallo kitty, die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Kolonialismus und später des Imperialismus waren vielfältig. Wichtig waren häufig machtpolitische Ziele, also das Gewinnen von Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet und ein Ansehensgewinn in der Gemeinschaft der Staaten. Dazu kamen wirtschaftliche Ziele (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale Ziele (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben bei der gewaltsamen Aneignung der Welt durch die europäischen Mächte eine Rolle gespielt.

Dani 24.08.2022

Welche Stützpunktkolonien gab es?

Redaktion

Hallo Dani, typische Stützpunktkolonien waren Hongkong und Singapur. Von diesen Orten aus kontrollierten die britischen Kolonialherren weitere Teile Chinas und Südostasiens. Schau mal bitte unten bei euren weiteren Fragen nach. Da haben wir schon einiges zu diesem Thema geschrieben.

Dani 24.08.2022

Danke, finde leider nichts über deutsche Stützpunktkolonien. Gab es überhaupt welche?

Redaktion

Hallo Dani, als Stützpunktkolonien werden Kolonien bezeichnet, die vor allem als Ausgangspunkt für die wirtschaftliche und militärische Beherrschung eines bestimmten Kolonialgebietes dienten. Die deutschen Kolonien Ende des 19. Jahrhunderts waren aber in der Regel Beherrschungskolonien. In diesen herrschte eine koloniale deutsche Oberschicht gemeinsam mit Vertretern der einheimischen Elite und organisierte so die Ausbeutung der Kolonie. Wenn du mehr zu diesen Unterschieden wissen willst, schau dir doch einmal diesen Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung an.

Dani 24.08.2022

Welche Herrschaftskolonien hatte Deutschland

Redaktion

Hallo Dani, in den Jahren zwischen 1884 und dem Ersten Weltkrieg erwarb und eroberte das Deutsche Reich eine Reihe von Kolonien in Afrika und in Ostasien. Auf dieser Seite von "Planet Wissen" findest du Informationen zu den deutschen Herrschaftsgebieten im Zeitalter des Imperialismus.

Plo 17.08.2022

Welche Veränderung gab es in Afrika zwischen 1830 und 1914

Redaktion

Hallo Plo, lies mal bitte, was wir unten bei euren weitern Fragen zu einer ähnlichen Frage geschrieben haben

Lendita 17.08.2022

Was ist ne Kolonie ????????

Redaktion

Hallo Lendita , oben im Text haben wir dazu einiges geschrieben. Schau dir das doch bitte einmal in Ruhe an. Wenn du dann noch mehr wissen willst, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Jjoooooooo 16.08.2022

Welche Veränderung lassen sich in Afrika zwischen 1830 und 1914 feststellen

Redaktion

Hallo Jjoooooooo, im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde fast der gesamte afrikanische Kontinent nach und nach von den europäischen Mächten kolonialisiert. Das heißt, Staaten wie Großbritannien, Frankreich, Belgien, Deutschland oder Italien besetzten Gebiete in Afrika und erklärten diese zu ihrem Herrschaftsgebiet. Schau doch mal in einen historischen Atlas in deiner Schulbibliothek. Da findest du sicher eine Karte zur Kolonialisierung Afrikas im 19. Jahrhundert.

hannibanni 15.08.2022

bei was handelt es sich in der kolonialenpolitik? plus: was hielten Frankreich un Großbritannien von dieser kolonialpolitik?

Redaktion

Hallo hannibanni, Großbritannien und Frankreich waren seit Mitte des 18. Jahrhunderts die größten Kolonialmächte. In der Auseinandersetzung der europäischen Mächte um die Herrschaft über fremde Territorien spielten sie über mehrere Jahrhunderte hinweg die entscheidende Rolle. Mehr zur Politik der Kolonialmächte haben wir in unseren Artikeln "Kolonialismus" und "Imperialismus" geschrieben. Lies dort bitte einmal weiter.

Huntlow 22.06.2022

Was waren Kolonialziele von Deutschland, Frankreich und Großbritannien?

Redaktion

Hallo Huntlow, wenn es auch unterschiedliche Formen der kolonialen Herrschaft gab, so lagen dieser doch immer vergleichbare Ziele der europäischen Mächte zugrunde. die Kolonialmächte hatten viele Gründe, warum sie Kolonien erwarben oder eroberten. Es ging um Rohstoffe und teure Waren wie Gewürze oder Edelsteine, in späteren Zeiten brauchte man die Kolonien, um massenhaft gefertigte Industrieprodukte zu verkaufen. Kolonien bedeuteten Ansehen in der Gemeinschaft der europäischen Mächte und erfüllten die nationalistischen Wünsche der Menschen im Land. Auch die Verbreitung des christlichen Glaubens war ein wichtiger Anstoß für die Eroberung der Welt. Finanziell hat sich das nicht immer gelohnt. Kolonien zu verteidigen, zu verwalten und für die koloniale Herrschaftschicht ein gutes Leben zu sichern, war kostspielig und in Zeiten eingeschränkter Kommunikation und fehlender Verkehrswege sehr

Hxnna_sjc 20.06.2022

Beschreibe wie sich das Verhalten der Kolonialherren in den Kolonien
auf die ursprüngliche Bevölkerung auswirkte, Nenne 4 Beispiele.

Redaktion

Hallo Hxnna_sjc, lies mal den Text oben und unsere Antworten zu den FAQ. Da hast du sicher selbst ein paar Ideen zur Beantwortung deiner Aufgabe.

Luisa01 20.06.2022

Was sind fünf Vorteile von kolonialbesitz für die europäischen Mutterländer

Redaktion

Hallo Luisa01, in unseren Lexikonartikeln „Kolonie/Kolonialismus“ und „Imperialismus“ haben wir schon viel zu den Motiven des europäischen Kolonialismus geschrieben. Schau dir diese Artikel doch bitte einmal an und lies auch, was wir bei diesen Artikeln auf die Fragen anderer Kinder und Jugendlicher geantwortet haben. Damit kannst du deine Aufgabe sicher gut lösen

Abc checker 07.06.2022

An welchem Berg fand die bekannte Schlacht statt (ich meine das in Afrika) Vielen Dank.

Redaktion

Hallo Abc checker, du meinst wahrscheinlich die Schlacht am Waterberg im August 1904. Diese Schlacht war Teil des Feldzugs der deutschen Kolonialtruppen gegen das Volk der Herero in der deutschen Kolonie Südwestafrika. Die Niederschlagung des Aufstands der Volksgruppe gegen die Kolonialherrschaft wird von der Geschichtswissenschaft heute als Völkermord angesehen.

Buddy 07.06.2022

Welchen Nutzen sich die Imperialmächte von den Kolonien versprachen – und warum sie tatsächlich nur aus wenigen Kolonien ziehen konnten?

Redaktion

Hallo Buddy, die Kolonialmächte hatten viele Gründe, warum sie Kolonien erwarben oder eroberten. Es ging um Rohstoffe und teure Waren wie Gewürze oder Edelsteine, in späteren Zeiten brauchte man die Kolonien, um massenhaft gefertigte Industrieprodukte zu verkaufen. Kolonien bedeuteten Ansehen in der Gemeinschaft der europäischen Mächte und erfüllten die nationalistischen Wünsche der Menschen im Land. Auch die Verbreitung des christlichen Glaubens war ein wichtiger Anstoß für die Eroberung der Welt. Finanziell hat sich das nicht immer gelohnt. Kolonien zu verteidigen, zu verwalten und für die koloniale Herrschaftschicht ein gutes Leben zu sichern, war kostspielig und in Zeiten eingeschränkter Kommunikation und fehlender Verkehrswege sehr aufwändig.

Hilda 03.06.2022

Hallo, meine Frage wäre, warum war der Besitz von Kolonien damals so wichtig?

Redaktion

Hallo Hilda , die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Kolonialismus und später des Imperialismus waren vielfältig. Eine große Rolle spielten immer machtpolitische Ziele, also das Gewinnen von Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet und der damit verbundene Ansehensgewinn bei den anderen Staaten. Dazu kamen wirtschaftliche Interessen (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale Ziele (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben vor allem im Imperialismus eine Rolle gespielt.

Elisa 02.06.2022

Wie haben die europäischen Länder das brutale Vorgehen gegen die afrikanische Bevölkerung rechtfertigt?

Redaktion

Hallo Elisa, die Europäer sahen die Menschen Afrikas als „Wilde“ und „Heiden“ an, denen sie die europäische Kultur und Religion bringen mussten. Damit wurde die Eroberung und Beherrschung der außereuropäischen Welt gerechtfertigt und zugleich die Ausbeutung dieser fremden Welt möglich gemacht.

Mimico 01.06.2022

Wie war die Vorgehensweise der Kolonialherren?
Was waren die Motive ihres Handelns?
Und was waren die Folgen für das Land und ihre Bewohner?
Das alles sollte um die deutsche Kolonialpolitik gehen.
Danke schon mal im Voraus!

Redaktion

Hallo Mimico, bei so vielen Fragen empfehlen wir dir einen Blick auf unsere Lexikonartikel "Kolonie / Kolonialismus" und "Imperialismus". In unseren Texten und den Antworten auf die Fragen anderer Hanisauland-Besucher/innen findest du viel Interessantes zu deinen Fragen. Auch dein Geschichtsbuch und die Seite des Deutschen Historischen Museums www.dhm.de/lemo hilft dir sicher weiter. Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns auch gerne noch einmal schreiben.

Nour 30.05.2022

Sollte ein Land überhaupt Kolonien besitzen?

Redaktion

Hallo Nour, lies doch mal unseren Artikel zu diesem Thema. Da erfährst du, dass Kolonialismus immer eine Form der Gewaltherrschaft gewesen ist, oft verbunden mit Rassismus, Ausbeutung und Sklavenarbeit. Genützt hat der Kolonialismus nur den europäischen Kolonialmächten, für die unterdrückten Länder und Völker waren die Folgen immer schlimm und oft bis heute nachwirkend. Eine Berechtigung dafür, Kolonien zu besitzen, gibt es nicht.

Schokolade 26.05.2022

Was hat der Kolonialismus mit dem Rassismus zu tun ?

Redaktion

Hallo Schokolade, ein Grundzug des europäischen Kolonialismus war von Beginn an die geringe Wertschätzung für die Völker der außereuropäischen Welt. Dabei spielte europäisches Überlegenheitsgefühl eine Rolle, ebenso die Vorstellung, die wahre Religion - das Christentum - in die Welt tragen zu müssen. Als um 1900 rassistische Vorstellungen immer mehr an Bedeutung gewannen, war das ein zusätzliches Motiv für die koloniale Eroberung der Welt durch die europäischen Staaten.

Hynun 23.05.2022

Wie haben sie ihre Kolonien eingenommen?

Redaktion

Hallo Hynun , Kolonien wurden in der frühen Phase des Kolonialismus oft durch kleine militärische Trupps und Handelsherren errichtet. Diese erzwangen Verträge oder schlossen Vereinbarungen über die Nutzung eines bestimmten Territoriums mit den Bewohnern der Gebiete. Im Zeitalter des Imperialismus wurden Kolonien dann in der Regel erobert und mit militärischer Gewalt beherrscht.

Hayley 19.05.2022

Wie und warum kam es zum Kolonialismus?

Redaktion

Hallo Hayley, schau mal unter dem Begriff "Kolonie / Kolonialismus" in diesem Lexikon nach. Da haben wir schon viel zur Geschichte des Kolonialismus und zu seinen Ursachen geschrieben. Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Aurora 13.05.2022

Wie betrachteten die Europäer die Bewohner Afrikas?

Redaktion

Hallo Aurora , die Europäer sahen die Menschen Afrikas als „Wilde“ und „Heiden“ an, denen die europäische Kultur und Religion gebracht werden musste. Damit wurde die Eroberung und Beherrschung der außereuropäischen Welt gerechtfertigt und zugleich die Ausbeutung dieser fremden Welt ermöglicht.

Aurora 13.05.2022

Welche sind die 3 heutige Staaten, die 1914 unter europäischer Herrschaft standen?

Fee 13.05.2022

Viele Europäer rechtfertigten den Imperialismus mit der Evolutionstheorie von Charles Darwin, die oft mit dem Satz «Survival of the fittest» zusammengefasst wird

Redaktion

Hallo Fee , das stimmt. Wenn du eine Erklärung dazu suchst, schau doch mal bitte, was wir Aurora bei euren weiteren Fragen zum Lexikon-Stichwort "Kabinett" auf eine ähnliche Frage geschrieben haben.

Aurora 13.05.2022

Wie beschrieben die Europäer die Bewohner Afrikas?

Redaktion

Hallo Aurora, meistens wurden die kolonisierten Völker von den Kolonialherren als „Eingeborene“ bezeichnet. Damit sparte man sich die Mühe, sich mit ethnischen Unterschieden der unterdrückten indigenen Völker zu beschäftigen.

hanisauland 05.05.2022

Warum gab/giebt es Kolonien ?

Redaktion

Hallo hanisauland, schau mal unter dem Begriff "Kolonie / Kolonialismus" in diesem Lexikon nach. Da haben wir die Gründe für den Erwerb und die Eroberung von Kolonien genannt.

König 04.05.2022

Was ist der unterschied zwischen der Phase des Kolonialismus und der Phase des Imperialismus?

Redaktion

Hallo König, Kolonialismus ist streng genommen die Zeit vor 1850. Damit bezeichnet man die Phase, in der die europäischen Mächte zwar in die sogenannten Kolonialländer reisten, sie ausbeuteten und mit ihnen handelten, sich aber nicht - oder nur in Ausnahmen - dort ansiedelten. Eine Ausnahme ist Amerika, denn da gab es schon im 18. Jahrhundert Siedlerkolonien. Imperialismus ist die Zeit, in der die Staaten versuchten, diese Gebiete auch politisch in ihre Herrschaftsgebiete (ihre "Imperien") einzugliedern. Dies geschah, indem sie dort Siedler hinschickten und eine Verwaltung und Infrastruktur aufbauten. Das ging aber erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts und ist eng mit der Industrialisierung verbunden. Lies doch auch mal unseren Artikel "Kolonialismus" hier im politischen Kinderlexikon von Hanisauland, dann wirst du weitere Unterschiede erkennen.

Daina 04.05.2022

Bitte können sie die Rolle des Beitrags von Friedrich Fabri in der deutschen kolonialbewegung am Ende des 19 Jahrhunderts erläutern??

Redaktion

Hallo Daina,Friedrich Fabri war ein evangelischer Theologe. Als Mitarbeiter der Rheinischen Mission kam er mit den Themen Auswanderung und Kolonien in Berührung. In den Jahren der Reichsgründung im dritten Drittel des 19. Jahrhunderts setzte er sich für die Gründung von deutschen Kolonie ein. In der "Deutschen Biografie" kannst du hier mehr über diese einflussreiche Person des deutschen Kolonialismus erfahren.

dude219 31.03.2022

welche unterschiede zwischen den Kolonialmächten gab es im Vorgehen in Bezug auf die Kolonien?

Redaktion

Hallo dude219, Unterschiede der Kolonialpolitik gab es in der Zeit des Imperialismus durchaus. Die "Indirect Rule", also die indirekte Herrschaft, bei der vorhandene Herrschaftsstrukturen ausgenutzt wurden, war typisch für das Britische Imperium. Auch das Deutsche Reich verfolgte diese Politik. Frankreich ging nach der "Direct Rule", der direkten Herrschaft, vor. In diesem System wurden alle traditionellen Herrschaftsstrukturen zerschlagen und durch französische Einrichtungen ersetzt. Wenn du mehr zu diesem Thema wissen willst, empfehlen wir dir, einmal nach einer Darstellung zum Kolonialismus in deiner Schul- oder Stadtbibliothek zu schauen.

Max 28.03.2022

Warum gab es Kolonialmächte? Welche probleme wollten die Kolonialmächte mit den Kolonien lösen?

Redaktion

Hallo Max, schau mal unter dem Begriff "Kolonie / Kolonialismus" in diesem Lexikon nach. Da haben wir viel zu den Zielen des europäischen Kolonialismus geschrieben, auch in den Antworten auf die Fragen anderer Besucher/innen unserer Seite. Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Ella Malfoy 28.03.2022

Was ist Kolonialismus?

Redaktion

Hallo Ella Malfoy , schau mal unter diesem Begriff in diesem Lexikon nach. Da haben wir das erklärt und auch schon viele Fragen anderer Besucher/innen unserer Seite zum Thema Kolonialismus beantwortet.

Puppe 24.03.2022

Was können wir heutzutage gegen die Folgen des Kolonialismus machen? Wie kann man die Situation verbessern?

Redaktion

Hallo Puppe, lies doch bitte einmal, was wir "hanisaulandisttoll" in den FAQ zu unserem Artikel "Kolonialismus" geschrieben haben. Da findest du auch Hinweise zur Beantwortung deiner Frage und Tipps für die weitere Beschäftigung mit diesem Thema.

Tasche 23.03.2022

Sind die Folgen des Kolonialismus genau die gleichen wie die des Imperialismus? Oder gibt es da Unterschiede (Gemeinsamkeiten?)?

Redaktion

Hallo Tasche , als Imperialismus wird die koloniale Herrschaft der europäischen Mächte in den Jahren 1880-1950 bezeichnet. Es ist eine andere Form der kolonialen Herrschaft, die sich in dieser Zeit durchsetzte. In unserem Lexikonartikel "Imperialismus" haben wir das genau erklärt. Wenn man von den Folgen des Kolonialismus spricht, meint man darum allgemein die Herrschaft Europas über die Welt seit der Entdeckung Amerikas durch die Europäer am Beginn der Neuzeit.

Mozart 23.03.2022

Was sind Folgen vom Kolonialismus heutzutage? Merkt man die immer noch? Wenn ja, welche und wo?

Redaktion

Hallo Mozart, die Folgen der Kolonialisierung sind heute noch in vielen Teilen der Welt sichtbar. Die Kolonisierung ist einer der Gründe, warum es in Afrika, aber auch in Lateinamerika fast nur Entwicklungsländer gibt, denn die Gebiete wurden von den Kolonialmächten ausgebeutet. Nur wenige der ehemaligen Kolonien haben eine funktionierende Wirtschaft aufbauen können. Die meisten leben hauptsächlich davon, ihre Rohstoffe zu verkaufen oder sie bauen einseitig Monokulturen wie beispielsweise Bananen an, mit denen die Bedürfnisse der Menschen im Land selbst nicht befriedigt werden können. Zwar bekommen sie heute zumindest Geld dafür, aber nicht genug, dass die Menschen davon gut leben könnten. Ein anderes Problem vieler ehemaliger Kolonien sind die von den Kolonialmächten willkürlich gezogenen Grenzen. Die Europäer nahmen keine Rücksicht auf die Situation in den Gebieten und so wurden Menschen von heute auf morgen durch eine Grenze von ihren Angehörigen oder Volksstämmen voneinander getrennt. Dadurch gab esviele Konflikte. Bis heute ist das eine wichtige Ursache für viele gewalttätige Auseinandersetzungen in afrikanischen, südamerikanischen oder aisatischen Ländern.

anne 17.03.2022

wie fanden die Afrikaner die Aufteilung?

Redaktion

Hallo anne, die ursprünglichen Bewohner und Bewohnerinnen der kolonisierten Gebiete in Afrika wurden nicht gefragt, wie sie die willkürliche Aufteilung ihres Landes durch die Kolonialmächte fanden. Dass ihnen das überhaupt nicht gefallen hat, kann man sich aber sehr gut vorstellen. Die Folgen der Kolonialpolitik kann man bis heute sehen. Viele zwischenstaatliche Konflikte und Bürgerkriege in den unabhängigen Ländern Afrikas entstanden und entstehen wegen Auseinandersetzungen um Grenzen, die keine Rücksicht auf die ethnische Struktur der Bevölkerung nehmen.

Okayletsho 17.03.2022

Wer war dafür, dass die Kolonien gemacht werden?

Redaktion

Hallo Okayletsho, erst im späten 19. Jahrhundert begann Deutschland, sich für Kolonien zu interessieren. Das Ziel der Unterstützer des Kolonialismus war, mehr Ansehen für das Deutsche Reich in der Welt zu erlangen. Damals waren Kolonien nämlich ein Zeichen von Macht. Um den anderen europäischen Mächten zu zeigen, dass auch Deutschland ein mächtiges Land war, brauchte Deutschland nach Ansicht vieler Kolonialfans Kolonien. Dafür setzten sich Einzelpersonen ein wie der Handelsreisende und Journalist Carl Peters, der auf eigene Faust Kolonialgebiete für Deutschland in Afrika "erwarb". Der Reichskanzler Bismarck war eigentlich kein Anhänger des Kolonialismus. Aber er erkannte die Chance, durch die kolonialen Erfolge von den sozialen Problemen und Unruhen im Land abzulenken. Spätere politische Führer machten es ihm nach. Unterstützt wurden sie dabei von großen Verbänden wie dem Alldeutschen Verband, einer frühen Pressure Group, die sich überall im Reich für deutsche Kolonialansprüche stark machte.

JoJonas 16.03.2022

Wieso erwirtschaftete das Deutsche Reich aus den Kolonien keinen Profit?

Redaktion

Hallo JoJonas, dasDeutsche Reich hat seine Kolonien in Afrika und in Asien ausgebeutet wie andere Kolonialmächte auch. Aber die Kosten für die Aufrechterhaltung der Herrschaft in den zum Teil kleinen und schwer zugänglichen Kolonien waren höher als die Gewinne, die das Reich mit den Rohstoffen aus den Kolonien machte. Dazu kam, dass das Reich den Ehrgeiz hatte, wahre Musterkolonien zu errichten, um die angebliche Überlegenheit Deutschlands gegenüber anderen europäischen Staaten zu demonstrieren. Das kostete sehr viel Geld.

Pomm3s 28.01.2022

Dürfen Länder noch Kolonien besitzen? Bzw. Ist Taiwan eine Kolonie Chinas?

Redaktion

Hallo Pomm3s, das Zeitalter des Kolonialismus ist nach dem Zweiten Weltkrieg zu Ende gegangen. Heute gibt es keine Kolonien mehr. Auch der Staat Taiwan ist keine Kolonie der Volksrepublik China. Taiwan ist ein unabhängiger Staat, dessen Souveränität allerdings von der Volksrepublik nicht anerkannt wird.

Nenush 24.01.2022

Welche Änderungen gab es nach 1830..??

Redaktion

Hallo Nenush, die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wird als die Zeit des Imperialismus angesehen. Der Kolonialismus veränderte in dieser Epoche seinen Charakter. Lies dazu einmal den Artikel "Imperialismus" hier im Lexikon von Hanisauland. Da findest du Erklärungen für den Wandel des kolonialistischen Handelns.

hi 15.01.2022

Was waren die Vorgehensweisen bei einer Kolonisation im 19.&20.Jahrhunderts?

Redaktion

Hallo hi, Kennzeichen des Imperialismus war der Versuch der Kolonialstaaten, die von ihnen beherrschten Gebiete nicht nur wirtschaftlich auszubeuten, sondern sie auch politisch in ihre Herrschaftsgebiete (ihre "Imperien") einzugliedern. Dies geschah, indem die Gebiete militärisch unterworfen,anschließend Siedler hingeschickt und eine Verwaltung und Infrastruktur aufgebaut wurde. Das ging aber erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts und ist eng mit der Industrialisierung verbunden. Erst mit der technischen Entwicklung dieser Zeit bekamen die europäischen Staaten die militärischen Mittel in die Hand, um weltweit Macht ausüben zu können. In unseren Artikeln zu den Themen "Imperialismus" und "Kolonie / Kolonialismus" haben wir noch mehr dazu geschrieben.

Zoe 16.12.2021

5 gründe warum haben kolonialmächte kolonien besetzt

Redaktion

Hallo Zoe, das Hauptinteresse der europäischen Kolonialstaaten war die wirtschaftliche Ausbeutung und Nutzung der Kolonien. Diese sollten als Rohstoffproduzenten genutzt werden und als Absatzmärkte für die Produkte der Kolonialmächte dienen. Auch religiöse Gründe spielten eine Rolle, also die Bekehrung der Bevölkerung in den Kolonien zum "wahren" christlichen Glauben. Im Zeitalter des Imperialismus trat dazu noch das Interesse der Staaten, sich als gleichwertige Konkurrenten im europäischen Wettbewerb zu beweisen. Mehr Informationen für deine Aufgabe findest du in unseren Lexikonartikeln "Kolonie / Kolonialismus" und "Imperialismus".

Sarah 13.12.2021

Welche Nachwirkungen /Auswirkungen hat die Kolonialisierung der Elfenbeinküste bis heute?

Redaktion

Hallo Sarah, der heutige Staat Elfenbeinküste war fast hundert Jahre lang eine französische Kolonie. Nach der Unabhängigkeit erlebte das Land einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Konzentration auf wenige Produkte, die eine Folge der einseitigen Ausrichtung der Landwirtschaft zur Zeit des Kolonialismus war, führte dann aber zu einer wirtschaftlichen Krise. Auch die inneren Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Volksgruppen und ihren Anführern, die bis heute andauern, stehen in Zusammenhang mit der kolonialen Vergangenheit des Landes. Mehr zur Elfenbeinküste erfährst du auf dieser Seite der Kinderweltreise.

Arastater 08.12.2021

Hallo, ich würde mich sehr gern in meiner Facharbeit auf diese Definition des Kolonialismus beziehen, brauche dafür allerdings das Erscheinungsjahr des Artikels, können Sie mir da weiterhelfen? Danke im Voraus...

Redaktion

Hallo Arastater, der Artikel ist zum ersten Mal 2002 im Lexikon von Hanisauland veröffentlicht worden. Die letzte Online-Überarbeitung erfolgte im letzten Jahr.

Naomi_.hml 08.12.2021

Welche Länder würden von anderen Ländern übernommen in der Kolonialisierung?

Redaktion

Hallo Naomi_.hml, das Zeitalter des Kolonialismus begann im frühen 16. Jahrhundert mit der Kolonialisierung Südamerikas und einiger Gebiete in Asien. Es endete fast 500 Jahre später in den 1970er Jahren mit der Unabhängigkeit der letzten Kolonien in Afrika. In diesem halben Jahrtausend geriet ein großer Teil der Welt unter die Herrschaft der europäischen Mächte. Schau doch einmal in einen historischen Weltatlas. Da siehst du, welche Gebiete zu welcher Zeit Kolonien gewesen sind.

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