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Lexikon

Kolonialismus / Kolonien

von und
Auf der Weltkarte werden die Kolonien des Deutschen Reichs im 19. Jahrhundert gezeigt. Es handelt sich um eine Zeichnung.

Die Kolonien des Deutschen Reiches im 19. Jahrhundert.

Unterwerfung anderer Länder

Im Laufe der letzten 200 Jahre haben viele europäische Staaten Länder in anderen Erdteilen unterworfen. Diese Länder konnten sich gegen die Übermacht der Europäer nicht wehren und wurden zu sogenannten Kolonien. Diese Eroberungspolitik bezeichnet man als "Kolonialismus". Der Begriff kommt vom lateinischen Wort "colonia", das heißt "Ansiedlung außerhalb des römischen Bürgergebietes".

Ausbeutung der Kolonien

Die Länder wurden oft nur deshalb unterworfen, weil die Eroberer die Schätze der fremden Länder für sich haben wollten. Das konnten Goldschätze sein oder Diamanten. Auch kaufte man für wenig Geld in den fremden Ländern Gewürze, Tee, Kaffee, Tabak oder Früchte und verkaufte diese dann für viel Geld in den Heimatländern.

Kolonialmächte

Die ersten Kolonien wurden von den großen Seefahrernationen Großbritannien, Spanien, Portugal, Frankreich und den Niederlanden erobert. Deutschland, das nicht zu den großen Seefahrernationen gehörte, hatte für kurze Zeit (bis zum Ende des Ersten Weltkriegs) wenige Kolonien in Afrika und Asien. Spanien dagegen hatte große Kolonien in Mittel- und Südamerika und England in Asien und im Nahen Osten. Die Kolonien wurden von deutschen, französischen, englischen und spanischen Beamten verwaltet.

Folgen des Kolonialismus

Die Menschen, die in den Kolonien lebten, waren den fremden Herrschern untertan und hatten oft keine eigenen Rechte. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahre 1914 lebte mehr als die Hälfte aller Menschen dieser Welt in Kolonien. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahre 1945 gaben die europäischen Staaten ihre Kolonien allmählich wieder auf, so dass diese Länder unabhängig wurden. Etliche von ihnen leiden bis heute darunter, dass sie so lange von fremden Staaten beherrscht wurden.

FAQ / Häufig gestellte Fragen

(Frequently Asked Questions - das ist die englische Übersetzung von "häufig gestellte Fragen")
n.boy724 06.05.2021

welche Auswirkung hatte die Kolonialismus?

Redaktion

Hallo n.boy724, die Kolonisierung gilt heute als wichtigster der Gründe, warum es in Afrika, aber auch in Lateinamerika fast nur Entwicklungsländer gibt. Nur wenige der ehemaligen Kolonien haben eine funktionierende Wirtschaft aufbauen können. Die meisten leben hauptsächlich davon, ihre Rohstoffe zu verkaufen oder sie bauen einseitig Monokulturen wie beispielsweise Bananen an, mit denen die Bedürfnisse der Menschen im Land selbst nicht befriedigt werden können. Das Geld, das sie dadurch verdienen, reicht aber nicht, damit die Menschen davon gut leben können. Ein anderes Problem vieler ehemaliger Kolonien sind die von den Kolonialmächten gezogenen Grenzen. Die Europäer nahmen keine Rücksicht auf die Situation in den Gebieten, und so wurden Menschen von heute auf morgen durch eine Grenze von ihren Angehörigen oder ihren Volksstämmen getrennt. Es ist nicht überraschend, dass es dadurch bis heute viele Konflikte gibt.

vermiii 21.02.2021

welche Rechtfertigungen gibt es für den Kolonialismus?

Redaktion

Hallo vermiii, begründet wurde der Anspruch der europäischen Staaten auf die Herrschaft über andere Länder und Völker in Afrika und anderen Teilen der Welt mit der angeblichen kulturellen Überlegenheit der Europäer. Dabei spielte oft auch die Vorstellung eine Rolle, den beherrschten Völkern mit dem christlichen Glauben die "einzig wahre" Religion zu bringen und sie von ihren "heidnischen" Ideen zu befreien. Nicht erst heute ist uns klar, dass diese Rechtfertigungen keine Grundlage hatten. Tatsächlich bedeutete ein großes Imperium, also der Besitz von möglichst vielen und großen Kolonien, mehr Macht und mehr Reichtum für die Kolonialstaaten. Denn die Kolonien waren meistens reich an Bodenschätzen und die Einheimischen konnten als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Und: Niemand hat die unterdrückten und ausgebeuteten Menschen in den Kolonien in der Zeit des Imperialismus gefragt, ob sie diesen angeblichen "Fortschritt" überhaupt wollten.

vermiii 21.02.2021

welches waren die Beweggründe und die Problematik?

Redaktion

Hallo vermiii, im Zeitalter des Kolonialismus wurden die fremden Länder oft nur deshalb unterworfen, weil die Eroberer die Schätze der fremden Länder für sich haben wollten. Das konnten Gold oder Silber sein, Gewürze, Tee, Kaffee oder Tabak. Auch Baumwolle war ein wichtiger Rohstoff, mit dem die Kolonialländer viel Geld verdienten. Heute weiß man, dass die Ausbeutung im Kolonialismus einer der Gründe war, warum es in Afrika, aber auch in Lateinamerika fast nur Entwicklungsländer gibt. Nur wenige der ehemaligen Kolonien haben eine funktionierende Wirtschaft aufbauen können. Ein anderes Problem vieler ehemaliger Kolonien sind die von den Kolonialmächten gezogenen Grenzen. Die Europäer nahmen keine Rücksicht auf die Situation in den Gebieten und so wurden Menschen von heute auf morgen durch eine Grenze von ihren Angehörigen oder Volksstämmen getrennt. Dadurch entstanden viele Konflikte, die oft auch heute noch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führen.

eure weiteren Fragen dazu...

kajo 28.06.2021

Gab es nicht auch außereuropäische Staaten/Reiche mit Kolonien (oder gar Imperien)? Ich denke da an die Mongolei, das Osmanische Reich, Römisches Reich, China, Omani in Ostafrika in ihrer jeweiligen Hochzeit.

Redaktion

Hallo kajo, auch nicht-europäische Staaten haben Reiche gegründet und andere Völker und Gebiete unter ihre Herrschaft gebracht. Das setzt schon in der Antike ein, beispielsweise bei den ägyptischen Pharaonen oder später im Römischen Reich. Trotzdem macht es Sinn, den Kolonialismus der europäischen Staaten als ein spezielles historisches Geschehen zu betrachten. Besonders an diesem Phänomen war die Mischung aus wirtschaftlichen und machtpolitischen Interessen in Verbindung mit der Vorstellung, andere Völker mit den Errungenschaften der europäischen Zivilisation und des religiösen Glaubens beglücken zu müssen.

hanspeter :) 18.06.2021

Wann begann die Kolonisierung von Portugal und wann endete sie?

Redaktion

Hallo hanspeter :), Portugal wurde zu keinem Zeitpunkt ein kolonialisiertes Land. Portugal war in der frühen Phase des Kolonialismus eine der wichtigsten Kolonialmächte, vor allem in Südamerika und im heutigen Indien. Mit dem Niedergang des portugiesischen Reiches ging die große Zeit des portugiesischen Kolonialismus zu Ende. Die letzte Kolonie wurde aber erst 1975 nach einem langen Krieg unabhängig.

maya 17.06.2021

die Europäer brachten den Fortschritt nach Afrika. Die Ureinwohner wurde zivilisierter und waren keine Wilden mehr ."-Stimmt diese Aussage deiner meinung nach?

Redaktion

Hallo maya, diese Aussage könnte von einem Kolonialherrn des 19. Jahrhunderts stammen. Die Vorstellung, dass es sich bei den ursprünglichen Bewohnern einer fremden Gegend um "Wilde" handelt, die keine "Zivilisation" besitzen, hat von Anfang an zur Propaganda der weißen Welteroberer gehört. Damit begründeten sie ihren Anspruch, die angeblich bessere Lebensweise, die Errungenschaften des europäischen Lebensstils und nicht zuletzt den "wahren" Glauben anderen Menschen mit Gewalt nahezubringen. In erster Linie wurden damit aber die machtpolitischen Gelüste und die wirtschaftlichen Interessen der Kolonialmächte verschleiert. Vor allem wurden die "kolonialisierten Völker" auch zu keinem Zeitpunkt gefragt, ob sie eigentlich die vermeintlichen Segnungen der europäischen Kultur, zu denen auch Krankheiten gehörten, haben wollten. Dass viele der eroberten Gebiete eine lange und hochstehende Kultur besaßen, wurde von den europäischen Eroberern nicht zur Kenntnis genommen. Unglaubliche Kulturschöpfungen wurden barbarisch vernichtet, um Gold, Silber und Edelsteine zu bekommen. Hochmut und Arroganz der Europäer bedeuteten für die kolonialisierten Ländern darum nicht nur keinen Gewinn, sondern den Verlust ihrer Eigenständigkeit und die Vernichtung ihrer erprobten Techniken und Lebensstile. Die Folgen dieser zutiefst rassistischen Einstellung kann man in den armen Ländern der Erde bis heute sehen.

00000000000 01.06.2021

gab es für kolonialisierte Länder auch vorteile

Redaktion

Hallo 00000000000, positive Seiten hatte der Kolonialismus nur für die Europäer. Wer Kolonien hatte, wurde damit reich. Er konnte dort Bodenschätze abbauen sowie exotische und damit sehr teure Pflanzen anbauen. Für Gewürze oder Tabak musste man damals nämlich in Europa viel Geld bezahlen. Billige Arbeitskräfte gab es in den kolonialisierten Ländern ja auch genug – man griff einfach auf die Urbevölkerung zurück und beutete diese rücksichtslos aus. Damit ist auch schon klar, wer von den Nachteilen betroffen war: Das waren die Menschen in den Ländern, die von den Europäern kolonialisiert wurden. Die Einheimischen waren den Europäern unterlegen und mussten mit ansehen, wie viele von ihnen zu härtester Arbeit gezwungen wurden und dafür wenig oder gar keinen Lohn bekamen. Viele Menschen wurden sogar als Sklaven verkauft. Auch das Land und die Bodenschätze wurden hemmungslos und ohne Rücksicht ausgebeutet. Manche Entwicklungsländer leiden noch heute an den Folgen davon. Lies dazu doch auch einmal unseren Artikel "Entwicklungsländer" hier im Lexikon von Hanisauland.

watsollichsagen 22.05.2021

Welche Rolle haben die Großmöchte wie das Osmanische Reich, China, Russland in dieser Zeit gespielt. Gab es denn keinen Wiederstand ? Haben diese Großmächte einfach nur zugeschaut wie andere Länder geplündert und ausgeraubt wurden ? Warum hat man sich nicht gegen Kolonialismus vereint? Durch den Kolonialismus haben sich die Kolonialmächte einen riesen Vorsprung ( sowohl Wirtschaftlich als auch Politisch ergattert..) dies ist doch für alle anderen Mächte kontraproduktiv. Also wieso wurde nicht gegengesteuert ??

Redaktion

Hallo watsollichsagen, die Aufteilung der Welt im Imperialismus wurde mehr oder weniger einvernehmlich unter den Großmächten jener Zeit betrieben. Russland und das Osmanische Reich galten im späten 19. Jahrhundert als kriselnde Reiche. Sie hatten große Probleme, Aufstände und Unabhängigkeitsbewegungen in ihrem jeweiligen Herrschaftsgebiet zu unterbinden. Auch China konnte wirtschaftlich und militärisch nicht it den modernen Industriestaaten mithalten. Im so genannten Wettlauf um die Kolonien spielten sie deswegen keine Rolle. Ganz im Gegenteil gerieten auch Teile der Herrschaftsgebiete dieser Staaten ins Visier der Kolonialstaaten, wie beispielsweise die zum Osmanische Reich gehörenden Gebiete auf der Arabischen Halbinsel oder Handelsstädte am südchinesischen Meer wie Macau oder Shanghai. In deinem Geschichtsbuch findest du dazu sicher weitere Informationen.

Kookoo 20.05.2021

Wie lebten Frauen im Krieg

Redaktion

Hallo Kookoo , im Krieg sterben und leiden fast immer Menschen, die gar nichts für den Krieg können. Sehr oft sind unter diesen unschuldigen zivilen Opfern Frauen. Gründe gibt es dafür verschiedene: Es kommt vor, dass Soldaten so viel Hass auf ihre Kriegsgegner haben, dass sie ihre Aggressionen an wehrlosen Opfern auslassen. Oder sie benutzen Gewalt gegen schutzlose Frauen als Mittel, um zusätzlichen Druck auszuüben. Für Frauen sind darum Kriege aus vielen Gründen schlimm. Sie haben Sorgen um die Väter, Männer, Freunde und Söhne, die als Soldaten im Krieg sind. Sie müssen oft die Arbeit der Männer mitmachen, den diese fallen ja als Soldaten für ihre normalen Arbeiten aus. Und sie werden oft zu Opfern des Krieges, wie wir es gerade beschrieben haben.

Kookoo 20.05.2021

Was kann man für die Umwelt tuhen?

Redaktion

Hallo Kookoo , jeder von uns kann zum Umweltschutz beitragen, zum Beispiel indem wir Energie sparen. Man sollte also immer daran denken, das Licht auszuschalten, wenn man es nicht braucht, Geräte nicht auf "Stand-by" laufen und das Wasser beim Zähneputzen nicht fließen lassen. Anstelle sich von den Eltern mit dem Auto fahren zu lassen, kann man auch mal zu Fuß gehen oder das Fahrrad nehmen. Man muss auch nicht ständig Lebensmittel essen, die einen weiten Weg aus fernen Ländern zu uns zurücklegen mussten. Heimisches Obst und Gemüse schmeckt genauso gut und ist mit Sicherheit frischer.

Elisa 18.05.2021

Was bedeutet "Wettlauf um die letzten Kolonien" ?

Redaktion

Hallo Elisa, im Zeitalter des Imperialismus zwischen 1880 und 1930 teilten die europäischen Mächte große Bereiche des noch nicht kolonialisierten Teils der Welt unter sich auf. Dabei versuchte jeder Staat, sich einen möglichst großen, reichen und repräsentativen Anteil zu sichern. Beispielhaft sichtbar wurde dies am so genannten "Wettlauf um Afrika". Der bis dahin nur wenig kolonialisierte Kontinent wurde in diesen Jahren durch militärische Interventionen und Absprachen der Europäer untereinander zwischen den interessierten kolonialen Mächten regelrecht verteilt.

Cupcakelady 18.05.2021

Was waren die Kolonien von Großbritannien, Frankreich, Russland, des deutschen Kaiserreiches, Japan und von der USA?

Redaktion

Hallo Cupcakelady, im Zeitalter des Imperialismus haben fünf dieser Staaten (Russland war keine koloniale Macht) große Teil der Welt unter sich aufgeteilt. Dabei gab es riesige Kolonialgebiete wie das britische Indien und winzige Herrschaftsgebiete wie die deutschen Kolonien in China und der Südsee. Hier im Lexikon von Hanisauland können wir nicht alle diese Gebiete aufzählen. Wir empfehlen dir, einmal einen historischen Weltatlas in deiner Schulbibliothek auszuleihen. Da findest du sicher eine übersichtliche Doppelseite zum Zeitalter des Kolonialismus und des Imperialismus.

Emil 10.05.2021

Wie steht der Kapitalismus mit dem Imperialismus im Zusammenhang, bezogen auf die Theorie von Lenin?

Redaktion

Hallo Emil , Lenin bezeichnete in einer Schrift, die er kurz vor der Revolution in Russland verfasste, den Imperialismus als die höchste Stufe des Kapitalismus. Hier im Lexikon von Hanisauland können wir diese Überlegungen nicht im Einzelnen darstellen. Wenn du dich näher für das Thema interessierst, empfehlen wir dir, dich in einer Bibliothek in deiner Schule oder deiner Stadt nach einem Buch zur Theorie des Marxismus-Leninismus umzusehen.

Lisa 06.05.2021

warum war Kolonien für viele europäische Länder sehr interessant.

Redaktion

Hallo Lisa , oben im Text haben wir dazu einiges geschrieben. Lies das doch mal in Ruhe durch, wenn du dann noch eine Frage hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

yarak 29.04.2021

welche kolonien gehörten 1914 zu großbritannien?

Redaktion

Hallo yarak, 1914 war das britische Kolonialreich auf seinem Höhepunkt. Das britische Empire umfasste große Teile der Welt, von Australien und Neuseeland über Kanada und Südafrika bis nach Indien und Südostasien. Auch große Teile Afrikas und der arabischen Welt waren Teil dieses Imperiums. Schau doch mal in einen historischen Weltatlas, da bekommt du eine Vorstellung von der Größe des britischen Weltreiches.

Lol 27.04.2021

Was hat das mit Rassismus zu tuhen

Redaktion

Hallo Lol, lies doch mal bitte, was wir Sarah, 13 beim Stichwort "Rassismus" auf diese Frage geantwortet haben.

Elena1864 20.04.2021

Wie war die politische Lage in den Kolonien ( Deutschland )

Redaktion

Hallo Elena1864, die politische Lage in den Kolonien war durch eine von außen, nämlich durch die Kolonialmacht aufgezwungene Herrschaft bestimmt. Die ursprüngliche Bevölkerung der Kolonien musste sich dieser Herrschaft beugen, sie wurde als zweitklassig neben der kleinen Schicht der Kolonialherren angesehen. Wirkliche Mitbestimmung und Berücksichtigung ihrer Interessen war in den Kolonien nicht gegeben. Die Einheimischen waren den Europäern unterlegen und mussten mit ansehen, wie viele von ihnen zu härtester Arbeit gezwungen wurden und dafür wenig oder gar keinen Lohn bekamen. Auch das Land und seine Bodenschätze wurden hemmungslos und ohne Rücksicht ausgebeutet

Maya 13.04.2021

Auf welchem Kontinent liegen die meisten Kolonialstaaten ?

Redaktion

Hallo Maya, die Kolonialstaaten waren bis auf die USA und Japan alles europäische Länder. Kolonien gab es auf allen Kontinenten, die meisten Kolonialgebiete wurden im Zeitalter des Imperialismus im späten 19. Jahrhundert auf dem afrikanischen Kontinent erobert.

Patri 11.04.2021

Was ist der Versailler Vertrag 1919 genauer?

Redaktion

Hallo Patri, schau mal unter diesem Begriff in diesem Lexikon nach. Da haben wir das genau erklärt.

Lena 16.03.2021

Da steht :Kostenlose auf ,welche Europäische staaten in Afrika kolonien besaßen
Könnt ihr mir helfen

Redaktion

Hallo Lena , leider ist deine Frage für uns nicht zu verstehen. Da haben sich wohl nicht nur ein paar Schreibfehler eingeschlichen ... Schau dir doch bitte noch mal an, was du geschrieben hast, und überleg dir genau, was du von uns wissen willst. Dann kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Milo 04.03.2021

Welche politischen Rechte sollten Bewohner einer Kolonie haben?

Redaktion

Hallo Milo, die Menschen, die in den Kolonien lebten, waren den fremden Herrschern untertan und hatten oft keine eigenen Rechte. Gelegentlich gab es auch zwei unterschiedliche Rechtsordnungen. Die, mit der die einheimische Bevölkerung ihre Streitigkeiten untereinander regelte und um die sich die Kolonialherren nicht kümmerten, und das Recht der Herrschenden.

Milo 04.03.2021

Wie können soziale und politische Probleme in einer Kolonie gelöst werden?
Und wie werden politische Entscheidungen in einer Kolonie getroffen?

Redaktion

Hallo Milo, in einer Kolonie gab es kein Rechtssystem, das für soziale Gerechtigkeit sorgte. Das Recht machten die Kolonialherren. Oft hatten die beherrschten Einheimischen gar keine Rechte oder viel weniger Rechte als die Vertreter der Kolonialmacht. Diese trafen die Entscheidungen, auch die politischen, nach ihren eigenen Interessen. Schau doch mal in dein Geschichtsbuch. Da findest du sicher viele Informationen über das Zeitalter des Kolonialismus.

Milo 04.03.2021

Welche sozialen und politischen Probleme können sich in einer Kolonie ergeben?

Redaktion

Hallo Milo, koloniale Gesellschaften hatten ähnliche soziale Probleme wie andere Gesellschaften. Probleme ergaben sich dann, wenn die Interessen der Einheimischen mit den Interessen der Kolonialherren zusammenstießen. Denn in den Kolonien gab es kein gleiches Recht für Herrscher und Beherrschte. Schau doch mal unten bei euren weiteren Fragen, da haben wir dazu schon einiges geschrieben.

lelo 01.03.2021

Wie stehen Kolonien im Zusammenhang mit Imperialismus?

Redaktion

Hallo lelo, der Imperialismus ist eine neue Form des Kolonialismus, die sich im späten 19. Jahrhundert entwickelte. Zu den Unterschieden kannst du oben in unserem Artikel und im Artikel "Kolonie / Kolonialismus" das Wichtigste lesen. Der Besitz von Kolonien war die Grundlage des Imperialismus.

Matthias 17.01.2021

Was ist der Unterschied zum Imperialismus?

Redaktion

Hallo Matthias, Kolonialismus ist streng genommen die Zeit vor 1850. Man bezeichnet damit die Phase, in der die europäischen Mächte zwar in die sogenannten Kolonialländer reisten, sie ausbeuteten und mit ihnen handelten, aber sich nicht - oder nur in Ausnahmen - dort ansiedelten. Eine Ausnahme ist Amerika, denn da gab es schon im 18. Jahrhundert Siedlerkolonien. Imperialismus ist die Zeit, in der die Staaten versuchten, diese Gebiete auch politisch in ihre Herrschaftsgebiete (ihre "Imperien") einzubinden. Dies geschah, indem sie dort Siedler hinschickten und eine Verwaltung und Infrastruktur aufbauten und ein System der kolonialen Herrschaft über die Bewohner der beherrschten Gebiete errichteten. Das geschah aber überwiegend erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts und ist eng mit der Industrialisierung verbunden. Erst dadurch wurde der schnelle und regelmäßige Austausch zwischen den imperialen Mächten und den Kolonien möglich.

Petersen 15.01.2021

wie sind die namen der heutigen stadt und land von neapolis, nikaia, syrakusai und trapezus?

Redaktion

Hallo Petersen, in der Antike gab es viele Städte, die den gleichen Namen trugen. Die bekanntesten heutigen Städte, die vor über 2000 Jahren so genannt wurden, sind Neapel (Italien), Nikea (Griechenland), Syrakus (Italien-Sizilien) und Trabzon (Türkei).

Aa 11.01.2021

Was geschah in den Kolonien

Redaktion

Hallo Aa, die Kolonien waren Herrschaftsgebiete, in denen fremde Mächte das Sagen hatten. Sie beuteten die Kolonien aus, machten sich ihre Rohstoffe zu eigen und unterdrückten die dort lebenden Menschen. Beispielsweise versuchten die Kolonialherren, ihre Kultur an die Stelle der traditionellen einheimischen Kultur zu setzen, und die dort lebenden Menschen für eine andere Religion - das Christentum - zu gewinnen. Für die Menschen in den Kolonien war das Leben schwierig, denn sie wurden immer als Menschen von geringerer Bedeutung angesehen und entsprechend behandelt. Schau doch mal in deinem Geschichtsbuch nach, da findest du sicher viele Informationen üb die Zeit der Kolonialisierung und des Imperialismus.

Julika 30.11.2020

Wer begann eigendlich so richtig mit dem kolonialismus und wie lief das ab?

Redaktion

Hallo Julika, die ersten Kolonien entstanden im frühen 16. Jahrhundert. Portugal und Spanien waren die ersten Kolonialmächte, aber Großbritannien, Frankreich und die Niederlande folgten schon bald darauf. Wie der Kolonialismus funktioniert hat und wie die europäischen Mächte ihre Interessen in allen Teilen der Welt verfolgt haben, kannst du in unserem Artikel oben und in den Antworten auf die Fragen anderer Besucher/innen unserer Seite in den FAQ lesen. Auch in deinem Geschichtsbuch findest du sicher etwas zu deiner Frage. Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns auch gerne noch einmal schreiben.

Martin 12.10.2011

Welche Kolonien hatte Deutschland ??

Redaktion

Hallo Martin, die Hauptzeit der deutschen Kolonialzeit ist die des Deutschen Kaiserreichs von 1871 bis 1918: Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia), Togo, Kamerun, Deutsch-Ostafrika (heute Tansania, Ruanda, Burundi u.a.), Deutsch-Witu (heute ein Teil Kenias) und Deutsch-Somaliküste. Außerdem gab es deutsche Schutzgebiete in der Südsee und eine Kolonie im heutigen China. Dieses ist eine super interessante Seite, die dir viele Einblicke ins Thema gibt.

guido 26.04.2011

Welche Folgen gab es oder gibt es heute ?

Redaktion

Hallo guido, man hält die Kolonisierung heute für einen der Gründe, warum es in Afrika, aber auch in Lateinamerika fast nur Entwicklungsländer gibt, denn die Gebiete wurden von den Kolonialmächten ausgebeutet. Nur wenige der ehemaligen Kolonien haben eine funktionierende Wirtschaft aufbauen können. Die meisten leben hauptsächlich davon, ihre Rohstoffe zu verkaufen oder sie bauen einseitig Monokulturen wie beispielsweise Bananen an, mit denen die Bedürfnisse der Menschen im Land selbst nicht befriedigt werden können. Zwar bekommen sie heute zumindest Geld dafür, aber nicht genug, dass die Menschen davon gut leben könnten.
Ein anderes Problem vieler ehemaliger Kolonien sind die von den Kolonialmächten willkürlich gezogenen Grenzen. Die Europäer nahmen keine Rücksicht auf die Situation in den Gebieten und so wurden Menschen von heute auf morgen durch eine Grenze von ihren Angehörigen oder Volksstämmen voneinander getrennt. Klar, dass es dadurch viele Konflikte gab. Das ist eine der Ursachen für viele Auseinandersetzungen beispielsweise in afrikanischen Ländern.

Nora 12.10.2010

Welche Laender gehorten zu welchen Kolonien?

Redaktion

Hallo Nora, im 19. und frühen 20. Jahrhundert war fast die ganze Welt unter die europäischen Kolonialmächte und die USA aufgeteilt. Eine vollständige Liste aller Kolonien können wir dir hier deswegen nicht geben, aber in den Antworten auf eure Fragen findest du beispielsweise Informationen zum deutschen, französischen und britischen Kolonialbesitz. Da siehst du auch, dass die Kolonialmächte eine ganz unterschiedliche Zahl von Kolonien hatten. Entscheidend war aber auch nicht die Zahl der Kolonien, sondern die wirtschaftliche und strategische Bedeutung einer Kolonie. Schau doch mal in einen historischen Atlas, beispielsweise in deiner Schulbibliothek, da findest du sicher eine gute Übersicht zum Kolonialismus.

Lena 04.07.2007

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Kolonialismus und Imperialismus?

Redaktion

Hallo Lena, Kolonialismus ist streng genommen die Zeit vor 1850. Damit bezeichnet man die Phase, in der die europäischen Mächte zwar in die sogenannten Kolonialländer reisten, sie ausbeuteten und mit ihnen handelten, aber sich nicht - oder nur in Ausnahmen - dort ansiedelten. Eine Ausnahme ist Amerika, denn da gab es schon im 18. Jahrhundert Siedlerkolonien.Imperialismus ist die Zeit, in der die Staaten versuchten, diese Gebiete auch politisch in ihre Herrschaftsgebiete (ihre "Imperien") mit einzubringen. Dies geschah, indem sie dort Siedler hinschickten und eine Verwaltung und Infrastruktur aufbauten. Das ging aber erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts und ist eng mit der Industrialisierung verbunden.

lars 01.05.2006

welche länder die auf kolonialismus zurückzuführen sind giebt es?

Redaktion

Hallo lars, viele der Länder, die es heute z.B. in Südamerika und Afrika gibt, sind Länder, die in dieser Form durch die Kolonialmächte entstanden sind. Zum Beispiel Togo und Ghana, aber auch Brasilien. Wir empfehlen dir, die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung aufzusuchen: www.bpb.de Dort gibt es viel Infomaterial, das man bestellen kann, das zum Teil aber auch ins Netz gestellt ist. Oben im Text haben wir dazu einiges geschrieben.

Roman 08.02.2006

welche war die letzte kolonie und wann wurde sie aufgelöst?

Redaktion

Hallo Roman, als letzte der klassischen Kolonien gelten Angola und Mosambik, die 1975 unabhängig wurden.

Mona 19.01.2006

Welche Kolonien hatte Deutschland früher?

Redaktion

Hallo Mona, zu den Deutschen Kolonien gehörten zum Beispiel das heutige Namibia, Kamerun, Teile von Tansania, Ruanda, Burundi und Samoa. Weitere Informationen findest du auf dieser Seite.

Christoph 13.01.2006

Was waren die Kolonien von Frankreich

Redaktion

Hallo Christoph, dazu gehörten unter anderem Kanada, Tahiti Marokko und Algerien. Auf dieser Seite findest du eine Liste der ehemals französischen Kolonien.

Anja 13.07.2005

Wie lebten Frauen und Kinder in den Kolonien zur Zeit des Imperialismus?

Redaktion

Hallo Anja, erstens kommt es darauf an, welche Kolonien du meinst. Es gab im Laufe der Jahrhunderte ja ganz viele, unterschiedliche Kolonien, mit unterschiedlichen Lebensbedingungen. Zweitens kommt es darauf an, ob du wissen möchtest, wie die Frauen und Kinder der einheimischen Bevölkerung lebten oder die der Kolonialherren.
Die Menschen, die in dem jeweiligen Land zu Hause waren, mussten sehr hart arbeiten, auch die Frauen und Kinder, und ihre Arbeit war ausschließlich zum Wohle der Europäer. Zwischen Männern auf der einen Seite und Frauen und Kindern auf der anderen Seite wurde im Bezug auf die einheimische Bevölkerung in der Regel so gut wie kein Unterschied gemacht.
Die Frauen, die mit den Europäern in die Kolonien kamen, hatten - je nach dem welchem Stand die Familie angehörte - ein mehr oder minder arbeitsreiches Leben. Die Frauen der amerikanischen und australischen Farmer z.B. mussten hart arbeiten um ihren Lebensunterhalt zu sichern, während z.B. die Familien der europäischen Beamten in Indien ein viel leichteres und luxuriöseres Leben führen konnten.

franz 08.04.2005

was sind die commenwealth??

Redaktion

Hallo franz, das ist die englische Bezeichnung für eine politische Gemeinschaft, die auf gemeinsamen Ideen und Zielen gründet. Die Commonwealth of Nations ist die offizielle Bezeichung fü reine Staatengemeinschaft, die aus dem britischen Kolonialreich hervorgegangen ist. Nach der Entkolonisierung besteht dieses Commonwealth aus unabhängigen, gleichberechtigten Staaten, die sich freiwillig verbunden haben.

Patrick 27.01.2005

Wo waren Kolonien von Spanien?

Redaktion

Hallo Patrick, du meinst sicher, welche Teil der Welt spanische Kolonien waren. Spanien hatte eines der größten Kolonialreich. Das begann mit der Entdeckung Amerikas 1492 und endete erst im 20. Jahrhundert. Vor allem in Südamerika waren die Spanier die vorherrschende Macht, aber auch Teile von Afrika und Asien gehörten dazu. Z. B. das heutige Peru, Bolivien, Florida und die Philippinen

yannick 08.11.2004

Was sind die "Commenwealth"???

Redaktion

hallo Yannick, das ist die englische Bezeichung für eine politische Gemeinschaft, die gemeinsane Grundauffassungen und Ziele hat. Unter Oliver Cromwell war das zwischen 1649 und 1660 der Name für den englischen Staat, 1653 wurde der Name auf Schottland und Irland ausgedehnt. Heute spricht man von Commonwealth of Nations. Das ist die offizielle Bezeichnung einer Staatengemeinschaft, die aus dem britischen Kolonialreich hervorgegangen ist. Die Mitgliedsstaaten des Commonwealth sind unabhägnig, gleichbereichtigt und frei. Sie können jederzeit aus dem Commonwealth austreten.

Konstantin 12.06.2004

Wie viele Kolonien gibt es heute noch?

Redaktion

Hallo Konstantin, es gibt heute keine Kolonien mehr. Aber es gibt Länder, die nicht selbstständig sind. Das trifft auch auf Länder zu, die zu Frankreich "gehören", aber die in anderen Erdteilen liegen. Wichtig ist - und das unterscheidet diese Länder von den früheren Kolonien - dass diese Unselbstständigkeit nicht aufgezwungen ist, sondern freiwillig vereinbart wurde.

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