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Lexikon

Imperialismus

von und
mehrfache Wiederholung des Buchstaben i

Ausdehnung der Staatsmacht
Das Wort "Imperialismus" kommt aus dem Lateinischen. Es bezeichnet das Streben von Staaten, ihre Macht weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus auszudehnen.
Zeitalter des Imperialismus

Als Zeitalter des Imperialismus gilt der Zeitraum zwischen 1880 und 1918. Damals teilten die Kolonialmächte die Gebiete Afrikas und Asiens, die noch keine Kolonien waren, unter sich auf. Zu den alten europäischen Kolonialmächten kamen jetzt auch Deutschland und Italien sowie die USA und Japan hinzu. Die Kolonialmächte nutzten die beherrschten Gebiete als Lieferanten für Rohstoffe sowie als Absatzmärkte für Produkte, die in ihren eigenen Ländern hergestellt wurden.

FAQ / Häufig gestellte Fragen

(Frequently Asked Questions - das ist die englische Übersetzung von "häufig gestellte Fragen")
Lucy 13.06.2019

Warum entstand der Imperialismus?

Redaktion

Hallo Lucy, der Besitz von Kolonien bedeutete Macht und Ansehen. Außerdem versprachen sich die Kolonialstaaten von der Herrschaft über die Kolonien Wohlstand und Reichtum, denn die kolonialisierten Länder waren häufig reich an Bodenschätzen und die Einheimischen konnte man als billige Arbeitskräfte missbrauchen und ihnen die eigenen Produkte verkaufen. Aus diesen Gründen strebten alle mächtigen europäischen Länder im Zeitalter des Imperialismus danach, Kolonien zu erwerben.

lura 08.04.2019

Was ist jetzt der genaue Unterschied zwischen Imperialismus und Kolonialismus?

Redaktion

Hallo lura, Kolonialismus ist streng genommen die Zeit vor 1850. Damit bezeichnet man die Phase, in der die europäischen Mächte zwar in die sogenannten Kolonialländer reisten, sie ausbeuteten und mit ihnen handelten, sich aber nicht - oder nur in Ausnahmen - dort ansiedelten. Eine Ausnahme ist Amerika, denn da gab es schon im 18. Jahrhundert Siedlerkolonien. Imperialismus ist die Zeit, in der die Staaten versuchten, diese Gebiete auch politisch in ihre Herrschaftsgebiete (ihre "Imperien") einzugliedern. Dies geschah, indem sie dort Siedler hinschickten und eine Verwaltung und Infrastruktur aufbauten. Das ging aber erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts und ist eng mit der Industrialisierung verbunden. Lies doch auch mal unseren Artikel "Kolonialismus" hier im politischen Kinderlexikon von Hanisauland, dann wirst du weitere Unterschiede erkennen.

eure weiteren Fragen dazu...

Lina 28.10.2020

Worterklärung und Politik des Wortes “imperialismus“ ?

Redaktion

Hallo Lina, im ersten Absatz unseres Artikels oben findest du die Antworten auf deine beiden Frage.

xiaolongbao 21.10.2020

Wer waren die klassischen Imperialmächte?

Redaktion

Hallo xiaolongbao, die großen imperialen Mächte waren Großbritannien, Frankreich, die Niederlande und Belgien. Im Verlauf des 19. und frühen 20. Jahrhunderts kamen noch weitere Staaten dazu, darunter das Deutsche Reich, Italien, die USA und Japan.

Lauraaaaaaa 09.10.2020

Welche politische Bedingungen fördern den Imperialismus?

Redaktion

Hallo Lauraaaaaaa, die Grundvoraussetzung für den Imperialismus war der Wettkampf der europäischen Staaten untereinander um die Macht. Macht versprachen zum einen der Besitz von Land, er bedeutete Macht und Ansehen. Dazu kamen die Aussichten auf Wohlstand und Reichtum. Die Kolonialstaaten versprachen sich von der Herrschaft über die Kolonien Wohlstand und Reichtum, denn die kolonialisierten Länder waren häufig reich an Bodenschätzen und die Einheimischen konnte man als billige Arbeitskräfte missbrauchen und ihnen die eigenen Produkte verkaufen. Aus diesen Gründen strebten alle mächtigen europäischen Länder im Zeitalter des Imperialismus danach, Kolonien zu erwerben. Lies dazu doch auch einmal unseren Artikel "Kolonialismus" hier im Lexikon von Hanisauland.

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