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Lexikon

Imperialismus

von und
mehrfache Wiederholung des Buchstaben i

Ausdehnung der Staatsmacht
Das Wort "Imperialismus" kommt aus dem Lateinischen. Es bezeichnet das Streben von Staaten, ihre Macht weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus auszudehnen.
Zeitalter des Imperialismus

Als Zeitalter des Imperialismus gilt der Zeitraum zwischen 1880 und 1918. Damals teilten die Kolonialmächte die Gebiete Afrikas und Asiens, die noch keine Kolonien waren, unter sich auf. Zu den alten europäischen Kolonialmächten kamen jetzt auch Deutschland und Italien sowie die USA und Japan hinzu. Die Kolonialmächte nutzten die beherrschten Gebiete als Lieferanten für Rohstoffe sowie als Absatzmärkte für Produkte, die in ihren eigenen Ländern hergestellt wurden.

FAQ / Häufig gestellte Fragen

(Frequently Asked Questions - das ist die englische Übersetzung von "häufig gestellte Fragen")
Patronus 30.03.2021

Wieso wollen die Länder andere Länder unterdrücken?

Redaktion

Hallo Patronus, die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Imperialismus waren vielfältig. Es gab machtpolitische Ziele (Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet, Ansehensgewinn in der Gemeinschaft der Krone Mächte), wirtschaftliche Ziele (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums). Auch territoriale Ziele (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Gewinnung von Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben beim Imperialismus eine Rolle gespielt.

Bluelight 03.03.2021

Gibt es heute noch Länder in denen der Imperialismus angewendet wird und wen ja welche wären das?

Redaktion

Hallo Bluelight, das Zeitalter des Imperialismus endete mit der Unabhängigkeit der kolonisierten Staaten im Verlauf des 20. Jahrhunderts. Heute gibt es keinen Imperialismus mehr, wie wir ihn oben beschrieben haben. Aber es gibt natürlich Staaten, die auf andere Staaten starken Einfluss nehmen, die andere Staaten abhängig machen. Diese Abhängigkeit kann politisch und / oder wirtschaftlich sein. Aber auch wenn manchmal heute von "imperialistischen Strukturen" gesprochen wird, so muss man doch sehen, dass die Imperien (die Großmächte) im Zeitalter des Imperialismus Gewalt viel unmittelbarer und direkter ausgeübt haben und dass die Kolonien anders als heute keine selbstständigen Staaten waren. Allerdings sind die Folgen des Imperialismus in vielen ehemaligen Kolonien noch zu spüren.

Jkd 23.02.2021

Warum führte Imperialismus zu krieg

Redaktion

Hallo Jkd, im Imperialismus ging es um Macht und Einfluss in der Welt, um die Gewinnung von Rohstoffen, billigen Arbeitskräften und Absatzmärkten. Aber es ging für die europäischen Staaten auch darum, ihre Bedeutung zu betonen. Wer viele Kolonien oder ein Weltreich hatte, der wurde von den anderen großen Staaten neidisch betrachtet. Deswegen nahm der Wettbewerb zwischen den europäischen Mächten im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts immer mehr zu. Als sich die Spannungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus unterschiedlichen Gründen (dazu haben wir in unserem Lexikoneintrag "Erster Weltkrieg" einiges geschrieben) verschärften, spielte auch der Wettlauf um die Kolonien eine Rolle beim Ausbruch des Konflikts. Mehr dazu findest du sicher auch in deinem Geschichtsbuch.

Habe keinen 20.02.2021

Warum entstand der Imperialismus

Redaktion

Hallo Habe keinen, der Besitz von Kolonien bedeutete Macht und Ansehen. Außerdem versprachen sich die Kolonialstaaten von der Herrschaft über die Kolonien Wohlstand und Reichtum, denn die kolonialisierten Länder waren häufig reich an Bodenschätzen und die Einheimischen konnte man als billige Arbeitskräfte missbrauchen und ihnen die eigenen Produkte verkaufen. Aus diesen Gründen strebten alle mächtigen europäischen Länder im Zeitalter des Imperialismus danach, Kolonien zu erwerben.

eure weiteren Fragen dazu...

Mei 10.06.2021

Was ist imperialismus?

Redaktion

Hallo Mei, lies mal bitte den Text oben und unsere Antworten zu den FAQ. Da haben wir diese Form der europäischen Herrschaft über die Welt in den Jahren zwischen 1880 und dem Ersten Weltkrieg erklärt.

Lol 08.06.2021

Welche Folgen des Imperialismus spüren wir heute noch?

Redaktion

Hallo Lol, der Imperialismus war eine besonders schlimme Form der Gewaltherrschaft, der viel zu Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in der Welt beigetragen hat. Überall auf der Erde gab es Kolonialstaaten, die in ihrer Kultur und Politik sehr stark von den jeweiligen Mutterländern beeinflusst wurden. In einigen sind die Folgen bis heute sehr stark zu spüren. Während manche bis heute mit der Fremdbestimmung dieser Zeit zu kämpfen haben - wie zum Beispiel einige afrikanische Staaten -, konnten andere sich inzwischen eine eigene Identität und ein stabiles politisches System aufbauen, die auch die Kolonialgeschichte mit einschließt - wie zum Beispiel Indien oder Singapur. Auch in den Kolonialstaaten sind bis heute Überreste des Imperialismus zu finden. Ein gutes Beispiel dafür ist Großbritannien. Schau auch mal unter den Stichwörtern "Kolonialismus" und "Entwicklungsländer" sowie "Dritte Welt" nach, da haben wir schon einiges zu den Folgen der europäischen Beherrschung der Welt geschrieben.

Frary 04.06.2021

was sind die Gründe für den Imperialismus?

Redaktion

Hallo Frary, lies mal bitte, was wir in den FAQ Patronus auf diese Frage geantwortet haben.

lol 03.06.2021

Wie war der Zustand der Bevölkerung im Imperialismus? Wurden diese unterdrückt und welche Rechte hatten sie?

Redaktion

Hallo lol, die Einheimischen waren den Europäern unterlegen und mussten mit ansehen, wie viele von ihnen zu härtester Arbeit gezwungen wurden und dafür wenig oder gar keinen Lohn bekamen. Auch das Land und die Bodenschätze wurden hemmungslos und ohne Rücksicht ausgebeutet. Dazu kam, dass es in einer Kolonie meistens kein Rechtssystem gab, das für soziale Gerechtigkeit sorgte. Das Recht machten die Kolonialherren. Oft hatten die beherrschten Einheimischen gar keine Rechte oder viel weniger Rechte als die Vertreter der Kolonialmacht. Diese trafen die Entscheidungen, auch die politischen, nach ihren eigenen Interessen. Manche Entwicklungsländer leiden noch heute an den Folgen dieser Politik. Lies dazu doch auch einmal unseren Artikel "Entwicklungsländer" hier im Lexikon von Hanisauland.

moli 03.06.2021

Wie verlief der Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama?

Redaktion

Hallo moli, der Herero-Krieg im Jahr 1904 begann mit einem Aufstand der Herero und Nama gegen die deutsche Kolonialherrschaft, die in den Jahren zuvor zu großen Nöten und sozialen Problemen unter den beherrschten Völkern geführt hatte. Die deutsche Kolonialverwaltung wurde von dem Aufstand überrascht, gewann aber dank ihrer militärischen Überlegenheit schnell die Oberhand in diesem Krieg. Die Reaktion der deutschen Militärführung war drastisch und führte im Verlauf dieses Krieges zu einem Völkermord an den Herero und Nama. Den genauen Verlauf des Krieges kannst du auf dieser Seite des Deutschen Historischen Museums nachlesen.

Lulu 28.05.2021

Gibt es unterschiedliche Epochen und Begriffe des Imperialismus? Wenn ja welche ?
Liebe Grüße

Redaktion

Hallo Lulu, als Imperialismus wird die Epoche zwischen ungefähr 1880 und 1914 bezeichnet. In dieser Zeit teilten sich die europäischen Mächte fast den ganzen noch nicht kolonialisierten Rest der Erde unter sich auf. Anders als früher wurden die kolonialisierten Gebiete jetzt nicht mehr nur kontrolliert, sondern direkt beherrscht. Oben in unserem Artikel haben wir die Besonderheiten des Imperailsismus erklärt.

xDarKx 26.05.2021

Wieso wurde Imperialismus vor allem in Asien und Afrika betrieben und nicht in Amerika bspw.?

Redaktion

Hallo xDarKx, Südamerika wurde als erster Kontinent in der Frühphase des Kolonialismus seit dem 16. Jahrhundert kolonialisiert. Im 19. Jahrhundert erlangten die Kolonien die Unabhängigkeit. Auch Nordamerika wurde bereits früh zwischen Frankreich und England aufgeteilt. Im 18. Jahrhundert aber erkämpften sich die Siedler in den britischen Kolonien die Unabhängigkeit und gründeten die USA. Im Zeitalter des Imperialismus hatten die beiden Halbkontinente also die Zeit der europäischen Einflussnahme schon weitgehend hinter sich. So blieben für den Imperialismus vor allem die Ziele in Asien und Afrika.

Lola 26.05.2021

Wie ist die heutige Sicht auf den Imperialismus??

Redaktion

Hallo Lola, wie wir oben im Lexikonartiekl bereits geschrieben haben, übt beim Imperialismus ein Land Gewalt über ein anders Land aus, das sich nicht wehren kann. Der Imperialismus war also eine besonders schlimme Form der Gewaltherrschaft. Im Zeitalter des Imperialismus entstanden viele Probleme, die bis heute die Weltpolitik prägen. Der Wettstreit um die Kolonien war eine der wichtigsten Ursachen für die Konflikte zwischen den führenden Staaten Europas, die im 20. Jahrhundert zu zwei Weltkriegen führten. Viele der heutigen Probleme mit den Ländern der sogenannten Dritten Welt haben ihre Wurzeln im Imperialismus. Die ungleiche Weltordnung, die in dieser Zeit entstand, gibt es bis heute. Armut, soziale Ungerechtigkeiten, schwache Staaten, fehlende Demokratie und Folgen wie die Flüchtlingsbewegung der letzten Jahre sind Folgen der Politik jener Jahre. Du verstehst nun sicher, warum der Imperialismus heute so negativ bewertet wird.

Lin 25.05.2021

Was waren die Auswirkungen des Imperialismus auf die betroffenen Gebiete???

Redaktion

Hallo Lin, für die unterworfenen Gebiete waren die Folgen schlimm und oft sehr dauerhaft. Besonders betroffen waren natürlich zuerst die Menschen in den Ländern, die von den Europäern beherrscht wurden. Die Einheimischen waren den Europäern unterlegen und mussten mit ansehen, wie viele von ihnen zu härtester Arbeit gezwungen wurden und dafür wenig oder gar keinen Lohn bekamen. Auch das Land und die Bodenschätze wurden hemmungslos und ohne Rücksicht ausgebeutet. Manche Entwicklungsländer leiden noch heute an den Folgen der kolonialen Herrschaft. Lies dazu doch auch einmal unseren Artikel "Entwicklungsländer" hier im Lexikon von Hanisauland.

Heididel 25.05.2021

Imperialismus in Asien

Welche Rolle spielte Japan? Hat Japan erobert oder wurde es selbst besetzt?

Redaktion

Hallo Heididel, Japan wurde in den Jahren nach ca. 1875 aufgrund seiner militärischen Stärke zur beherrschenden imperialistischen Macht in Ostasien. Die wichtigsten Kolonien waren 1895 Taiwan, seit 1905/1910 Korea und schließlich 1931 die Mandschurei. Ein wichtiges Motiv der frühen kolonialen Anstrengungen bestand darin, dass Japan befürchtete, selbst zu einer Kolonie der europäischen Mächte zu werden. Nach der Jahrhundertwende betrieb Japan aber eine offen expansionistische und rassistische Politik mit dem Ziel der regionalen Vorherrschaft.

Nathalie 20.05.2021

Warum muss man Hier so viel lesen können sie vielleicht auch mal Videos machen, weil die Jugend von heute kein Bock auf lesen hat.

Hab kein Bock zu lesen also macht Videos.

Redaktion

Hallo Nathalie, hier auf der Kinderseite von Hanisauland erklären wir Begriffe und Themen aus der Politik so, dass sie für Kinder und Jugendliche verständlich und nachvollziehbar sind. Dazu gehört, dass wir nie lange Texte schreiben, sondern uns auf das Nötigste beschränken. Wir sind darum überzeugt, dass diese Texte von Kindern und Jugendlichen auch problemlos gelesen werden können. Wenn jemand natürlich keine Lust auf Lesen hat, können wir ihm oder ihr auch nicht helfen. Videos zu vielen Themen findest du übrigens auf vielen Schulseiten im Internet, Suchmaschinen wie www.blindekuh.de helfen dir gegebenenfalls bei der Suche.

2223 19.05.2021

Welcher europäische Staat betrieb zuerst eine imperialistische Politik?

Redaktion

Hallo 2223, als Imperialismus wird eine Form des Kolonialismus bezeichnet, die sich im Lauf des 19. Jahrhunderts durchsetzte. Zentrales Element dieser Form des Kolonialismus war die Einbeziehung der eroberten Gebiete in das eigene Herrschaftsgebiet und die direkte Beherrschung der Kolonien. Seit ungefähr 1880 wurde das von allen Kolonialmächten so gehandhabt. Eine gewisse Vorreiterrolle nahm dabei Großbritannien ein, das diese Form der Herrschaft schon seit der Mitte des Jahrhunderts in seiner wichtigsten Kolonie Indien praktizierte.

Fio14a 17.05.2021

Ich habe eine Frage und zwar: wie die Imperialistischen staaten ihre Politik begründeten oder was ihre Motive waren.

Redaktion

Hallo Fio14a, der Besitz von Kolonien bedeutete Macht und Ansehen. Außerdem versprachen sich die Kolonialstaaten von der Herrschaft über die Kolonien Wohlstand und Reichtum, denn die kolonialisierten Länder waren häufig reich an Bodenschätzen und die Einheimischen konnte man als billige Arbeitskräfte missbrauchen und ihnen die eigenen Produkte verkaufen. Auch hatten die Kolonialisten oft den Anspruch, die angeblich überlegene europäische Kultur und den wahren christlichen Glauben über die Welt zu verbreiten. Aus diesen Gründen strebten alle mächtigen europäischen Länder im Zeitalter des Imperialismus danach, Kolonien zu erwerben.

.... 17.05.2021

wieso wurde Afrika aufgeteilt und wie

Redaktion

Hallo ...., das vordringliche Interesse der europäischen Kolonialstaaten war die wirtschaftliche Ausbeutung und Nutzung der Kolonien. Im Zeitalter des Imperialismus trat dazu noch das Interesse der Staaten, sich als gleichwertige Konkurrenten im europäischen Wettbewerb zu beweisen. Es ging um einen "Platz an der Sonne", wie es ein wichtiger deutscher Politiker an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert formuliert hat. Das waren die wesentlichen Motive für den "Wettlauf um Afrika in der Zeit des Imperialismus. Dabei wurde der Kontinent nach und nach zwischen den europäischen Mächten aufgeteilt, wobei jeder Staat versuchte, sich durch militärische Besetzungen und Verhandlungen möglichst große Stücke zu sichern. Dabei wurden immer wieder Abkommen geschlossen, mit denen einzelne Länder sich gegenseitig ihre Einflusszonen zugesichert haben. Ein sehr bekanntes Beispiel ist die Kongoakte, die die europäischen Mächte auf der Kongokonferenz 1884/85 vereinbart haben. Mit dieser Akte haben sich die europäischen Staaten über die Aufteilung Afrikas geeinigt. Territoriale und ethnische Grenzen spielten dabei keine Rolle.

Dose 14.05.2021

Hallo, warum wurden africa und anddere Länder erobert?

Redaktion

Hallo Dose, das erste Interesse der europäischen Kolonialstaaten war die wirtschaftliche Ausbeutung und Nutzung der Kolonien. Im Zeitalter des Imperialismus trat dazu noch das Interesse der Staaten, sich als gleichwertige Konkurrenten im europäischen Wettbewerb zu beweisen. Es ging um einen "Platz an der Sonne", wie es ein wichtiger deutscher Politiker an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert formuliert hat. Das waren die wesentlichen Motive für den "Wettlauf um Afrika in der Zeit des Imperialismus.

daza 06.05.2021

wie erfolgte imperialismus

Redaktion

Hallo daza, Kennzeichen des Imperialismus war der Versuch der Kolonialstaaten, die von ihnen beherrschten Gebiete nicht nur wirtschaftlich auszubeuten, sondern sie auch politisch in ihre Herrschaftsgebiete (ihre "Imperien") einzugliedern. Dies geschah, indem die Gebiete militärisch unterworfen,anschließend Siedler hingeschickt und eine Verwaltung und Infrastruktur aufgebaut wurden. Das ging aber erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts und ist eng mit der Industrialisierung verbunden. Oben im Text haben wir noch mehr dazu geschrieben. Auch unser Artikel "Kolonialismus" hier im politischen Kinderlexikon von Hanisauland hilft dir sicher weiter.

AX10 05.05.2021

Was waren die Ziele bzw. Hoffnungen der Imperialmächte?

Redaktion

Hallo AX10, schau doch mal bitte, was wir Patronus in den FAQ auf eine ähnliche Frage geantwortet haben.

E.0455 05.05.2021

Wie war das Leben in der Zeit des Imperialismus?

Redaktion

Hallo E.0455, wie das Alltagsleben für die Menschen während der Epoche des Imperialismus – also dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert – aussah, hängt davon ab, wo sie lebten. Für die Menschen in den Kolonien, die von den europäischen Machthabern beherrscht und unterdrückt wurden, war das Leben oft qualvoll. Sie wurden ausgebeutet, als Sklaven verkauft oder mussten sich den Anweisungen und Launen der Kolonialherren unterwerfen. Anders war das Leben für die Menschen in den Kolonialstaaten. Hier findest du Informationen zum Alltagsleben im Deutschen Kaiserreich.

blablabla 05.05.2021

warum haben sie denn Teile von Afrika erobert

Redaktion

Hallo blablabla, das vordringliche Interesse der europäischen Kolonialstaaten war die wirtschaftliche Ausbeutung und Nutzung der Kolonien. Im Zeitalter des Imperialismus trat dazu noch das Interesse der Staaten, sich als gleichwertige Konkurrenten im europäischen Wettbewerb zu beweisen. Es ging um einen "Platz an der Sonne", wie es ein wichtiger deutscher Politiker an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert formuliert hat. Das waren die wesentlichen Motive für den "Wettlauf um Afrika in der Zeit des Imperialismus.

Lala 29.04.2021

Welche Auswirkungen hatte die imperialistische Politik für die indigene Bevölkerung?

Redaktion

Hallo Lala, Opfer der imperialistischen Politik der europäischen Mächte waren die Menschen in den Ländern, die von den Europäern kolonialisiert wurden. Die Einheimischen waren den Europäern unterlegen und mussten mit ansehen, wie viele von ihnen zu härtester Arbeit gezwungen wurden und dafür wenig oder gar keinen Lohn bekamen. Auch das Land und die Bodenschätze wurden hemmungslos und ohne Rücksicht ausgebeutet. Manche Entwicklungsländer leiden noch heute an den Folgen davon.

andrea5 29.04.2021

war Russland eine formelle oder informelle Kolonie?

Redaktion

Hallo andrea5, Russland war zu keiner Zeit eine Kolonie.

Lilibeth 24.04.2021

weshalb wurden zwischen 1880 und 1914 so viele Kolonien gegründet?

Redaktion

Hallo Lilibeth, der Besitz von Kolonien bedeutete Macht und Ansehen. Außerdem versprachen sich die Kolonialstaaten von der Herrschaft über die Kolonien Wohlstand und Reichtum, denn die kolonialisierten Länder waren häufig reich an Bodenschätzen und die Einheimischen konnte man als billige Arbeitskräfte missbrauchen und ihnen die eigenen Produkte verkaufen. Aus diesen Gründen strebten alle mächtigen europäischen Länder im Zeitalter des Imperialismus zwischen 1880 und dem Ersten Weltkrieg danach, Kolonien zu erwerben.

Zeyneb 22.04.2021

Was war die Rolle der Kolonialvölker und Folgen für sie beim Imperialismus?

Redaktion

Hallo Zeyneb, der Imperialismus war eine besonders schlimme Form der Gewaltherrschaft, die viel zu Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in der Welt beigetragen hat. Positive Seiten hatte der Kolonialismus nur für die Europäer. Wer Kolonien hatte, konnte damit sehr reich werden. Er konnte in "seiner" Kolonie Bodenschätze abbauen sowie exotische und damit sehr teure Pflanzen anbauen. Billige Arbeitskräfte gab es in den kolonialisierten Ländern ja auch genug – man griff einfach auf die Urbevölkerung zurück und beutete diese rücksichtslos aus. Damit ist auch schon klar, wer von den Nachteilen betroffen war: Das waren die Menschen in den Ländern, die von den Europäern kolonialisiert wurden. Die Einheimischen waren den Europäern unterlegen und mussten mit ansehen, wie viele von ihnen zu härtester Arbeit gezwungen wurden und dafür wenig oder gar keinen Lohn bekamen. Viele Menschen wurden sogar als Sklaven verkauft. Auch das Land und die Bodenschätze wurden hemmungslos und ohne Rücksicht ausgebeutet. Manche Entwicklungsländer leiden noch heute an den Folgen davon, und die Ungleichheit zwischen dem reichen "Norden" und den armen Ländern des "Südens" hat viele ihrer Wurzeln in den Jahren der europäischen Herrschaft über die Welt.

Lol 19.04.2021

Welche Methoden wurden angewendet ?

Redaktion

Hallo Lol, Kennzeichen des Imperialismus war der Versuch der Kolonialstaaten, die von ihnen beherrschten Gebiete nicht nur wirtschaftlich auszubeuten, sondern sie auch politisch in ihre Herrschaftsgebiete (ihre "Imperien") einzugliedern. Dies geschah, indem die Gebiete militärisch unterworfen, anschließend Siedler hingeschickt und eine Verwaltung und Infrastruktur aufgebaut wurden. Das ging aber erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts und ist eng mit der Industrialisierung verbunden. Oben im Text haben wir noch mehr dazu geschrieben. Auch unser Artikel "Kolonialismus" hier im politischen Kinderlexikon von Hanisauland hilft dir sicher weiter.

Marinli123 15.04.2021

Wie war Russland mit dem Imperialismus verflochten? waren sie aktiv dabei? und wie zeigte sich der Imperialismus im Land? Vielen Dank für die Antwort

Redaktion

Hallo Marinli123, Russland gehörte nie zu den großen Kolonialmächten. Trotzdem hat es immer wieder Versuche des Zarenreiches gegeben, eine Kolonialmacht zu werden. Die wohl bekannteste russische Kolonie war Alaska, die 1867 an die USA verkauft wurde. Im Vordergrund der russischen Politik stand aber über viele Jahrhunderte die Befestigung des riesigen russischen Reiches (vor allem in Sibirien) und die Ausweitung des unmittelbaren Herrschaftsbereiches des Zaren. Vor allem im 19. und 20. Jahrhundert hat Russland immer weitere Gebiete in Zentralasien, im Kaukasus oder in Nordosteuropa in seine Herrschaft eingegliedert. Dadurch wurde das Reich ein Vielvölkerstaat, den zu kontrollieren und zusammenzuhalten immer schwieriger wurde. Mehr dazu findest du sicher in deinem Geschichtsbuch.

zOMI 13.04.2021

Was blieb vom Imperialismus ?

Redaktion

Hallo zOMI, der Imperialismus war eine besonders schlimme Form der Gewaltherrschaft, der viel zu Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in der Welt beigetragen hat. Überall auf der Erde gab es Kolonialstaaten, die in ihrer Kultur und Politik sehr stark von den jeweiligen Mutterländern beeinflusst wurden. In einigen sind die Folgen bis heute sehr stark zu spüren. Während manche bis heute mit der Fremdbestimmung dieser Zeit zu kämpfen haben - wie zum Beispiel einige afrikanische Staaten -, konnten andere sich inzwischen eine eigene Identität und ein stabiles politisches System aufbauen, die auch die Kolonialgeschichte mit einschließt. Beispiel dafür sind Indien oder Singapur. Auch in den Kolonialstaaten sind bis heute Überreste des Imperialismus zu finden. Ein gutes Beispiel dafür ist Großbritannien. Schau auch mal unter den Stichwörtern "Kolonialismus" und "Entwicklungsländer" sowie "Dritte Welt" nach, da haben wir schon einiges zu den Folgen der europäischen Beherrschung der Welt geschrieben.

Nudel 12.04.2021

Wie lief denn die Besetzung einer Kolonie ab?

Redaktion

Hallo Nudel, in der frühen Zeit des Kolonialismus wurden die Kolonien meistens nicht wirklich besetzt. Die Kolonialherren versuchten, die herrschende einheimische Schicht unter ihre Kontrolle zu bringen, um dann Vorteile im Handel und beim Ausnutzen der wertvollen Rohstoffe zu haben. Erst im 19. Jahrhundert hatten die europäischen Mächte die technischen und militärischen Möglichkeiten, die weit entfernten Gebiete militärisch zu kontrollieren und eine koloniale Führungsschicht in den Kolonien aufzubauen.

tmhds 19.03.2021

Was ist Imperalismus?

Redaktion

Hallo tmhds, lies mal bitte den Text oben und unsere Antworten zu den FAQ. Da findest du die Informationen zur Beantwortung deiner Frage.

yarram güzel 18.03.2021

Wieso war Deutschland während des Imperialismus so zurückahltend´?

Redaktion

Hallo yarram güzel, Deutschland war im Zeitalter des Imperialismus keineswegs zurückhaltend. Ganz im Gegenteil: Nach der Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 forderten namhafte Politiker und große Teile der deutschen Öffentlichkeit Kolonien als Zeichen für Deutschlands gewachsene Bedeutung. Ein Politiker forderte, dass auch Deutschland jetzt einen "Platz an der Sonne" haben müsste. Tatsächlich entstand in den Jahren seit 1880 ein beachtliches Kolonialreich, dass Deutschland zum Mitspieler im imperialistischen Wettstreit der europäischen Mächte machte. Diese auftrumpfende deutsche Politik war einige Jahre später auch einer der wichtigsten Gründe für den Ersten Weltkrieg.

Beach 16.03.2021

Imperialismus in Afrika

Redaktion

Hallo Beach, es wäre schön, wenn du uns eine richtige Frage stellen würdest und nicht nur ein paar Stichworte aus dem Schulunterricht hinwerfen. Auch im Internet gibt es so etwas wie höfliches Benehmen, und wenn wir uns alle daran halten, macht die virtuelle Kommunikation gleich noch mal so viel Spaß. Trotzdem wollen wir dir gerne ein paar Hinweise in ganzen Sätzen geben. Im Zeitalter des Imperialismus, also ungefähr seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, kam es zum so genannten "Wettlauf um Afrika". Damit werden die Bemühungen der europäischen Mächte bezeichnet, die noch unabhängigen Gebiete in Afrika zu erobern und unter sich aufzuteilen. Alls europäischen Mächte haben darum gewetteifert, ein "Stück" Afrika für sich zu bekommen. Dabei wurden immer wieder Abkommen geschlossen, mit denen einzelne Länder sich gegenseitig ihre Einflusszonen zugesichert haben. Ein sehr bekanntes Beispiel ist die Kongoakte, die die europäischen Mächte auf der Kongokonferenz 1884/85 vereinbart haben. Mit dieser Akte haben sich die europäischen Staaten über die Aufteilung Afrikas geeinigt. In einem historischen Schulatlas und auch in unserem Lexikonartikel "Kolonie / Kolonialismus" findest du weitere Informationen, die dir weiterhelfen.

Lilly 12.03.2021

Um was geht es beim Imperialismus

Redaktion

Hallo Lilly, die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Imperialismus waren vielfältig. Da gab es machtpolitische Ziele (Einfluss auf eine bestimmtes Gebiet, Ansehensgewinn in der Gemeinschaft der Staaten), wirtschaftliche Ziele (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben gelegentlich beim Imperialismus eine Rolle gespielt.

Maya 12.03.2021

Zum Thema Imperialismus :
• wer handelt mit wem ?
•Was sind die Voraussetzungen vom guten Handeln
•Was wird gehandelt?

Redaktion

Hallo Maya , der Imperialismus war gekennzeichnet durch große Ungleichheiten im Handel. Die kolonialen Staaten nutzten ihre Kolonien als Rohstoffproduzenten und - lieferanten, beispielsweise für Baumwolle. In den Industrieländern wurden daraus hochwertige Kleidungsstücke hergestellt. Diese wurden dann mit Gewinn verkauft, wobei die Kolonien jetzt als Absatzmärkte dienten. Diese Ungleichheiten in den Handelsbeziehungen gibt es auch heute noch, lange nach dem Ende des imperialistischen Zeitalters. Eine Antwort auf diese Ungerechtigkeiten ist der "Fair Trade". Dabei wird versucht, den Erzeugern in den armen Ländern, die früher Kolonien waren, faire Preise für ihre Produkte zu bezahlen. Lies dazu doch auch einmal unseren Artikel "Fair Trade" hier im Lexikon von Hanisauland.

lisa 12.03.2021

wie ist es zum Imperialismus gekommen

Redaktion

Hallo lisa, der Besitz von Kolonien bedeutete Macht und Ansehen. Außerdem versprachen sich die Kolonialstaaten von der Herrschaft über die Kolonien Wohlstand und Reichtum, denn die kolonialisierten Länder waren häufig reich an Bodenschätzen und die Einheimischen konnte man als billige Arbeitskräfte missbrauchen und ihnen die eigenen Produkte verkaufen. Aus diesen Gründen strebten alle mächtigen europäischen Länder im Zeitalter des Imperialismus danach, Kolonien zu erwerben.

Hallo hi 08.03.2021

Welche verschiedene Antriebskräfte hatte der Imperialismus?

Redaktion

Hallo Hallo hi, der Besitz von Kolonien bedeutete Macht und Ansehen. Außerdem versprachen sich die Kolonialstaaten von der Herrschaft über die Kolonien Wohlstand und Reichtum, denn die kolonialisierten Länder waren häufig reich an Bodenschätzen und die Einheimischen konnte man als billige Arbeitskräfte missbrauchen und ihnen die eigenen Produkte verkaufen. Auch hatten die Kolonialisten oft den Anspruch, die angeblich überlegenen europäische Kultur und den wahren christlichen Glauben über die Welt verbreiten zu müssen. Aus diesen Gründen strebten alle mächtigen europäischen Länder im Zeitalter des Imperialismus danach, Kolonien zu erwerben.

Princess 04.03.2021

Was sind die kulturelle Ziele des Kolonialerwerbs?

Redaktion

Hallo Princess , zu den Zielen des Kolonialismus gehörte es von Anfang an auch, den angeblich unterlegenen Völkern der außereuropäischen Welt die Kultur der westlichen Fragen zu bringen. Dazu zählte die christliche Religion, die westliche Kunst und Kultur und natürlich auch die damit verbundene Lebensweise. Nicht erst heute wissen wir, dass diese Überheblichkeit der Europäer keine Grundlage hatte. Dazu kommt, dass die kolonialisierten Völker nie gefragt wurden, ob sie diese Kultur überhaupt haben wollten.

Birne199 03.03.2021

Was waren die Antriebskräfte, die zur europäischen Expansion und Kolonienbildung im 19.Jahrhundert geführt haben?

Redaktion

Hallo Birne199, unten bei den Antworten auf eure weiteren Fragen haben wir schon viel dazu geschrieben, wieso es zum Imperialismus gekommen ist. Lies dort bitte einmal nach.

Lalala 03.03.2021

Warum war der Imperialismus eine Ursache des 1. Weltkriegs?

Redaktion

Hallo Lalala, im Imperialismus ging es um Macht und Einfluss in der Welt und auch darum, die Bedeutung des eigenen Staates zu betonen. Deswegen nahm der Wettbewerb zwischen den europäischen Mächten im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts immer mehr zu. Als sich die Spannungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts verschärften, spielte auch der Wettlauf um die Kolonien eine Rolle beim Ausbruch des Konflikts. Mehr dazu findest du sicher auch in deinem Geschichtsbuch.

selam 01.03.2021

Wie hat sich Frankreich über die imperialistische Politik gerechtfertigt?

Redaktion

Hallo selam, Frankreich gehörte im Zeitalter des Imperialismus zu den wichtigsten Akteuren. Gemeinsam mit dem britischen Empire war der französische Kolonialbesitz der größte der Welt. Gemeinsam waren die beiden Mächte auch bemüht, sich den verbliebenen Rest der Welt als Einflussgebiet zu sichern. Begründet wurde der Anspruch der europäischen Staaten auf die Herrschaft über andere Länder und Völker in Afrika und anderen Teilen der Welt mit der angeblichen kulturellen Überlegenheit der Europäer. Dabei spielte oft auch die Vorstellung eine Rolle, den beherrschten Völkern mit dem christlichen Glauben die "einzig wahre" Religion zu bringen und sie von ihren "heidnischen" Ideen zu befreien. Tatsächlich aber bedeutete ein großes Imperium, also der Besitz von möglichst vielen und großen Kolonien, vor allen Dingen mehr Macht und mehr Reichtum für die Kolonialstaaten. Denn die Kolonien waren meistens reich an Bodenschätzen und die Einheimischen konnten als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Im Zeitalter des Imperialismus ging es den Franzosen auch darum, die Ansprüche des verfeindeten Deutschen Reiches möglichst abzuwehren. Der Zerfall des französischen Kolonialreiches nach dem Zweiten Weltkrieg und die Versuche, das koloniale Handeln doch irgendwie zu verteidigen, belasten bis heute die französische Wahrnehmung dieser historischen Epoche. In deinem Geschichtsbuch findest du sicher noch mehr dazu.

lelo 01.03.2021

Wo und durch wen fanden imperialistische Bestrebungen statt?

Redaktion

Hallo lelo, die wichtigsten Vertreter des Imperialismus waren die Machthaber der europäischen Staaten. Sie erhofften sich von den beherrschten Kolonien Rohstoffe, Absatzmärkte und nicht zuletzt die Steigerung des eigenen Ansehens. Im deutschen Imperialismus im späten 19. Jahrhundert spielten zunehmend nationalistische Vereinigungen eine Rolle. Vereine wie der Alldeutsche Verband oder der Flottenverein machten Stimmung für der Gewinn von Kolonien für das Deutsche Reich. Diese Kolonien sollten Deutschland als großer Macht angeblich zustehen.

Pryxl 26.02.2021

Moinsn
Welche länder gehören zum kolonial reich vielen darrrrm jz schon mal

Redaktion

Hallo Pryxl, im Zeitalter des Imperialismus wurde fast die gesamte außereuropäische Welt außerhalb Amerikas von den europäischen Kolonialmächten unter sich aufgeteilt. Oben und in unserem Artikel "Kolonialismus" hier im Lexikon von Haisauland findest du viele Einzelheiten dazu. Auch ein historischer Atlas hilft dir sicher weiter.

Flaca 25.02.2021

Liebe Redaktion, danke viel Mal, ihr seid super! :D <3

Redaktion

Hallo Flaca, vielen Dank für das nette Lob! Wir haben uns das ganze Wochenende darüber gefreut, und werden jetzt mit neuem Elan in der nächsten Woche wieder versuchen, euch so gut es geht bei euren Fragen weiter zu helfen.

Flaca 24.02.2021

Was ist genau der Zusammenhang zwischen Imperialismus, Industrialisierung, Kolonialismus und dem ersten Weltkrieg? Dank schon jetzt für die Antwort! :DD

Redaktion

Hallo Flaca, oben in unserem Artikel zum Imperialismus und in den Antworten auf eure Fragen unten haben wir schon viel zu diesen Zusammenhängen geschrieben. Darum nur kurz ein paar Hinweise: Ohne die Industrialisierung und den damit verbundenen technischen Fortschritt (beispielsweise bei der Entwicklung der Dampfboote oder von modernen Waffen) wäre die Eroberung und Beherrschung so großer Teile der Welt durch die europäischen Staaten nicht möglich gewesen. Der Imperialismus stellte damit eine neue Entwicklungsstufe in der Geschichte des Kolonialismus dar. In unserem Lexikon findest du einen eigenen Artikel zum Kolonialismus mit weiteren Informationen. Die Ansprüche vieler europäischer Staaten auf einen Anteil am imperialistischen "Kuchen" stellte ein enormes Konfliktpotential in den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg dar. Die Spannung, die sich auch durch diese imperialistischen Ambitionen vor 1914 aufgebaut hatte, entlud sich in diesem schrecklichen Krieg.

hansi 24.02.2021

Wie hängen Rassismus und Imperialismus in der Kolonialzeit zusammen?

Redaktion

Hallo hansi, Rassismus war ein wichtiger Antrieb für die Kolonialisierung außereuropäischer Gebiete durch die Europäer. Bestimmend für die Weltmachtansprüche der europäischen Mächte war neben den wirtschaftlichen Interessen an Kolonien und dem damit verbundenen Gewinn an Ansehen die Überzeugung, dass die weißen Menschen besser waren als Menschen anderer Hautfarbe: Sie hatten darum nach dieser Vorstellung das Recht, über alle anderen zu herrschen und diesen die eigenen Vorstellungen aufzuzwingen.

pringels 24.02.2021

was sind die ideen zum thema imperialismus?

Redaktion

Hallo pringels, leider wissen wir nicht, was genau du zu diesem wichtigen historischen Thema wissen möchtest. Lies doch erst einmal unseren Artikel oben und schau dir bitte auch einmal unsere Antworten auf eure Fragen im Anschluss an den Artikel an. Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Bettina 22.02.2021

Was waren die wirtschaftlichen Ziele des Imperialismus

Redaktion

Hallo Bettina, die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Imperialismus waren vielfältig und anders als in früheren Zeiten des Kolonialismus nicht in erster Linie wirtschaftlich begründet. Da gab es machtpolitische Ziele (Einfluss auf eine bestimmtes Gebiet, Ansehensgewinn in der Gemeinschaft der Staaten) missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben gelegentlich beim Imperialismus eine Rolle gespielt. Trotzdem waren natürlich auch die wirtschaftlichen Ziele ein wichtiger Antrieb des Imperialismus. Dazu gehörte es, Rohstoffe zu gewinnen, billige Arbeitskräfte zur Verfügung zu haben und die eigenen Waren an die Kolonisierten zu verkaufen.

Godehardt 20.02.2021

Was versteht man unter dem "Deutschen Imperialismus"?

Redaktion

Hallo Godehardt, erste Kolonien von deutschen Staaten gab es schon vor der Industrialisierung. Aber erst im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts drängte auch das Deutsche Reich vehement darauf, eine imperiale Macht zu werden. In den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg ist das dann auch geschehen. Auf dieser Seite des Deutschen Historischen Museums findest du dazu viele Informationen.

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