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Lexikon

Imperialismus

von und
mehrfache Wiederholung des Buchstaben i

Ausdehnung der Staatsmacht
Das Wort "Imperialismus" kommt aus dem Lateinischen. Es bezeichnet das Streben von Staaten, ihre Macht weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus auszudehnen.
Zeitalter des Imperialismus

Als Zeitalter des Imperialismus gilt der Zeitraum zwischen 1880 und 1918. Damals teilten die Kolonialmächte die Gebiete Afrikas und Asiens, die noch keine Kolonien waren, unter sich auf. Zu den alten europäischen Kolonialmächten kamen jetzt auch Deutschland und Italien sowie die USA und Japan hinzu. Die Kolonialmächte nutzten die beherrschten Gebiete als Lieferanten für Rohstoffe sowie als Absatzmärkte für Produkte, die in ihren eigenen Ländern hergestellt wurden.

FAQ / Häufig gestellte Fragen

(Frequently Asked Questions - das ist die englische Übersetzung von "häufig gestellte Fragen")
Melanie 21.01.2022

positive und negative folgen

Redaktion

Hallo Melanie, positive Seiten hatte der Kolonialismus nur für die Europäer. Wer Kolonien hatte, konnte damit sehr reich werden. Er konnte in "seiner" Kolonie Bodenschätze abbauen sowie exotische und damit sehr teure Pflanzen anbauen. Für Gewürze oder Tabak musste man damals nämlich in Europa viel Geld bezahlen. Billige Arbeitskräfte gab es in den kolonialisierten Ländern ja auch genug – man griff einfach auf die Urbevölkerung zurück und beutete diese rücksichtslos aus. Damit ist auch schon klar, wer von den Nachteilen betroffen war: Das waren die Menschen in den Ländern, die von den Europäern kolonialisiert wurden. Die Einheimischen waren den Europäern unterlegen und mussten mit ansehen, wie viele von ihnen zu härtester Arbeit gezwungen wurden und dafür wenig oder gar keinen Lohn bekamen. Viele Menschen wurden sogar als Sklaven verkauft. Auch das Land und die Bodenschätze wurden hemmungslos und ohne Rücksicht ausgebeutet. Manche Entwicklungsländer leiden noch heute an den Folgen davon. Das ist die ganz dunkle Seite der Kolonialisierung. Und damit dürfte auch klar sein, dass die "Vorteile", die wir anfangs genannt haben, viele Ungerechtigkeiten zur Folge hatten.

eure weiteren Fragen dazu...

Maddison 14.09.2022

Was sind wichtige Merkmale des
Imperialismus?

Redaktion

Hallo Maddison, lies mal den Text oben und unsere Antworten auf die Fragen anderer Besucher/innen unserer Seite. Da erfährst du das Wichtigste zum Zeitalter des Imperialismus. wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Aida 06.09.2022

Warum muss ich mich mit dem Thema Imperialismus in der heutigen Zeit beschäftigen?

Redaktion

Hallo Aida, das Zeitalter des Imperialismus ist seit mehr als einem halben Jahrhundert vorbei. Aber die Folgen der europäischen Gewaltherrschaft über fast den gesamten Erdball sind heute noch zu spüren. So ist die große Armut in Afrika eine der Folgen der europäischen Politik, die die afrikanischen Gebiete nur ausbeutete. Lies doch mal unseren Artikel "Imperialismus" hier im Lexikon und schaue dir dort auch die Antworten auf die Fragen anderer Besucher/innen unserer Seite an. Da erfährst du viel zu den Folgen dieses Zeitalters.

Fiona 19.08.2022

Was sind Tatsachen die den Imperialismus gefördert haben?

Redaktion

Hallo Fiona, die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Kolonialismus und später des Imperialismus waren vielfältig. Wichtig waren in einer Zeit großer nationaler Begeisterung (man spricht deswegen auch vom Zeitalter des Nationalismus) immer machtpolitische Ziele, also das Gewinnen von Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet und ein Ansehensgewinn in der Gemeinschaft der Staaten. Dazu kamen wirtschaftliche Ziele (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale Ziele (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben beim Imperialismus eine Rolle gespielt.

bily 23.06.2022

Wie wurde die Nation des Russischen Zarenreich «gebildet», was macht diese Nation aus?
Welche Kolonien besass das Russische Zarenreich /Was waren die Ziele in der Kolonialpolitik? Besonderheiten der Kolonialpolitik dieses Landes.

Redaktion

Hallo bily, das Zarenreich besaß keine Kolonien. Allerdings herrschte der Zar über ein riesiges Reich, das seit dem späten Mittelalter entstanden war. In diesem Reich bildete der Zar zusammen mit der orthodoxen Kirche eine Art einigendes Band für sehr unterschiedliche Stämme und Völker. Eine russische Nation im eigentlichen Sinn hat es weder damals noch später gegeben.

Lyly 23.06.2022

Seit wann gibt es das Russische Zarenreich (in dieser Form)?
Wie wird das Zarenreich regiert (Staatsform und Staatsoberhaupt), gibt es mögliche Besonderheiten?

Redaktion

Hallo Lyly, die Bezeichnung Zarenreich entstand Mitte des 16. Jahrhunderts. Seit dem 18. Jahrhundert sprach man eher vom Russischen Reich, an dessen Spitze der Zar stand. Mit der Russischen Revolution von 1917 ging diese Form der Herrschaft zu Ende. Das Staatsoberhaupt im Russischen Reich war der Zar oder die Zarin. Die Herrschaftsform war auf den Zaren zugeschnitten. Die Zaren herrschten autokratisch, sie hatten eine absolutistische Machtfülle. In deinem Geschichtsbuch findest du sicher mehr zu diesem historischen Reich.

Scandinavian 17.06.2022

Ich Wollte fragen ob es auch Skandinavische Länder gab die Kolonien hatten? Also wie Z.B. Schweden oder Finnland.

Redaktion

Hallo Scandinavian, einige skandinavische Ländern hatten in der frühen Zeit des Kolonialismus durchaus nennenswerte Kolonien in Asien und Afrika. Dazu zählen Schweden und Dänemark. Im Zeitalter des Imperialismus spielen die skandinavischen Ländern aber keine große Rolle bei der Aufteilung der Welt durch die europäischen Mächte.

Geroldine 16.06.2022

Was geschah in den USA zwischen den Zeiträumen 1830-1914 im Bezug auf den Imperialismus?

Redaktion

Hallo Geroldine, die USA waren lange kein imperialer Start. Sie nahmen aber im 19. Jahrhundert für sich in Anspruch, dass kein anderes Land in ihrer Interessen-Sphäre Einfluss nehmen sollte. Im späten 19. Jahrhundert nahmen die USA dann einige Kolonien im Besitz. Dazu zählten Kuba und die Philippinen.

Joline 16.06.2022

Was geschah im Russischen Zarenreich zwischen 1830-1914 im Bezug auf den Imperialismus?

Redaktion

Hallo Joline, das Russische Reich hatte kein Kolonialreich und war im Zeitalter des Imperialismus nicht an außereuropäischen Kolonien interessiert. Es gab aber eine stetige Ausweitung des Reiches in alle Richtungen (außer nach Westen) seit dem 16. Jahrhundert. Dabei kamen immer mehr Gebiete unter die Herrschaft des Zaren.

Lexi 08.06.2022

Hallo, mit welchen Mitteln kann eine imperialistische Politik umgesetzt werden?

Redaktion

Hallo Lexi, schau mal unter dem Begriff "Imperialismus" in diesem Lexikon nach und lies dort auch die Antworten auf eure Fragen in den FAQ. Da haben wir schon einiges zur Durchsetzung der europäischen Macht in anderen Teilen der Erde geschrieben. Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Shima 03.06.2022

Wie gingen die europäischen Großmächte bei der Kolonialisierung der Welt vor?

Redaktion

Hallo Shima, schau dir doch mal bitte unsere Lexikon-Artikel „Kolonie/Kolonialismus“ und „Imperialismus“ an. Da haben wir Kennzeichen der europäischen Herrschaft über die Welt genannt. In den Antworten auf die Fragen anderer Besucherinnen und Besucher findest du auch genauere Informationen über die Vorgehensweise der europäischen Mächte bei der Eroberung und Beherrschung von Kolonien.

Eli 02.06.2022

Wie wird der Imperialismus in Deutschland aufgefasst?

Redaktion

Hallo Eli, im Zeitalter des Imperialismus gab es im Deutschen Reich eine breite Strömung, die Kolonien für das Reich forderte. Als Deutschland dann seit den 1880er Jahren zu einer Kolonialmacht wurde, war die Begeisterung groß. Entsprechend enttäuscht waren die Menschen, als Deutschland nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg alle seine Kolonien aufgeben musste. Heute wird der Imperialismus allgemein als eine Form der Fremdherrschaft und der Verletzung des Völkerrechts und der Menschenrechte angesehen. Man wird nicht mehr viele Menschen finden, die der Zeit der deutschen Kolonien nachtrauern.

Safia 19.05.2022

Welche Gründe sprechen für das Erlangen von Kolonien? Welche Motive haben vor allem England und Deutschland?

Redaktion

Hallo Safia, die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Kolonialismus und später des Imperialismus waren vielfältig. Wichtig waren immer machtpolitische Ziele, also das Gewinnen von Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet und ein Ansehensgewinn in der Gemeinschaft der Staaten. Dazu kamen wirtschaftliche Ziele (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale Ziele (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben beim Imperialismus eine Rolle gespielt.

bella 19.05.2022

Was bedeuteten die willkürlichen Grenzziehungen für die Menschen, die damals in diesen Gebieten wohnten? Welche Folgen haben diese Grenzziehungen auch heute noch?

Redaktion

Hallo bella , die Grenzziehungen auf den Karten europäischer Kolonialmächte trennten Menschen und Völker voneinander und trugen zur Bildung von politischen Gemeinschaften bei, die keinen wirklichen Zusammenhalt hatten. Bis heute sind diese willkürlichen Festlegungen von Grenzen immer wieder ein Anlass für Auseinandersetzungen und Konflikte bis hin zu schleimen Kriegen.

Spagetti Nudel 55 13.05.2022

Seit wann gibt es das Wort Imperialismus

Redaktion

Hallo Spagetti Nudel 55, der Begriff Imperialismus entstand im 16. Jahrhundert. Damals hatte er aber eine andere Bedeutung. Man verstand darunter eine Herrschaft, die auf militärische Macht gegründet war. Das Zeitalter des Imperialismus ist das späte 19. Jahrhundert.

peanut 11.05.2022

inwiefern weist die Idee des Nationalismus fortschrittliche, inwiefern problematische Aspekte auf im 19. Jahrhundert – und bis heute?

Redaktion

Hallo peanut, der Nationalismus ist eine Weltanschauung, die die eigene Nation überhöht und andere Nationen abwertet. Oft treten Nationalisten aggressiv und drohend auf, denn sie haben nur die eigenen angeblich nationalen Interessen im Sinn, die nicht in Frage gestellt werden dürfen. Im 19. Jahrhundert trug der Nationalismus entscheidend dazu bei, dass zum Teil jahrhundertealte Nationen sich zu Nationalstaaten wandelten. Der Nationalismus war aber auch eine wesentliche Ursache für die Verschärfung der Beziehungen zwischen den europäischen Mächten im 19. und frühen 20. Jahrhundert und damit auch für die beiden Weltkriege. Lies doch einmal unseren Artikel "Nationalismus" hier im Lexikon. Da findest du weitere Ideen zur Beantwortung deiner Aufgabe.

heyo 11.05.2022

Was ergibt sich als Bilanz des Imperialismus, bezogen auf die Kolonialmächte einerseits, auf die Kolonien anderseits?

Redaktion

Hallo heyo, Vorteile hatte der Imperialismus nur für die europäischen Länder, die andere Länder und Regionen mit Gewalt unterwarfen. Der Besitz von Kolonien bedeutete Macht und Ansehen. Außerdem versprachen sich die Kolonialstaaten von der Herrschaft über die Kolonien Wohlstand und Reichtum, denn die kolonialisierten Länder waren häufig reich an Bodenschätzen und die Einheimischen konnte man als billige Arbeitskräfte missbrauchen und ihnen die eigenen Produkte verkaufen. Aus diesen Gründen strebten alle mächtigen europäischen Länder im Zeitalter des Imperialismus danach, Kolonien zu erwerben. Damit ist wohl auch klar, wer von den Nachteilen betroffen war: Das waren die Menschen in den Ländern, die von den Europäern erobert und beherrscht wurden. Die Einheimischen waren den Europäern unterlegen und mussten mit ansehen, wie viele von ihnen zu härtester Arbeit gezwungen wurden und dafür wenig oder gar keinen Lohn bekamen. Viele Menschen wurden sogar als Sklaven verkauft. Auch das Land und die Bodenschätze wurden hemmungslos und ohne Rücksicht auf die Interessen der eigentlichen Bewohner/innen der Länder ausgebeutet. Manche Entwicklungsländer leiden noch heute an den Folgen davon. Das ist die ganz dunkle Seite der Kolonialisierung. Und damit dürfte auch klar sein, dass die Bilanz von Kolonialismus und Imperialismus mehr als schlecht ist.

histoi 10.05.2022

wer besass wo koloniale Besitzungen im Zeitalter des Imperialismus?

Redaktion

Hallo histoi, alle großen europäischen Mächte besaßen im Zeitalter des Imperialismus Kolonien außerhalb von Europa. Die größten Kolonialreiche besaßen Großbritannien, beispielsweise in Indien, und Frankreich, dass unter anderem in Nord-Afrika großen Kolonialbesitz hatte. Das Deutsche Reich hatte Kolonien in Afrika, Asien und dem pazifischen Ozean. Auch Belgien und die Niederlande kontrollierten große koloniale Besitzungen. Schau doch mal in einen historischen Weltatlas in deiner Schulbibliothek. Da kannst du sehen, wie die Aufteilung der Welt in koloniale Herrschaftsgebiet im Zeitalter des Imperialismus war.

moinmoin 05.05.2022

Welche Konflikte entstehen? (in den kolonien und in den Mutterländern)?

Redaktion

Hallo moinmoin, Konflikte und Widerstand gab es in allen Kolonien. Zu bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen kam es zum Beispiel in den nordamerikanischen Kolonien, die sich 1776 auch für unabhängig erklärten. In Indien kam es in den 1920er Jahren zu passivem Widerstand gegen die britische Herrschaft. Die Dekolonialisierung der französischen Kolonien in Nordafrika gelang erst nach einem grausamen Unabhängigkeitskrieg. Auch in den Kolonialländern war die Politik der Unterdrückung fremder Völker zu keiner Zeit unumstritten. In deinem Geschichtsbuch wirst du bestimmt auch etwas dazu finden.

Bienemaya 27.04.2022

Wo/welche Sprachen haben sich verbreitet?

Redaktion

Hallo Bienemaya, in vielen Kolonien hat sich die Sprache der Kolonialmacht als Landessprache durchgesetzt oder als eine wichtige gemeinsame Sprache erhalten. Das gilt für die spanischen und portugiesischen Kolonien in Südamerika und ebenso in früheren britischen Kolonien wie den USA, Australien oder Indien oder französischen Herrschaftsgebieten in Nordafrika.

Bi 27.04.2022

Wo/welche Sprachen haben sich verteilt?

Redaktion

Hallo Bi, lies mal bitte, was wir auf eine ähnliche Frage bei unseren Antworten zum Artikel "Imperialismus" geschrieben haben.

Lucy 27.04.2022

Hallo, ich habe bald eine Prüfung und würde gerne wissen, was für Definitionsprobleme beim Begriff Imperialismus gab.
Vielen Dank im Voraus

Redaktion

Hallo Lucy, leider wissen wir nicht genau, was du mit deiner Frage meinst. Was als Imperialismus bezeichnet wird, haben wir in unserem Artikel "Imperialismus" hier im Lexikon geschrieben. Schau dir den doch einmal an, und dort auch unsere Antworten auf die Fragen anderer Besucher/innen unserer Seite. Vielleicht findest du da ja einen Hinweis zur Beantwortung deiner Frage.

hihihuhu 25.04.2022

Was waren Problem, die nach Beendigung des Imperialismus, aber wegen des Imperialismus entstanden sind ??

Redaktion

Hallo hihihuhu, im Zeitalter des Imperialismus entstanden viele Probleme, die bis heute die Weltpolitik prägen. Der Wettstreit um die Kolonien war eine der wichtigsten Ursachen für die Konflikte zwischen den führenden Staaten Europas, die im 20. Jahrhundert zu zwei Weltkriegen führten. Viele der heutigen Probleme in den Ländern der sogenannten Dritten Welt haben ihre Wurzeln im Imperialismus. Die ungleiche Weltordnung, die in dieser Zeit entstand, gibt es bis heute. Armut, soziale Ungerechtigkeiten, schwache Staaten, fehlende Demokratie und Folgen wie die Flüchtlingsbewegung der letzten Jahre sind Folgen der Politik jener Jahre. Darum ist es kaum möglich, die heutige Welt ohne Wissen über die Zeit des Imperialismus zu verstehen.

sschnitzel69 08.04.2022

Was ist imperialismus und wie kam es dazu?

Redaktion

Hallo sschnitzel69, schau mal bitte unter dem Begriff "Imperialismus" in diesem Lexikon nach. Da haben wir schon einiges über diese Herrschaftsform der europäischen Kolonialländer geschrieben und in den Antworten auf die Fragen anderer Besucher/innen unserer Seite auch schon etwas zu den Gründen und Motiven für den Imperialismus geschrieben.

amara 05.04.2022

Wie ist Ihre Stellung/Meinung zu den Motiven des Imperialismus?

Redaktion

Hallo amara, die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Imperialismus waren vielfältig. Wichtig waren machtpolitische Ziele, also das Gewinnen von Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet und ein Ansehensgewinn in der Gemeinschaft der Staaten. Dazu kamen wirtschaftliche Ziele (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale Ziele (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben beim Imperialismus eine Rolle gespielt. Die Leidtragenden dieser imperialistischen Bestrebungen waren immer die Menschen in den Ländern, die von den Europäern kolonialisiert wurden. Die Einheimischen waren den Europäern unterlegen und mussten mit ansehen, wie viele von ihnen zu härtester Arbeit gezwungen wurden und dafür wenig oder gar keinen Lohn bekamen. Viele Menschen wurden sogar als Sklaven verkauft. Auch das Land und die Bodenschätze wurden hemmungslos und ohne Rücksicht ausgebeutet. Manche Entwicklungsländer leiden noch heute an den Folgen davon. Das ist die dunkle Seite der Kolonialisierung. Und damit dürfte auch klar sein, wie der Imperialismus heute betrachtet werden muss.

Huayou 01.04.2022

Hallöchen,
Ich möchte wissen was der moderne Imperialismus ist ;)
Vielen Dank im Voraus!

Redaktion

Hallo Huayou, schau mal unter dem Begriff "Imperialismus" in diesem Lexikon nach. Da haben wir die Bedeutung dieser Form des Kolonialismus in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg erklärt.

Dana.dyna 31.03.2022

Welche Folgen hatte die Politik der Industriestaaten für ihr Verhältnis zueinander?

Redaktion

Hallo Dana.dyna, im Zeitalter des Imperialismus lieferten sich die Industriestaaten Europas einen scharfen Wettkampf um die außereuropäischen Gebiete. Jedes Land wollte durch seine Kolonien die eigene Bedeutung unterstreichen und möglichst auch noch wirtschaftliche Gewinne einstreichen. Dieser Wettstreit hat die internationalen Beziehungen in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts zunehmend belastet. Ständig wurden neue Bündnisse verabredet und mit scharfen Drohungen auf vermeintliche Angriffe anderer Staaten reagiert. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges war so ein Ereignis, das nicht wirklich überraschend gekommen ist.

Banjo 16.03.2022

Was war der Sozialdarwinismus?

Redaktion

Hallo Banjo, die Vorstellung des Sozialdarwinismus, die um 1870 entstand, gründete auf der Evolutionstheorie des britischen Forschers Charles Darwin. Darwin hatte die Entstehung der Arten untersucht und war zum Ergebnis gekommen, dass sich dauerhaft immer die stärkere, widerstandsfähigere Art durchsetzte. Der "Sozialdarwinismus" übertrug diese aus der Biologie gewonnenen Erkenntnisse auf die Entwicklung von Gesellschaften und sozialen Verhältnissen. Danach sollte es einen "Kampf ums Dasein" geben, in dem nur die Besten und Stärksten überlebten. Die Nationalsozialisten und spätere rechtsextreme Gruppen haben diese Vorstellungen in ihre menschenverachtende Ideologie integriert. Auf dieser Seite der Bundeszentrale für politische Bildung findest du weitere Informationen.

Bananebrobrot 22.01.2022

welche länder haben in der Zeit des Imperialismus sehr viele Länder/Kontinente erobert? Und wie hängen der Imperialismus und die Industrialisierung zusammen?

Redaktion

Hallo Bananebrobrot, die Industrialisierung bildete die Voraussetzung für die Eroberung und militärische Unterwerfung der Kolonien im späten 19. und 20. Jahrhundert. Erst mit den technologischen Errungenschaften der Industrialisierung entstand die Überlegenheit des Westens über die Völker in anderen Teilen der Welt, die den Imperialismus möglich machte. Die größten Imperien bildeten die alten Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich. Auch das niederländische und das belgische Kolonialreich waren beachtlich. Im späten 19. Jahrhundert trat schließlich auch Deutschland in den Kreis der großen kolonialen Mächte ein.

Lazo 19.01.2022

Welche imperialistisch nationale Bestrebungen mussten diese haben

Redaktion

Hallo Lazo, Nationalismus war ein wichtiger Antrieb für die imperialistische Politik der europäischen Staaten im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. In unserem Artikel "Imperialismus" haben wir schon einiges zu den Motiven und Zielen der imperialistischen Politik geschrieben (auch in den Antworten auf eure Fragen bei diesem Artikel). Schau dir das doch bitte einmal an. Wenn du dann noch eine spezielle Frage hast, kannst du uns gerne noch einmal schreiben.

Laura 18.01.2022

Wieso eroberten die Europäer Länder

Redaktion

Hallo Laura, die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Imperialismus waren vielfältig. Wichtig waren immer machtpolitische Ziele, also das Gewinnen von Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet und ein Ansehensgewinn in der Gemeinschaft der Staaten. Dazu kamen wirtschaftliche Ziele (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale Ziele (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben beim Imperialismus eine Rolle gespielt. In unserem Artikel zu diesem Thema findest du weitere Informationen.

OKKKkk 18.01.2022

wie rechtfertigen die industrienationen die kolonisierung fremder gebiete?
Was waren die gründe?
wieso sind die in anderen Länder gegangen und haben gesagt die gehören uns?

Redaktion

Hallo OKKKkk, lies mal bitte unsere Texte zu den Themen "Kolonie / Kolonialismus" und "Imperialismus". Auch die Antworten auf die Fragen andere Besucher/innen unserer Seite, die wir dort gegeben haben, helfen dir weiter. Mit diesen Informationen kannst du deine Aufgaben sicher schnell selbst beantworten.

Elisaaa 17.01.2022

Hallo, können Sie mir bitte die Leitvorstellungen imperialistischer Politik nennen?

Redaktion

Hallo Elisaaa, lies mal bitte den Text zum Stichwort "Imperialismus" und unsere Antworten zu den FAQ. Da haben wir schon einiges zu den Vorstellungen und Zielen des Imperialismus geschrieben.

fragensteller 15.01.2022

Gibt es Folgen des Imperialismus die heute noch erkennbar bzw. ersichtlich sind? Vorallem im Bezug auf China und Japan. Eventuell auch Rassismus auf die damalige Zeitzurückzuführen?

Redaktion

Hallo fragensteller, im Zeitalter des Imperialismus entstanden viele Probleme, die bis heute die Weltpolitik prägen. Der Wettstreit um die Kolonien war eine der wichtigsten Ursachen für die Konflikte zwischen den führenden Staaten Europas, die im 20. Jahrhundert zu zwei Weltkriegen führten. Viele der heutigen Probleme der Länder der sogenannten Dritten Welt haben ihre Wurzeln im Imperialismus. Die ungleiche Weltordnung, die in dieser Zeit entstand, gibt es bis heute. Auch der Rassismus, der eine Triebfeder des Imperialismus war, ist leider bis heute keineswegs völlig verschwunden. Armut, soziale Ungerechtigkeiten, schwache Staaten, fehlende Demokratie und Folgen wie die Flüchtlingsbewegung der letzten Jahre sind Folgen der Politik jener Jahre. Darum ist es kaum möglich, die heutige Welt ohne Wissen über die Zeit des Imperialismus zu verstehen. Das gilt auch für die Beziehungen zwischen China und Japan. Japan hatte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als führende militärische Macht in Ostasien etabliert und betrieb seit den 1930er Jahren eine zunehmend gewalttätige und rassistische Politik im ostasiatischen Raum. Auch China zählte zu den Opfern des japanischen Imperialismus. Bis heute haben sich die Beziehungen zwischen den beiden Staaten nicht völlig normalisiert.

willywonka 13.01.2022

Was sind die Unterschiede zwischen Imperialismus und Kolonialismus?

Redaktion

Hallo willywonka, Kolonialismus ist streng genommen die Zeit der europäischen Herrschaft in fremden Ländern vor 1850. Damit bezeichnet man die Phase, in der die europäischen Mächte zwar in die sogenannten Kolonialländer reisten, sie ausbeuteten und mit ihnen handelten, aber sich die Europäer dort nicht - oder nur in Ausnahmen - ansiedelten. Eine Ausnahme ist Amerika, denn da gab es schon im 18. Jahrhundert Siedlerkolonien. Imperialismus ist die Zeit, in der die Staaten versuchten, diese Gebiete auch politisch in ihre Herrschaftsgebiete (ihre "Imperien") einzubinden. Dies geschah, indem sie dort Siedler hinschickten und eine Verwaltung und Infrastruktur aufbauten. Das war aber erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts möglich und ist eng mit der Industrialisierung verbunden.

Hhhhhhhhh 12.01.2022

Was waren die Gründe,Motive und Vorraussezungen, für den Imperialismus

Redaktion

Hallo Hhhhhhhhh, die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Imperialismus waren vielfältig. Wichtig waren immer machtpolitische Ziele, also das Gewinnen von Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet und ein Ansehensgewinn in der Gemeinschaft der Staaten. Dazu kamen wirtschaftliche Ziele (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale Ziele (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben beim Imperialismus eine Rolle gespielt. In unserem Artikel zu diesem Thema findest du weitere Informationen.

lolois 11.01.2022

Was sind religiöse gründe für den Imperialismus

Redaktion

Hallo lolois, vor allem in der frühen Phase des Kolonialismus gab es ein starkes religiöses Argument für die Eroberung von Gebieten in der außereuropäischen Welt. Den Menschen dort sollte der "wahre" Glaube gebracht werden, aus angeblichen Heiden sollten Christen werden. Die Missionierung, wie diese Ausbreitung des christlichen Glaubens genannt wird, spielte auch noch im Zeitalter des Imperialismus eine Rolle. Häufig wurde der Anspruch der europäischen Mächte auf die Macht über fremde Gebiete und Länder mit dieser religiösen Sendung begründet. Tatsächlich waren es aber vor allem wirtschaftliche und machtpolitische Gründe, die im Imperialismus zur Aufteilung der Welt unter den europäischen Mächten führten.

Selina 06.01.2022

Gibt es heute noch Überbleibsel vom Imperialismus? Welche Überbleibsel gibt es noch in den verschiedenen Ländern?

Redaktion

Hallo Selina, das Zeitalter des Imperialismus endete mit der Unabhängigkeit der kolonisierten Staaten im Verlauf des 20. Jahrhunderts. Heute gibt es keinen Imperialismus mehr, wie wir ihn in unserem Lexikonartikel "Imperialismus" beschrieben haben. Aber es gibt Staaten, die auf andere Staaten starken Einfluss nehmen und diese abhängig machen. Diese Abhängigkeit kann politisch und / oder wirtschaftlich sein. Aber auch wenn manchmal heute von "imperialistischen Strukturen" gesprochen wird, so muss man doch sehen, dass die Kolonialmächte im Zeitalter des Imperialismus Gewalt viel unmittelbarer und direkter ausgeübt haben und dass die Kolonien anders als heute keine selbstständigen Staaten waren. Allerdings sind die Folgen des Imperialismus in vielen ehemaligen Kolonien auch heute noch zu spüren. Insbesondere die Armut auf der südlichen Erdhalbkugel und viele Konflikte in und zwischen ehemals kolonisierten Staaten sind auf diese Zeit zurückzuführen.

Ljfdvjrru 04.01.2022

Was benötigte Deutschland, um seine imperialistischen Ziele umsetzen zu können?

Redaktion

Hallo Ljfdvjrru, dazu benötigte es politischen Einfluss im Kreis der großen europäischen Mächte, wirtschaftliche Stärke und damit verbunden die Möglichkeit, eine starke militärische Streitkraft zu unterhalten. All das war nach der Reichsgründung 1871 gegeben. In deinem Geschichtsbuch findest du sicher viele weitere Informationen zu dieser Zeit.

Sergio 03.01.2022

Was sind die Voraussetzungen die das Machtstreben ermöglichten?

Redaktion

Hallo Sergio, die entscheidende Voraussetzung für den Imperialismus war die militärische Überlegenheit der westlichen Industriestaaten. So konnten sie große Teile der Welt im 19. Jahrhundert überfallen und unterwerfen. Weitere Motive für den Imperialismus haben wir in den Antworten auf eure Fragen beim Lexikonartikel "Imperialismus" geschrieben.

jdfuog b 22.12.2021

Was waren die Ziele des Imperialismus?

Redaktion

Hallo jdfuog b, die Ziele der europäischen Staaten zur Eroberung fremder Gebiete im Zeitalter des Imperialismus waren vielfältig. Wichtig waren immer machtpolitische Ziele, also das Gewinnen von Einfluss auf ein bestimmtes Gebiet und ein Ansehensgewinn in der Gemeinschaft der Staaten. Dazu kamen wirtschaftliche Ziele (Rohstoffe gewinnen und eigene Waren verkaufen) und missionarische Ziele (Verbreitung des Christentums etc.). Auch territoriale Ziele (Ausweitung des eigenen Staatsgebiets) und bevölkerungspolitische Ziele (Siedlungsraum für die eigene Bevölkerung) haben beim Imperialismus eine Rolle gespielt.

Lala 16.12.2021

Wozu gab es den Imperialismus, was hat er gebracht?

Redaktion

Hallo Lala, lies mal den Text zum Imperialismus hier im Lexikon von Hanisauland und dort auch unsere Antworten zu den FAQ. Da haben wir schon das Wichtigste zu deinen Fragen geschrieben.

SEJU 15.12.2021

Gibt es den Imperialismus Heute auch noch?

Redaktion

Hallo SEJU, das Zeitalter des Imperialismus endete mit der Unabhängigkeit der kolonisierten Staaten im Verlauf des 20. Jahrhunderts. Heute gibt es keinen Imperialismus mehr, wie wir ihn in unserem Lexikonartikel "Imperialismus" beschrieben haben. Aber es gibt Staaten, die auf andere Staaten starken Einfluss nehmen und diese abhängig machen. Diese Abhängigkeit kann politisch und / oder wirtschaftlich sein. Aber auch wenn manchmal heute von "imperialistischen Strukturen" gesprochen wird, so muss man doch sehen, dass die Kolonialmächte im Zeitalter des Imperialismus Gewalt viel unmittelbarer und direkter ausgeübt haben und dass die Kolonien anders als heute keine selbstständigen Staaten waren. Allerdings sind die Folgen des Imperialismus in vielen ehemaligen Kolonien auch heute noch zu spüren.

Fifi 14.12.2021

Wer wollte den Kongo als Kolonie?
Wer mischt sich bis heute in den Kongo ein? Warum?
Ich wollte nur interessehalber mal fragen.
Liebe Grüsse und vielen Dank 😊

Redaktion

Hallo Fifi , der heutige Staat Demokratische Republik Kongo war seit 1885 für über 20 Jahre eine persönliche Kolonie des belgischen Königs Leopold. Der König ließ das rohstoffreiche Land gnadenlos ausbeuten und übte eine grausame Schreckensherrschaft aus, die als die schlimmste Herrschaft eines Kolonialreiches gilt. Nach der Unabhängigkeit des Kongo kam es zu einer langen Reihe von Diktaturen, Gewaltherrschaften und Bürgerkriegen. Auch ausländische Mächte wie die USA versuchten in dieser Zeit, den Kongo in ihrem Interesse zu beeinflussen, denn das Land hat auch heute noch viele Bödenschätze, für die sich Menschen weltweit interessieren.

Hadije 14.12.2021

Welche Grossacht dachte, bei der Verteilung der Kolonien zu kurz gekommen zu sein

Redaktion

Hallo Hadije, in Deutschland gab es nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 die weit verbreitete Vorstellung, dass das Reich bei der Verteilung der Kolonien nicht ausreichend berücksichtigt worden war. Auch Deutschland sollte, wie es ein Politiker sagte, einen "Platz an der Sonne" haben. Kolonien sollten zum Wohlstand der Menschen beitragen und das internationale Ansehen des Deutschen Reiches stärken. Nach 1880 wurde so eine Reihe von Kolonien erobert und erworben. Nach dem Ende des verlorenen Ersten Weltkrieges musste Deutschland aber alle Kolonien aufgeben.

mia 14.12.2021

Mit welchen Methoden die Europäer vorgingen im 19Jh.neue Länder zu erobern?

Redaktion

Hallo mia, im Imperialismus ging es um Macht und Einfluss in anderen Teilen der Welt, um die Gewinnung von Rohstoffen, billigen Arbeitskräften und Absatzmärkten. Und es ging für die europäischen Staaten auch darum, ihre Bedeutung im Wettkampf untereinander zu betonen. Dafür eroberten die europäischen Mächte im Zeitalter des Imperialismus praktisch alle Teile der Welt und machten diese zu Untertanen ihrer Herrschaft. Dies geschah mit Gewalt und mit der Schaffung eigener Herrschaftsstrukturen in den eroberten Kolonien. Das alles bezeichnet man als imperialistische Politik. Lies dazu doch einmal unseren Artikel zum Imperialismus und die Antworten auf die Fragen anderer Besucher/innen unserer Seite bei diesem Artikel.

xxx 14.12.2021

Ich schreibe bald eine Prüfung zu diesem Thema und müsste dafür noch wissen, welche Rolle China und Japan beim Imperialismus spielten. Hierzu habe ich leider nichts Verständliches bislang gefunden...

Redaktion

Hallo xxx, China war keine imperialistische Macht. Das "Reich der Mitte" verfügte nicht über die militärischen Mittel, um bei der Verteilung der Erde unter den imperialistischen Mächten mitzumischen. Im Gegenteil, das Land wurde selbst zum Opfer der europäischen Imperialisten. Wichtige Gebiete des Reiches, vor allem an den Küsten des Südchinesischen Meeres, wurden zu Kolonien und Einflussgebieten der europäischen Mächte. Japan durchlief seit den 1860er Jahren eine schnelle Modernisierung. Das Land entwickelte sich zu einer imperialistischen Macht, die die Herrschaft über Ostasien an sich reißen wollte. Dazu führte Japan seit den 1920er Jahren viele Kriege und unterdrückte mit brutalen Methoden seine Nachbarländer in Ostasien. In deinem Geschichtsbuch findest du dazu sicher viele weitere Informationen.

Moha 09.12.2021

Wie rechtfertigen die imperialistischen Mächte die Kolonialisierung anderer Länder?

Redaktion

Hallo Moha, begründet wurde der Anspruch der europäischen Staaten auf die Herrschaft über andere Länder und Völker in Afrika und anderen Teilen der Welt mit der angeblichen kulturellen Überlegenheit der Europäer. Dabei spielte oft auch die Vorstellung eine Rolle, den beherrschten Völkern mit dem christlichen Glauben die "einzig wahre" Religion zu bringen und sie von ihren "heidnischen" Ideen zu befreien. Nicht erst heute ist uns klar, dass diese Rechtfertigungen keine Grundlage hatten. Tatsächlich bedeutete ein großes Imperium, also der Besitz von möglichst vielen und großen Kolonien, mehr Macht und mehr Reichtum für die Kolonialstaaten. Denn die Kolonien waren meistens reich an Bodenschätzen und die Einheimischen konnten als billige Arbeitskräfte missbraucht werden. Und: Niemand hat die unterdrückten und ausgebeuteten Menschen in den Kolonien in der Zeit des Imperialismus gefragt, ob sie diesen angeblichen "Fortschritt" überhaupt wollten.

Lisa 09.12.2021

Welche Rolle spielt Imperialismus hier in Deutschland?

Redaktion

Hallo Lisa, heute spielt der Imperialismus keine Rolle mehr. Das Deutsche Reich wurde in den Jahren nach der Reichsgründung im späten 19. Jahrhundert zu einer imperialistischen Macht. Kolonien in Afrika, Asien und der Südsee wurden erobert oder erworben. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges endete die kurze Geschichte des deutschen Imperialismus. Das Deutsche Reich, das den Krieg verloren hatte, musste alle Kolonien aufgeben.

Arastater 08.12.2021

Hallo, ich hätte da Mal eine Frage. Ich würde mich gerne auf die hier geschriebene Definition des Imperialismus beziehen, muss dazu aber das Erscheinungsjahr in meinem Quellenverzeichnis angeben. Können Sie mir beim Erscheinungsjahr eventuell weiterhelfen?
Danke im Voraus!

Redaktion

Hallo Arastater, der Artikel ist zum ersten Mal 2002 im Lexikon von Hanisauland (damals auch schon online, aber auch in Buchform) veröffentlicht worden. Die letzte Online-Überarbeitung haben wir im letzten Jahr gemacht.

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