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Lexikon

Kinderheim / Jugendheim (Heimerziehung)

von und
mehrfache Wiederholung des Buchstaben k

Gemeinsam mit anderen wohnen

Wenn heutzutage Kinder oder Jugendliche in einem Heim leben, dann wohnen sie zumeist in einer größeren Wohnung. Etwa acht Kinder und Jugendliche leben dort in einer Gruppe zusammen mit Erziehern oder Sozialpädagogen. Manche Heime bestehen aus mehreren Häusern mit zentraler Küche, Speisesaal und Wäscherei. Es wird versucht, für die Heimbewohner familienähnliche Gruppen zu schaffen.

Verschiedene Wohnformen
Eine andere Form der Heimerziehung ist das „betreute Jugendwohnen“. Da kümmern sich Erzieher um meist ältere Jugendliche, die Schwierigkeiten mit der Eingewöhnung in die Gesellschaft haben. Es gibt auch Mütter, die mit ihren Kindern zusammenwohnen und dabei betreut werden. Das nennt man dann "Mutter-Kind-Heim".
"Geschlossene Unterbringung"

Früher verstand man unter „Heimerziehung“ so etwas ähnliches wie eine geschlossene Anstalt, in der Kinder und Jugendliche zum Schutze der Gesellschaft wie in einem Gefängnis untergebracht waren. Heute allerdings gibt es in Deutschland nur noch rund 150 Plätze in einer solchen „geschlossenen Unterbringung“. Sie kann auch nur mit richterlicher Genehmigung und bei strafrechtlichen Schwierigkeiten der Jugendlichen erfolgen oder wenn die Jugendlichen sich oder andere gefährden.

Eure Fragen dazu...

Anna 24.10.2020

Muss man nach den jugendheim wenn man zum Beispiel allein dann wohnt für den jugendheim dann bezahlen weil man ja davor dort war?

Redaktion

Hallo Anna, nein, der Staat fordert keine Rückzahlung der Kosten, wenn ein Kind oder ein Jugendlicher in einem Heim gelebt haben. Wenn Jugendliche oder junge Erwachsene allerdings schon Geld verdienen, während sie noch in einem Heim oder in einer Pflegefamilie wohnen, kann es sein, dass sie sich an der Finanzierung der Unterbringung beteiligen müssen.

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