- Offizieller Name:
- Republik Moldau
- Hauptstadt:
- Chișinău
- Kontinent:
- Europa
- Währung:
- Moldauischer Leu (Mehrzahl: Lei)
- Sprachen:
- Rumänisch
- Fläche:
- 32.890 km²
- Einwohner/-innen:
- 2,38 Millionen
- Nationalfeiertag:
- 27. August
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Chişinău, die Hauptstadt von Moldau
Moldau - Moldawien
Die Republik Moldau liegt im Südosten Europas. In der Landessprache heißt das Land Republica Moldova, weswegen es auch oft Moldawien genannt wird. Nachbarstaaten sind die Ukraine und im Süden Rumänien. Das Land hat wie viele andere europäische Länder einen Zugang zum Ufer der Donau. Größte Stadt des eher kleinen Landes ist die Hauptstadt Chișinău, in der über eine halbe Million Menschen leben.
Parlamentarische Demokratie
Seit 1991 ist Moldau ein unabhängiger Staat. Davor gehörte es zum russischen Zarenreich und nach dem Ersten Weltkrieg zu Rumänien. 1940 wurde es eine Republik der Sowjetunion und damit abhängig von der Politik der Machthaber in Moskau. Heute ist Moldau eine parlamentarische Demokratie. Alle vier Jahre wird ein neues Parlament gewählt. Die offizielle Landesssprache ist Rumänisch.
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Blick aus den mittelalterlichen Klosterhöhlen am Fluss Dnister
Ein gespaltenes Land
Vor allem im Norden des Landes leben viele russisch sprechende Menschen. Als Moldau unabhängig wurde, wollte dieser russische Teil der Bevölkerung keine Annäherung an Rumänien. Die Folge war, dass sich 1992 nach heftigen Straßenkämpfen ein Gebiet im Norden Moldaus nördlich des Flusses Dnister von der Republik Moldau abgespalten hat. Dieses Teilgebiet nennt man „Transnistrien“. Das bedeutet „jenseits des Flusses Dnister“. Die Unabhängigkeit Transnistriens wird aber von keinem UNO-Mitgliedstaat anerkannt. Transnistrien wird jedoch wirtschaftlich und militärisch von Russland unterstützt.
Viele Probleme
Nicht nur wegen Transnistrien hat das Land große Probleme. Moldau ist eines der ärmsten Länder in Europa. Es gibt viel Korruption und wenig Hoffnung auf eine schnelle Besserung der Situation. Viele junge Menschen haben deshalb das Land in den letzten Jahren verlassen und leben heute in Rumänien und in anderen europäischen Ländern.
Landwirtschaft und gesunde Luft
Die Wirtschaft in Moldau ist landwirtschaftlich geprägt. Wein und Obst sind die wichtigsten Produkte. Diese werden auf den landestypischen Märkten angeboten, auf denen man fast alles kaufen kann, was man zum Leben braucht. Teppiche, Stickereien und Kunsthandwerk werden auch gerne von den wenigen Touristen gekauft, die das Land bisher entdeckt haben. Es gibt nur wenig Industrie. Dafür gilt Moldau aber als ein Land mit ausgesprochen guter Luft.
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Das Kloster Capriana ist eines der ältesten und bekanntesten Klöster der Region Bessarabien. Es wurde im 15. Jahrhundert gebaut.
Klöster, Musik und ein nationaler Sport
Überall im Land stößt man auf große Klosteranlagen. Die berühmtesten stammen aus dem Mittelalter. Danach stand Bessarabien, wie die Gegend damals genannt wurde, dreihundert Jahre lang unter der Herrschaft der islamischen Türken. Diese unterschiedlichen Einflüsse kann man heute zum Beispiel noch aus der Musik Moldaus hören. Patricia Kopatchinskaja, eine der berühmtesten Geigerinnen der Welt, die in Moldau geboren wurde, bezieht sich gerne auf diese musikalischen Traditionen. Bei uns fast unbekannte Instrumente wie Tramsbal, Tsimpoi oder Nai spielen darin eine Rolle. Da ist es sicher kein Zufall, dass die erfolgreichsten Sportler/-innen des kleinen Landes Tänzerinnen und Tänzer sind. Gabriele Goffredo und Anna Matus wurden 2018 sogar Weltmeister im Latein-Tanz.