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Welche Länder sind dabei?
Welche Länder sind dabei? - Usbekistan

Taschkent
Worldmap

Offizieller Name:
Republik Usbekistan
Hauptstadt:
Taschkent
Währung:
Sum/ Som
Sprachen:
Usbekisch (Amtssprache), Russisch, Tadschikisch, Karakalpakisch
Fläche:
440.650 km²
Einwohner/-innen:
38 Millionen
Nationalfeiertag:
1. September (Unabhängigkeit von der Sowjetunion)
Im Zentrum Zentralasiens
Stadtbild von Khiva.

Die Stadt Khiva gehört zu den ältesten Städten des Landes. Sie wurde sogar offiziell zum Weltkulturerbe ernannt.

Stadtbild der modernen Stadt Tashkent.

Die Hauptstadt Tashkent ist bekannt für die Mischung aus moderner und traditioneller Architektur.

Usbekistan liegt mittig in Zentralasien. Usbekistan ist ein Binnenland. Es hat also keinen Zugang zum Meer. In Usbekistan gibt es hohe Berge und grüne Täler. Dort findet man verschiedene Tiere wie Schneeleoparden, Bären und Adler. Ein großer Teil des Landes besteht aber aus Wüsten oder Steppen, also sehr trockenen Regionen. Dort leben zum Beispiel Hyänen, Gazellen und Falken.
Im Nordwesten des Landes liegt die Region Karakalpakstan. Sie gehört zu Usbekistan, ist aber autonom. Das heißt, dass die Regierung dort einige Dinge für die Region selbst entscheiden darf.

Usbekistan in der Sowjetunion bis 1991

Usbekistan war lange Teil der Sowjetunion. Die Sowjetunion war ein riesiger Verbund aus 15 Staaten in Osteuropa und Asien. Besonders großen Einfluss in dem Verbund hatte das Gebiet des heutigen Russlands. Als die Sowjetunion 1991 zerfiel, wurde Usbekistan unabhängig, also ein eigener Staat. Aber das heutige Russland ist immer noch ein wichtiger Partner Usbekistans. Viele Menschen sprechen in Usbekistan zum Beispiel Russisch.

Beziehungen zu den Nachbarn

Usbekistan hat fünf Nachbarländer:

Usbekistan hatte lange keine guten Beziehungen mit einigen Nachbarländern. Mit Tadschikistan gab es zum Beispiel seit dem Zerfall der Sowjetunion Streit um Wasser. Denn ein wichtiger Fluss für Usbekistan fließt erst durch Tadschikistan. Usbekistan befürchtete, dass Tadschikistan weniger Wasser weiterfließen lassen könnte. Dann hätte Usbekistan zu wenig Wasser. Seit der Wahl des neuen usbekischen Präsidenten 2016 haben sich diese Beziehungen aber deutlich verbessert.

Die Macht des Präsidenten

Usbekistan ist auf dem Papier eine Demokratie: Es hat eine Verfassung und ein Parlament. Jedoch liegt in der Realität die meiste Macht beim Präsidenten. Seit der Unabhängigkeit Usbekistans 1991 gab es erst zwei Präsidenten. Der neuste Präsident wurde 2016 gewählt und 2021 und 2023 wiedergewählt. Internationale Organisationen bezeichneten diese Wahlen als nicht-demokratisch. Denn bei den Wahlen traten kaum politische Konkurrenten gegen den Präsidenten an, weil sie unterdrückt wurden. Auch die Presse in Usbekistan ist nicht frei. So kann die Presse die Regierung schlechter kontrollieren und die Menschen erfahren nicht, was wirklich passiert.

Baumwolle als wichtiger Rohstoff
Eine Frau beim Pflücken von Baumwolle.

Der Anbau von Baumwolle spielt in Usbekistan eine große Rolle. Im Jahr 2017, als dieses Bild aufgenommen wurde, wurden noch viele Menschen dazu gezwungen, Baumwolle zu ernten.

In Usbekistan gibt es wichtige Rohstoffe wie Erdgas, Erdöl, Kupfer und Gold. Aus Erdöl kann man Energie gewinnen und viele Dinge herstellen, zum Beispiel Benzin, Plastik oder Kleidung. Außerdem wird in Usbekistan viel Baumwolle angebaut und an andere Länder geliefert. Baumwolle befindet sich sogar im Wappen des Landes. Bis 2021 wurden Erwachsene und Kinder gezwungen, die Baumwolle zu pflücken. Die Kinder konnten während der Erntezeit nicht in die Schule gehen. Sie mussten viele Stunden hart arbeiten und wurden schlecht oder gar nicht bezahlt. Manche wurden durch die Arbeit und durch Gifte gegen Schädlinge auf den Pflanzen krank. Heute gibt es in der Baumwollernte keine Kinderarbeit mehr. Dafür haben Reformen gesorgt, nachdem andere Länder und Firmen lange Druck auf die Regierung Usbekistans ausgeübt hatten. Aber es gibt immer noch großen Druck auf die Bäuerinnen und Bauern, viel zu ernten. Für die Landwirtschaft wird viel Wasser gebraucht. Das führt zu Wassermangel und Umweltproblemen.

Boxen, Brot und Mosaike

Usbekistan hat eine sehr alte und vielfältige Kultur. Die meisten Menschen in Usbekistan sind Musliminnen und Muslime. Im Land gibt es deshalb viele Moscheen und religiöse Schulen. Einige Gebäude sind mit großen Mosaiken geschmückt. Traditionelle Musik, Tanz und Stickereien spielen eine wichtige Rolle auf Festen. Zu essen gibt es dann oft „Plov“. Dafür werden Reis, Fleisch (häufig Lamm), Karotten, Zwiebeln und Knoblauch in einem großen Eisentopf gegart.

Boxen und Schach sind beliebte Sportarten. Sportler und Sportlerinnen aus Usbekistan konnten schon einige große internationale Turniere gewinnen. Kennst du zum Beispiel Diyora Keldiyorova, Ulugbek Rashitov oder Lazizbek Mullojonov? Sie haben bei den Olympischen Spielen 2024 im Judo, Taekwondo und Boxen jeweils Gold gewonnen!

Frauen in traditionellen Gewändern tanzen auf dem Frühlingsfest.

Der Jahresanfang wird in Usbekistan im März mit dem Frühlingsfest Nowruz gefeiert.

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